Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1245

Weit weg und so bedrängend nah

Sonntag, 30 September 2007

Bericht von einer Reise auf den Spuren der Kreuzfahrer und der Armenier durch die kilikische Türkei zu Werfels Musa Dagh

Blickt man aus unserem Mitteleuropa über Anatolien hinaus nach Kilikien, so ist man verführt zu vermuten, dieser Teil der Türkei sei so etwas wie das Ende der Welt. Daß dies nicht so ist, daß die Provinz Adana sogar eine boomende Wirtschaftszone ist, war eine der Überraschungen, die einige Teilnehmer der Reisegruppe des Pädagogischen Arbeitskreises Mittel- und Osteuropa erlebten.

Von: Gerolf Fritsche (KK)

Die Landschaft erhärtet die Dramatik des Geschehens: Nur wenige Armenier erreichten nach wochenlangen Gewaltmärschen lebend das Ziel der Deportation, die syrische Wüste. Heute kann man ihren Spuren unbehelligt folgen, doch lehrreicher Schauder bleibt nicht aus. Bild: Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Identität ist kein Wort, sondern eine Frage

Sonntag, 30 September 2007

Eine Tagung an der Schlesischen Universität von Kattowitz befaßt sich mit ihr und den in Schlesien möglichen Anworten

Im Vorlesungssaal der Katholisch-Theologischen Fakultät der Schlesischen Universität in Kattowitz fand ein Symposium zum Thema „Wer bin ich: Pole, Deutscher oder Schlesier? Die Problematik der Identität und des Nationalbewußtseins der Bewohner Schlesiens“ statt.

Von: Gregor Ploch (KK)

Was alles liegt auf dem „steinigen Weg von der symbolischen Zusammenarbeit zu einem gemeinsamen Alltag“! Ernst Wilhelm Nay: „Ketten und Karten“. Bild: Auktionshaus Lempertz

Versehrung und Verständigung

Sonntag, 30 September 2007

Deutsche und tschechische Jugendliche setzen sich für die verfallene Wallfahrtskirche Maria Stock ein

„Im Dunkel einer verlassenen Kirche setzen wir Licht-Zeichen unseres Glaubens als Ausdruck der Hoffnung.“ Das wünschten sich neben 50 deutschen und tschechischen auch einige slowakische Jugendliche sowie viele Erwachsene in Maria Stock/Skoky bei Luditz/Zlutice im Kreis Karlsbad/Karlovarsko in Tschechien beim Festival „LichtZeichen“.

Von: Markus Bauer (KK)

Jugendliche Unbeschwertheit vermag viel: in der Kunst der Renée Sintenis, in der Musik wie – das ist zu hoffen – in der Wirklichkeit der europäischen Beziehungen: „Knabe mit Querflöte“. Bild: Auktionshaus Lempertz

Eine starke Frau

Sonntag, 30 September 2007

Der Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen für das Jahr 2007 wurde der Oberschlesierin Renata Schumann verliehen

Dreißig Jahre, also eine menschliche Generation lang, wird jetzt der Kulturpreis des Landes Niedersachsen verliehen. Mit der im Jahr 1977 geschaffenen Auszeichnung sollen Leistungen von Kunstschaffenden gewürdigt werden, die entweder selbst aus Schlesien stammen oder deren auszuzeichnendes Werk Bezüge zu Schlesien aufweist.

Von: Joachim Sobotta (KK)

Sicht und Durchsicht

Sonntag, 30 September 2007

Böhmische Tradition mit europäischer Dimension in Rheinbach

Die Gewinner des diesjährigen internationalen Wettbewerbs um den Rheinbacher Glaskunstpreis wurden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Beisein des Schirmherrn Michael Breuer MdL, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen, bekanntgegeben.

Von: Dieter Göllner (KK)

Transparenz des Materials und Dichte der künstlerischen Aussage: Vojtech Starosta. Bild: der Autor

„Niemand sah deine einsame Verklärung“

Sonntag, 30 September 2007

Dem Künstler und Dichter Joseph Hahn zum 90. Geburtstag

Es gab nicht nur Franz Kafka in der sogenannten Prager deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts, sondern auch andere bedeutende Autoren, etwa Werfel, Brod, Kisch, Perutz, Urzidil. Der letzte lebende Repräsentant dieser glanzvollen, von den Nationalsozialisten vernichteten deutsch-jüdischen Kuliur ist Joseph Hahn, der 90 Jahre alt wurde.

Von: Thomas B. Schumann (KK)

 

Kunstgeschäft macht Kunstgeschichte

Sonntag, 30 September 2007

Und umgekehrt: Die Auktionen des Hauses Lempertz bieten jedes Jahr neue Beispiele für die spannungsreiche Wechselbeziehung

Das vorrangige Interesse von Auktionshäusern, der kaufmännischen Unternehmen, liegt naturgemäß auf dem finanziellen Gebiet. Auch die Pressenachricht Juni 2007 des Kölner Auktionshauses Lempertz beginnt wie folgt: „Der große Erfolg für die Auktionen Moderne und Zeitgenössische Kunst führte zu einem Gesamtergebnis von über 14,5 Millionen Euro, einem der besten Resultate für die beiden Sparten.

Von: Günther Ott (KK)

 

Fern von allem, was der Tourist unter Strand und Meer versteht, nahe an den Brüchen, die sich in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auftaten: Karl Schmidt-Rottluffs „Frau in den Dünen“ (1914). Bild: Auktionshaus Lempertz

Aus Empathie muß in den Schulen Wissen werden

Sonntag, 30 September 2007

Aus Empathie muß in den Schulen Wissen werden. Der BdV reagiert auf die Ankündigung der nordrhein-westfälischen Schulministerin zu Flucht und Vertreibung als Unterrichtsthema

Der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Hans-Günther Parplies, hat Schulministerin Barbara Sommer für ihre Aussage gedankt, sie wolle  Sorge tragen, daß über Flucht und Vertreibung im Unterricht informiert wird.

Von: (KK)

 

Das Gegenüber von einst fürs Miteinander nutzen

Sonntag, 30 September 2007

Ausstellungspremiere in Polen: Gegenüberstellung von polnischem Königtum und Deutschem Orden auf der Marienburg

„Imagines Postestatis“, Insignien der Macht des polnischen Königtums und des Deutschen Ordens, in einer Ausstellung gemeinsam zu präsentieren ist ein schwieriges Unterfangen. Die Leitung der Marienburg hatte sich damit ein hohes Ziel gesteckt.

Von: Udo Arnold (KK)

Die Marienburg zwischen hell (der Kreuzgang im Hochschloß) …

Das erinnerte Kind

 Sonntag, 30 September 2007

Margot Ehrich: Mädchenlied. Erzählungen. Rimbaud Verlag (Rimbaud Taschenbuch Nr. 58), Aachen 2007, 112 S., 15 Euro

Zweiter Weltkrieg, Vertreibung und Flucht bilden den Stoff, aus dem die aus ihrer böhmischen Heimat als Kind vertriebene Margot Ehrich ihre Erzählungen, die Chronik ihres Lebens webt. „Es ist so lange her, sagen die Leute, daß du nicht vergessen kannst!“

Von: Julia Schiff (KK)

 
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