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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Vahl, Henry

Schauspieler

* 1897, 26.10.
Stralsund/Pommern

† 1977, 21.07.
Hamburg

Eigentlich sollte er in jungen Jahren zur kaiserlichen Marine gehen. So wollte es sein Vater, der ein echter pommerscher Seemann war. Aber auch der Sohn ist ein echter Pommer, denn er hatte seinen Dickschädel für sich: er ging zum Theater. In seiner Heimatstadt Stralsund stand er zum ersten Mal auf der Bühne. Die Stationen seines schauspielerischen Weges wechselten oft, wie es in einem Komödiantenleben so geht: Kiel, Dresden, Braunschweig, Rostock, Lübeck und endlich Berlin, wohin ihn sein Freund Paul Wegen er holte. „Ich habe unendlich viel bei ihm gelernt“, sagt er noch heute (1977) voll Dankbarkeit. An der Seite des großen ostpreußischen Charakterdarstellers unternahm er viele Tourneen durch Deutschland, Nach dem Krieg kam Henry Vahl nach Hamburg, und da er plattdeutsch sprechen konnte, versuchte er sich auch in einigen Stücken am Ohnsorg-Theater. Durch den Siegeszug des Fernsehens wurde er hier am Ohnsorg-Theater, das seine neue Komödianten-Heimat war, unversehens so populär, daß man ihn bald den „klassischen Fernseh-Opa“ nannte. Seine Lieblingsrolle ist der Schustergeselle Matten in „Meister Anecker“, und die „Zitronenjette“ war seine erfolgreichste Rolle. Immer strahlt er Pfiffigkeit und hintergründigen Humor aus. Kurzum: er ist ein „fideles, altes Haus“.

(1977)

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