Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1223

Barbara Suchner an die Bezieher ihrer „Lyrischen Flugblätter“

 Montag, 10 Juli 2006

Seit über 20 Jahren gebe ich die „Lyrischen Flugblätter“ heraus. Jetzt machen aber meine tauben Hände nicht mehr mit. Ich darf Ihnen sagen, daß alle Arbeiten, die mit dem Heraussuchen der Gedichte bis zum Versand verbunden sind, eine Qual für mich bedeuten, weil mir die Finger nicht mehr gehorchen.


Von: Barbara Suchner (KK)

 

Selbst wenn Schicksal zur Meinung wird, kann es bewegen

Montag, 10 Juli 2006

Zuhause sind wir jetzt im Oldenburger Land. Auswertung der Umfrage zur Situation der Heimatvertriebenen 60 Jahre nach der Vertreibung. Hg. im Auftrag der Oldenburgischen Landschaft von der Arbeitsgemeinschaft Vertriebene von Hans-Ulrich Minke. Isensee Verlag, Oldenburg 2005, zahlr. Tabellen, 106 S.

Unter den vielfältigen Aktivitäten, zu denen das Jahr 2005 – das sechzigste nach Kriegsende –  Veranlassung gegeben hat, verdient die Veröffentlichung dieser Umfrage besondere Beachtung.

Von: Christian-Erdmann Schott (KK)

 

Gottgefällige Lust fürs Auge, für die Bildung ein Gewinn

Montag, 10 Juli 2006

Paul Gerhard Eberlein (Hg.): Schlesische Kirchen. Farbiger Bildband mit einführenden Texten. Senfkorn Verlag Alfred Theisen, Görlitz 2006. 124 S., 23,90 Euro

Was für Schätze! Prachtvoll strahlen sie dem Leser entgegen, die kunstvollen Lichtbilder schlesischer Kirchen in dem aufwendig gestalteten Band aus dem Görlitzer Senfkorn Verlag. Fotos mag man sie gar nicht nennen, weil sie eher wie Gemälde wirken und doch „Momentaufnahmen“ sind eines gegenwärtigen Zustands, wenn auch sorgsam „in Form geprägt“.


Von: Ursula Schmidt-Goertz (KK)

 

Die „leise, langsame, verschwiegene Oder“

Montag, 10 Juli 2006

Mariana Hausleitner und Harald Roth (Hg.): Der Einfluß von Faschismus und Nationalsozialismus auf Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa. IKGS-Verlag, München 2006, 360 S. 20,50 Euro

Der Band ist ein Beitrag zur vergleichenden Faschismusforschung über die genannte Region. In ihm sind eine Reihe konzeptionell und methodisch unterschiedlicher Arbeiten versammelt.

Von: (KK)

 

Die „leise, langsame, verschwiegene Oder“

 Montag, 10 Juli 2006

Wolfgang Tschechne: Große Oder, großer Strom. Reisen zu einem verschwiegenen Fluß. Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn, Würzburg 2006, 184 S., 19,90 Euro

Schon wieder ein Buch über die Oder? Hat der Fluß nun Konjunktur? Jüngst war die Abhandlung von Uwe Rada „Die Oder. Lebenslauf eines Flusses“ (Kiepenheuer Verlag, Berlin 2005, vorgestellt in der KK 1217) erschienen.


Von: Stephan Kaiser (KK)

 

Prager Jugendstil: Nomen est omen

Montag, 10 Juli 2006

Strahlend unverbraucht erscheint Buch- und Plakatkunst zur deutschsprachigen Literatur aus Prag und den böhmischen Ländern derzeit in einer Ausstellung in der Goldenen Stadt

In einem der schönsten Barockpaläste in der Prager Altstadt, dem Palais Clam-Gallas, das Anfang des 18. Jahrhunderts von dem berühmten J. B. Fischer von Erlach für einen Marschall des Königreichs Böhmen gebaut wurde, ist gegenwärtig – und noch bis zum 15. September – eine sehr bemerkenswerte Ausstellung zu besichtigen. Der kulturliebende und dabei historisch interessierte Sommertourist in der Goldenen Stadt sollte sie sich nicht entgehen lassen.

 

Von: Joachim Sobotta (KK)

Ironisch beschwingt lädt Emil Orlik zum Maskenball ein. Bilder aus der Ausstellung

Repräsentativ, jedoch nie ein Repräsentant

Montag, 10 Juli 2006

War Gerhart Hauptmanns „Großer Traum“ Widerstandsdichtung? Tagung zu seinem Alterswerk in Erkner

Fast wäre Gerhart Hauptmann (1862–1946), hätte er einige Jahre länger gelebt, DDR-Bürger und damit ungewollter Repräsentant des SED-Staates geworden! Als er am 6. Juni 1946 in Agnetendorf/Riesengebirge starb, war seine schlesische Heimat seit über einem Jahr von sowjetrussischen Truppen und polnischen Neusiedlern, die nachgerückt waren, besetzt.

 

Von: Jörg Bernhard Bilke (KK)

Schlaglichter können ein Bildnis reizvoll verrätseln, im optischen wie im übertragenen Sinn. Bild: Archiv

Schönheit durch Wahrhaftigkeit

 Montag, 10 Juli 2006

Gisela Petschner sucht mit dem Zeichenstift nach der Würde menschlichen Gebrechens

1988 schenkte die sudetendeutsche Künstlerin Gisela Petschner dem Deutschen Medizinhistorischen Museum zu Ingolstadt eine Auswahl ihrer Zeichnungen, sah sie doch in diesem Museum den geeigneten Ort, wo der medizinische Aspekt ihrer Bilder entsprechend gewürdigt werden könnte.

Von: Günther Ott (KK)

Wahr zu sein bedarf es wenig, einige Striche schon sind es: Selbstbildnis von Gisela Petschner. Bild: Katalog

Später Nachruf auf den „Verlorenen“

Montag, 10 Juli 2006

Hans-Ulrich Treichel, der seinem auf der Flucht umgekommenen Bruder einen Roman gewidmet hat, erhält den Eichendorff-Literaturpreis

Nach Uwe Grüning, der 2005 ausgezeichnet wurde, erhält der Schriftsteller Hans-Ulrich Treichel den diesjährigen Eichendorff-Literaturpreis. Das teilte die Gesellschaft für Literatur und Kunst „Der Osten“ in Wangen im Allgäu mit.

Von: Michael Ferber (KK)

Henri Nouveau (Henrik Neugeboren), Komposition, 1927. Siebenbürgisches Museum Gundelsheim

Das Gegenteil eines böhmischen Dorfes

Montag, 10 Juli 2006

Das Sudetendeutsche Haus in München beherbergt die größte Spezialbibliothek für die böhmischen Länder und viele, die damit arbeiten

Zwanzig Jahre Sudetendeutsches Haus in München. Grund genug, das Anfang des Jahres mit dem bayerischen Ministerpräsidenten zu feiern. Jetzt stellte der Vorstandsvorsitzende der Sudetendeutschen Stiftung, Hartmut Singbartl, als Hausherr im Rahmen einer Pressekonferenz die wissenschaftlichen Institutionen, die in dem weitläufigen Gebäude ihren Sitz haben, vor.

 

Von: Norbert Matern (KK)

Wie viele Fenster, so viele Ausblicke auf Kultur und Geschichte, auf Kunst und Gegenwart eröffnet das Sudetendeutsche Haus in München jedem, der sich die Sicht auf die böhmischen Länder nicht durch Klischees verstellen läßt. Bild: „Sudetenland“

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