Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1223

Prager Jugendstil: Nomen est omen

Montag, 10 Juli 2006

Strahlend unverbraucht erscheint Buch- und Plakatkunst zur deutschsprachigen Literatur aus Prag und den böhmischen Ländern derzeit in einer Ausstellung in der Goldenen Stadt

In einem der schönsten Barockpaläste in der Prager Altstadt, dem Palais Clam-Gallas, das Anfang des 18. Jahrhunderts von dem berühmten J. B. Fischer von Erlach für einen Marschall des Königreichs Böhmen gebaut wurde, ist gegenwärtig – und noch bis zum 15. September – eine sehr bemerkenswerte Ausstellung zu besichtigen. Der kulturliebende und dabei historisch interessierte Sommertourist in der Goldenen Stadt sollte sie sich nicht entgehen lassen.

 

Von: Joachim Sobotta (KK)

Ironisch beschwingt lädt Emil Orlik zum Maskenball ein. Bilder aus der Ausstellung

Repräsentativ, jedoch nie ein Repräsentant

Montag, 10 Juli 2006

War Gerhart Hauptmanns „Großer Traum“ Widerstandsdichtung? Tagung zu seinem Alterswerk in Erkner

Fast wäre Gerhart Hauptmann (1862–1946), hätte er einige Jahre länger gelebt, DDR-Bürger und damit ungewollter Repräsentant des SED-Staates geworden! Als er am 6. Juni 1946 in Agnetendorf/Riesengebirge starb, war seine schlesische Heimat seit über einem Jahr von sowjetrussischen Truppen und polnischen Neusiedlern, die nachgerückt waren, besetzt.

 

Von: Jörg Bernhard Bilke (KK)

Schlaglichter können ein Bildnis reizvoll verrätseln, im optischen wie im übertragenen Sinn. Bild: Archiv

Schönheit durch Wahrhaftigkeit

 Montag, 10 Juli 2006

Gisela Petschner sucht mit dem Zeichenstift nach der Würde menschlichen Gebrechens

1988 schenkte die sudetendeutsche Künstlerin Gisela Petschner dem Deutschen Medizinhistorischen Museum zu Ingolstadt eine Auswahl ihrer Zeichnungen, sah sie doch in diesem Museum den geeigneten Ort, wo der medizinische Aspekt ihrer Bilder entsprechend gewürdigt werden könnte.

Von: Günther Ott (KK)

Wahr zu sein bedarf es wenig, einige Striche schon sind es: Selbstbildnis von Gisela Petschner. Bild: Katalog

Später Nachruf auf den „Verlorenen“

Montag, 10 Juli 2006

Hans-Ulrich Treichel, der seinem auf der Flucht umgekommenen Bruder einen Roman gewidmet hat, erhält den Eichendorff-Literaturpreis

Nach Uwe Grüning, der 2005 ausgezeichnet wurde, erhält der Schriftsteller Hans-Ulrich Treichel den diesjährigen Eichendorff-Literaturpreis. Das teilte die Gesellschaft für Literatur und Kunst „Der Osten“ in Wangen im Allgäu mit.

Von: Michael Ferber (KK)

Henri Nouveau (Henrik Neugeboren), Komposition, 1927. Siebenbürgisches Museum Gundelsheim

Das Gegenteil eines böhmischen Dorfes

Montag, 10 Juli 2006

Das Sudetendeutsche Haus in München beherbergt die größte Spezialbibliothek für die böhmischen Länder und viele, die damit arbeiten

Zwanzig Jahre Sudetendeutsches Haus in München. Grund genug, das Anfang des Jahres mit dem bayerischen Ministerpräsidenten zu feiern. Jetzt stellte der Vorstandsvorsitzende der Sudetendeutschen Stiftung, Hartmut Singbartl, als Hausherr im Rahmen einer Pressekonferenz die wissenschaftlichen Institutionen, die in dem weitläufigen Gebäude ihren Sitz haben, vor.

 

Von: Norbert Matern (KK)

Wie viele Fenster, so viele Ausblicke auf Kultur und Geschichte, auf Kunst und Gegenwart eröffnet das Sudetendeutsche Haus in München jedem, der sich die Sicht auf die böhmischen Länder nicht durch Klischees verstellen läßt. Bild: „Sudetenland“

Behutsam und zupackend zugleich: Kulturgutschutz „von unten“

Montag, 10 Juli 2006

Das ostpreußische Tharau kennt man vom „Ännchen“ her, nun ist auch Tharaus „Ännchen“-Kirche wieder unter Dach und Fach

Die Podiumsdiskussion der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen zum „internationalen Kulturgüterschutz“ gehörte für kulturgeschichtlich interessierte deutsche Besucher gewiß zu den aufregenden Veranstaltungen der diesjährigen Leipziger Buchmesse, sind doch noch immer zahllose einzigartige Zeugnisse deutscher Baukunst in den Heimatgebieten der deutschen Vertriebenen vom endgültigen Verfall bedroht.

Von: Elimar Schubbe (KK)

Wer mitbauen möchte, muß nicht mit aufs Dach: Kontakt Förderkreis Kirche Tharau/Ostpreußen e.V., Vorsitzender Dieter Haese, Am Bungert 31, 53227 Bonn, Telefon 0228 / 443691, Fax 0228 / 445161. Spendenkonto: Sparkasse KölnBonn, BLZ 38050000, Konto 46001046. Die Spenden sind steuerabzugsfähig. Bild: Förderkreis

Flaches Land, weite Sicht

Montag, 10 Juli 2006

Masurens europäische Perspektiven erweisen sich bei der diesjährigen Begegnung der Masurischen Gesellschaft keineswegs als eintönig

Der Kultur-Rotstift hat Masuren erreicht, und so mußte Tadeusz Willan, der Vorsitzende der Masurischen Gesellschaft, wohl oder übel das XVI. Kultur- und Begegnungsfest in Krutinnen um einen Tag kürzen.

 

Von: Brigitte Jäger-Dabek (KK)

Auch der diesjährige Träger des Dehio-Buchpreises (vgl. S. 11), Karl-Markus Gauß, hat seine Botschaft schon der „Storchenpost“ anvertraut

Rassiges Emblem preußischer Tugenden

Montag, 10 Juli 2006

Trakehnerfreunde treffen sich im Kulturzentrum Ostpreußen Ellingen

Im Juli ist die Deutschordensstadt Ellingen zwei Tage lang Treffpunkt der Trakehner-Freunde. Das Kulturzentrum Ostpreußen stellt dazu in einer Sonderschau die Geschichte des ostpreußischen Hauptgestüts Trakehnen dar.

Von: (KK)

Eigentor

Montag, 10 Juli 2006

Fußball ist zwar nicht der Hort feinsinniger Differenzierungen, doch Wissen um Zeitgeschichte wäre auch dem Wissen um Fußball förderlich

Schon einmal in der jüngsten Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wollte es ein Politiker der Regierungspartei nicht verstehen, daß zwei Mitglieder der Opposition im Deutschen Bundestag so eifrig für die Existenz einer deutschen Minderheit in Schlesien stritten und ständig die Möglichkeit zur Aussiedlung einforderten.

Von: Herbert Hupka (KK)

 

Fremdenlob

 Montag, 10 Juli 2006

Vorschläge für den Georg Dehio-Kulturpreis des Deutschen Kulturforums östliches Europa willkommen

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa in Potsdam vergibt im Herbst 2007 zum dritten Mal den vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien dotierten Georg Dehio-Kulturpreis.

Von: (KK)

 
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