Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1259

Nachgetragenes Vertrauen

Donnerstag, 10 Juli 2008

In Rumänien, zumal im siebenbürgischen Hermannstadt, haben sich sächsische Politiker bewährt und sollen es auch weiter tun

Am 1. Juni fanden in ganz Rumänien Kommunalwahlen statt. Gespannt war man auf die Ergebnisse in Stadt und Kreis Hermannstadt. In der Stadt mit rund 170000 Einwohnern und einem deutschen Bevölkerungsanteil von nur noch einem Prozent regiert seit nunmehr acht Jahren ein Vertreter der deutschen Minderheit, Bürgermeister Klaus Johannis.

Von: Gustav Binder (KK)

Große Brüder, doch beobachten sie nicht, sondern lassen sich beobachten – und wählen: Martin Bottesch (vorn) und Klaus Johannis an der Fassade des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt. Foto: Konrad Klein

Ein „schicklicher Ort“ gesucht

Donnerstag, 10 Juli 2008

Sudetendeutscher Tag in naher Zukunft in Böhmen?

Die Idee war vom Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, MdEP Bernd Posselt, sowie dem Geschäftsführer des Adalbert Stifter Vereins, Dr. Peter Becher, in den vergangenen Jahren schon angesprochen worden: ein Sudetendeutscher Tag in naher Zukunft in Böhmen. Die Junge Aktion der Ackermann-Gemeinde nahm den Faden auf und bot beim Sudetendeutschen Tag die Veranstaltung „Sudetendeutscher Tag 2011 in Nordböhmen?

Von: Markus Bauer (KK)

Demokratie ist nicht, wenn alle reden, sondern, wenn alle nachdenken. Bernd Posselt, der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, hofft, daß das kleine Wunder „noch im Laufe meiner Amtszeit geschieht“. Bild: Ackermann-Gemeinde

Die weite Welt im Warthebruch

Donnerstag, 10 Juli 2008

Der Hang zum Exotischen, der Blick auf die Weltgeschichte und ein Schuß Selbstironie prägten die Namen zahlreicher Ortschaften

Besucher des Warthebruchs südlich von Landsberg an der Warthe, heute Gorzow, das Friedrich der Große trockenlegen ließ, haben sich früher beim Anblick der Ortsschilder nicht selten die Augen gerieben. Sie staunten nicht schlecht, denn sie konnten in Sumatra frühstücken und in Maryland zu Abend essen.

Von: Werner Bader (KK)

Synonym für das Gegenteil der weiten Welt,
 

Die Intelligenz der „Nicht-Intellektuellen“

Donnerstag, 10 Juli 2008

Eine deutsch-polnische Tagung befaßt sich mit der Identität der Oberschlesier jenseits von Vorurteilen und Stereotypen

An der Schlesischen Universität zu Kattowitz fand eine interdisziplinäre deutsch-polnische Tagung zum Thema „An der Kulturgrenze Europas. Gesellschaftspolitische Transformationsprozesse in Oberschlesien und ihre Folgen“ statt.

Von: Gregor Ploch (KK)

Als sei der Zwiespalt einer ganzen Region Gestalt geworden – der Musentempel mutet an wie eine Fabrik: Theater in Kattowitz auf einer Fotografie der Zwischenkriegszeit

Dach für die Seele

Donnerstag, 10 Juli 2008

Rußlanddeutsche Katholiken suchen in Deutschland danach

In der Aussiedlerseelsorge heisst es jetzt nicht mehr: „Wo können wir euch helfen?“, sondern: „Wir brauchen euch!“ Das war die übereinstimmende Meinung bei der Jahreskonferenz der Beauftragten und Ansprechpartner der deutschen Bistümer für die Seelsorge an den deutschen Katholiken aus den GUS-Staaten im Würzburger Burkardushaus.

Von: Norbert Matern (KK)

Bewährt sich der hier gewachsene Glaube? Ust-Solicha 1988. Bild: Westkreuz-Verlag

Preuß alias Proisinene

Donnerstag, 10 Juli 2008

Wie es der deutschen Königsbergerin gelang, Königsbergerin zu bleiben

Gerda Preuß wurde 1921 in Königsberg in der Luisenstraße geboren, wuchs heran und verblieb auch nach 1945 stets in der Stadt. Nach der Wende wurde sie natürlich oft gefragt, wie das sein konnte. Dann pflegte sie zu berichten: Nach 1991 kamen immer häufiger gutgekleidete Leute nach Kaliningrad.

Von: Gerolf Fritsche (KK)

Einen alten Baum verpflanzt man nicht, heißt es, und auch ein junger wurzelt gern in seinem angestammten Boden. Zeichnung von Alfred Birnschein. Bild: der Künstler

Manager des Technologietransfers im 18. Jahrhundert

Donnerstag, 10 Juli 2008

Olaf Schmidt-Rutsch (Hg.): Friedrich Wilhelm Graf von Reden (1752–1815). Beiträge zur Frühindustrialisierung in Oberschlesien und an der Ruhr. (LWL-Industriemuseum, Quellen und Studien, Band 15) Klartext Verlag, Essen [2008], 111 S., 12 Euro

Zu den bekannten und wichtigen preußischen Persönlichkeiten in der schlesischen Geschichte gehört der Bergbaubeamte Friedrich Wilhelm Graf von Reden. Mit seiner hervorragenden fachlichen Ausbildung wurde er 27jährig 1779 als Oberbergamtsdirektor nach Breslau gesandt.
 

Von: Stephan Kaiser (KK)

 

Georg-Dehio-Buchpreis 2008

Donnerstag, 10 Juli 2008

Der Georg-Dehio-Buchpreis 2008 des Deutschen Kulturforums östliches Europa geht an Richard Wagner für sein Gesamtwerk und an Andreas Kossert für sein Buch „Ostpreußen. Geschichte und Mythos“.

Die Jury sprach den mit 12000 Euro dotierten Hauptpreis dem Schriftsteller Richard Wagner zu. 1952 im rumänischen Banat geboren, gehört Wagner zu den produktivsten und vielseitigsten Schriftstellern seiner Generation.
 

Von: (KK)

 

Historische Fehlangaben sind keine Schönheitsfehler

Donnerstag, 10 Juli 2008

Elisabeth Zöller: Wir hatten trotzdem Glück. Geschichte einer Flucht. Fischer-Verlag, Frankfurt am Main 2008, 200 Seiten

Dieses Jugendbuch behandelt das Schicksal einer Familie aus dem schlesischen Breslau. Mit viel Glück gelingt es Eltern und Kindern, die Strapazen der Flucht aus der fest eingeschlossenen Stadt und auch die Schrecken der NS-Diktatur wie der sowjetischen Besetzung Sachsens zu überstehen und bis nach Niedersachsen zu gelangen.
 

Von: Rüdiger Goldmann (KK)

 

Bei kritischer Betrachtung

Donnerstag, 10 Juli 2008

Heute hatte ich meinen nostalgischen Tag, und also habe ich in Velhagens und Klasings Monatsheften gelesen, alten Jazz gehört und im familiären Nachlaß meiner Eltern gestöbert.
In einer mit Seide ausgeschlagenen Schatulle meiner Mutter, unter Postkarten und Briefen, fanden sich zahlreiche alte Fotos, darunter auch eine Daguerreotypie: ein handtellergroßes hochformatiges Stückchen Blech, auf dem ein vergilbtes Passepartout klebte.

 

Von: Theodor Weißenborn (KK)

Was bergen, was verbergen, was weisen, was beweisen sie, wer versteht die „Sprache der Dinge“, wie sie Winfried Tonner gemalt hat? Bild: Kunstforum Ostdeutsche Galerie

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