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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Kögel, Rudolf

Theologe

* 1829, 18.02.
Birnbaum/Posen

† 1896, 02.07.
Berlin

Der Theologe und Kanzelredner Rudolf Kögel studierte 1847-1852 in Halle und Berlin Theologie und Philosophie und begleitete während seiner Studienzeit seinen Lehrer Tholuck auf einer Reise nach Frankreich und Spanien. Er wurde 1852 Religionslehrer in Dresden, dann am Seminar für Stadtschulen in Berlin, war 1854-1857 Pfarrer in Nakel bei Bromberg und von 1857-1863 Prediger der deutschen evangelischen Gemeinde in Den Haag. Von dort wurde er als Hof- und Domprediger nach Berlin berufen, zum Mitglied des Konsistoriums der Mark Brandenburg und zum Vortragenden Rat im Kultusministerium ernannt. 1878 wurde er zum Mitglied des Oberkirchenrates, 1879 zum Generalsuperintendenten der Kurmark, 1880 zum Oberhofprediger und 1884 schließlich zum Mitglied des Staatsrates ernannt. Während der Jahre 1892-1894 schied er aus gesundheitlichen Gründen aus seinen Ämtern. Kögel war Führer der Partei der positiven Union. Aus der Feder Kögels erschienen neben einer Reihe von Sammlungen seiner Predigten, so u. a. über das Vaterunser, die mehrere Auflagen erlebten, „Vaterländische und kirchliche Gedenktage“ (Reden und Ansprachen, 1887), „Gedichte“ (1892) sowie mehrere Schriften zur sozialen Frage.

(1979)

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