Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1265

Museale Lebendigkeit

Montag, 10 November 2008

In Minden und in Wesel präsentiert das Land Nordrhein-Westfalen seinen Bezug zur preußischen Vergangenheit

Die Preußenmuseen zu Wesel und Minden zeigen unter dem Titel „Grimms Mädchen“ eine Ausstellung mit Frauendarstellungen aus dem umfangreichen Werk des Beuys-Schülers Alfred Grimm. Zu sehen sind Zeichnungen, Gouachen sowie Arbeiten in Acryl und Öl, die Porträts meist jüngerer Frauen – alleine, als Paar oder in der Gruppe.

Von: Dieter Göllner (KK)

Eine ehemalige Defensionskaserne in Minden (links) und ein ehemaliges Proviantmagazin der Festungszitadelle in Wesel (oben rechts): Das Bundesland Nordrhein-Westfalen bekennt sich stilecht zu seinen preußischen Wurzeln. Bilder: der Autor

Waldschrat und grüner Prophet

Montag, 10 November 2008

Das Münchner Haus des Deutschen Ostens präsentiert Gusto Gräser

Im Haus des Deutschen Ostens München wurde in Zusammenarbeit mit dem Gusto-Gräser-Archiv in Freudenstein eine besondere Ausstellung eröffnet. Unter dem Titel „Von Schwabing zum Berg der Wahrheit. Gusto Gräser – ein grüner Philosoph und Prophet aus Siebenbürgen“ wird zum 50. Todestag an Leben, Werk und Zeit  des Wegbereiters der Grünen erinnert.

Von: (KK)

 

Bankrotteur der Wende

Montag, 10 November 2008

Ungarn ist der Umschwung vom Gulasch-Kommunismus zum Global-Kapitalismus gründlich mißlungen

Der Kleinstaat Island hat das Wort Staatsbankrott selbst verwendet, um seine Position vor einem Abgrund zu beschreiben. Ungarn ist kein Kleinstaat und hat vielleicht vor allem deshalb bisher auch das Wort Staatsbankrott nicht gebraucht.

Von: Dietmar Stutzer (KK)

 

Vom Klassenkampf der Genossen gegen die Volksgenossen

Montag, 10 November 2008

Vladimir Votypka: Böhmischer Adel. Familiengeschichten. Böhlau-Verlag, Wien 2007. 383 Seiten, 24,90 Euro

Der tschechische Journalist Vladimir Votypka hat schon drei Bücher über den „böhmischen“ Adel geschrieben. Das Werk, das jetzt in deutscher Übersetzung bei Böhlau erschienen ist (leider recht verspätet ins Deutsche übertragen), beschränkt sich auf die Adelsfamilien, die seiner Meinung nach abstammungsmäßig dem tschechischen Volk zuzurechnen sind oder sich zu ihm bekennen.

Von: Rüdiger Goldmann (KK)

 

Früchte des „Mutes, sich zu erinnern“

Montag, 10 November 2008

Margot Ehrich: Komm nach Madagaskar. Rimbaud Verlag, Aachen 2008. 106 S., 15 Euro

Bereits der Titel des neuesten Erzählbandes von Margot Ehrich spricht eine Einladung zu Abenteuern in einem fernen, wenig bekannten Land aus, wie der Tierfilm „Madagaskar“, der in den Kreisen der jungen Filmbesucher unlängst großen Widerhall fand.

Von: Julia Schiff (KK)

 

Polnisches Nachdenken und Gedenken in Breslau

Montag, 10 November 2008

Durch den bekannten schlesischen Autor Günter Elze wurde ich auf das Buch „Friedhöfe des alten Breslau“ von Marek Burak und Halina Okolska aufmerksam. Es erschien 2007 im Verlag des Breslauer Architekturmuseums, umfaßt 350 Seiten und wurde mit Förderung durch die Deutsche Sozialkulturelle Gesellschaft Breslau in die deutsche Sprache übersetzt.

Von: Sigismund Freiherr von Zedlitz (KK)

 

Literarhistorisches Vermächtnis

Montag, 10 November 2008

Arno Lubos: Literatur Schlesiens – Aufsätze und Vorträge. Literarische Landschaften. Herausgegeben im Auftrag der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen von Frank-Lothar Kroll, Band 9. 165 S., broschiert, Verlag Duncker & Humblot, Berlin 2007, 34 Euro. Der Band ist zu beziehen über den Buchhandel oder über die Kulturstiftung, Kaiserstraße 113, 53113 Bonn, Telefon 0228/91512-0, kulturstiftung@t-online.de.

Aus der geplanten Sammlung für seine Arbeit exemplarischer, gleichwohl z.T. noch unveröffentlichter Aufsätze und Vorträge wurde unversehens eine Gedenkschrift

Von: (KK)

 

„Damahaft“

Montag, 10 November 2008

Hans Dama: Zeitspanne. Gedichte aus 5 Jahrzehnten. Verlag Pollischansky (office@verlag-pollischansky.at), Wien 2008. 70 S., 14,50 Euro

Nach dem Prosaband „Unterwegs“ (2003) und dem halben Dutzend Gedichtbänden seit 1980 erscheint in diesem Jahr von dem im Banater Großsanktnikolaus geborenen und in Wien beheimateten Wissenschaftler und Autor der Lyrikband „Zeitspanne“.

Von: Dieter Michelbach (KK)

 

Prosa in unser aller Präsens

Montag, 10 November 2008

Dem diesjährigen Georg-Dehio-Preisträger Richard Wagner gerecht werden kann man nur, indem man ihn liest, wir besprechen ihn trotzdem

„Es ist zwar kein Krieg mehr, aber es ist privater Krieg. Jeder hat seinen persönlichen Krieg. (…) Das ist das Gesetz. Das ungeschriebene Gesetz des Lebens.“

Von: Georg Aescht (KK)

Zwischen Rosa Luxemburg und Gerhart Hauptmann

Montag, 10 November 2008

Konrad Haenisch, sozialdemokratischer Journalist und Politker, war zugleich ein devoter Bewunderer des schlesischen Dichters

Der Name Konrad Haenisch (1896–1925) wird den Hauptmann-Freunden kaum bekannt sein. Der sozialdemokratische Journalist und Politiker, ein Verehrer des Dichters, zeitweise preußischer Kultusminister, hielt eine Rede auf der Berliner Feier zum 60. Geburtstag.

Von 1919 bis 1924 gibt es einen Briefwechsel zwischen ihnen (Staatsbibliothek GH BrNL, 76 Blatt), zweimal besuchte Haenisch auf Einladung den Wiesenstein, im August 1920 und Dezember 1921 (nicht in der „Chronik“ registriert).

Von: H. D. Tschörtner (KK)

Allzu durchsichtig ist der Spachtel auf der Tischecke – und daran, daß die beiden Bildhälften übereinandergestellt eine Statue ergeben, erkennt selbst ein dem Dichter weniger Ergebener als Konrad Haenisch, daß Gerhart Hauptmann stets auch am eigenen Standbild arbeitete. Th. Th. Heine hat mit seiner spitzen Feder daran gekratzt. Bild: Archiv

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