Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1266

Kunstverwandtschaften

Sonntag, 30 November 2008

Joseph von Eichendorff und Marie-Luise Salden im Hauptmann-Haus

Im Düsseldorfer Gerhart-Hauptmann-Haus ist derzeit eine Reminiszenz an den schlesischen Dichter Joseph Freiherr von Eichendorff (1788–1857) zu sehen, mit der das Museum für schlesische Landeskunde von Königswinter-Heisterbacherrott unter dem Motto „O Täler weit, o Höhen …“ an den weltweit bekannten Dichter erinnert.

Von: (KK)

Alles fließt, um zur Form zu finden: Farbholzschnitt von Marie-Luise Salden. Bild: Dieter Göllner

Willentlich oder unwillentlich: fremd

Sonntag, 30 November 2008

Bamberg gedenkt seines „flüchtigen“ Bürgers E.T.A. Hoffmann

Ein Glückstag war der 8. September 1808 eigentlich nicht, an dem E.T.A. Hoffmann, bis 1806 im Unheilsgefolge der polnischen Teilungen noch preußischer Regierungsrat zuerst im zentralpolnischen Plock, dann in Warschau, in Bamberg eintraf.

Von: Dietmar Stutzer (KK)

Kritischer Blick aufs eigene Profil: Selbstporträt. Bild: Archiv

Heimat und Arbeit und die Suche danach

Sonntag, 30 November 2008

Die Gemeinschaft für deutsch-polnische Verständigung folgt den Spuren der Suchenden von Oberschlesien bis an die Ruhr

Mehr als 60 meist junge Tagungsteilnehmer aus Oberschlesien und Deutschland versammelten sich vom 23. bis zum 26. Oktober im niederrheinischen Kleve, um beim Herbstforum der Gemeinschaft für deutsch-polnische Verständigung (gdpv) auf die Suche nach Spuren von Oberschlesiern und Polen in Nordrhein-Westfalen zu gehen.

Von: Gregor Ploch (KK)

 

Bedauerliches Mißverständnis

Sonntag, 30 November 2008

In meinem Beitrag „Kulturnation Deutschland in dürftiger Zeit“ in der „Kulturpolitischen Korrespondenz“ 1265 vom 10. November 2008 habe ich für die Zeit des zwölfjährigen NS-Regimes in Deutschland unter dem Gesichtspunkt der ganzen mehr als tausendjährigen deutschen Geschichte den je nach Interpretation unpassenden Ausdruck „Entgleisung“ gebraucht.


Von: Eberhard G. Schulz (KK)

 

Klare Kunst, trübe Geschichte

Sonntag, 30 November 2008

Kulturtagung des BdV NRW widmet sich Simon Dach und Carl Gotthard Langhans ebenso wie dem Drama der Sudetendeutschen

Gesungen wurde es diesmal zwar nicht, das bekannte Lied „Ännchen von Tharau“. Aber dank des Vortrages von Prof. Dr. hab. Wladimir Gilmanov aus Königsberg erlebten die Teilnehmer der diesjährigen Landeskulturtagung des Bundes der Vertriebenen in Nordrhein-Westfalen eine interessante Neuinterpretation der Liebeshymne.

Von: Dieter Göllner (KK)

Simon Dachs barocke Inständigkeit kann auch heute vermittelt werden: Wladimir Gilmanow. Bild: der Autor
 

„Scham als gemeinsame Chance“

Sonntag, 30 November 2008

Aber auch die ist im deutsch-polnischen Verhältnis vertan, sobald oberflächliche Friedfertigkeit historischer Aufrichtigkeit das Wort verbietet

Deutsch-polnische Begegnungen und Gespräche finden zurzeit allerorts in verschiedenen Gruppierungen statt, und das ist ein Zeichen der Hoffnung. Wie anders war das noch vor zwanzig Jahren – Reiseverbot, Kontaktverbot, Verbote, über die historische Wahrheit zu reden.

Von: Renata Schumann (KK)

Wirklichkeitssplitter, zur – künstlerischen – Wahrheit zusammengesetzt nach dem „Farbschlüssel“ der Luisa Schatzmann

Geographisch, historiographisch, dialogisch

Sonntag, 30 November 2008

Kulturzentrum Ostpreußen Ellingen und Westpreußisches Landesmuseum Münster beleben die Kulturszene von Graudenz

Zwei Sonderschauen waren im Museum der Stadt Graudenz in Westpreußen zu sehen. Zahlreiche originale historische Landkarten und Stadtansichten enthält die Sonderschau „Entlang der Weichsel und der Memel“ des Ellinger Kulturzentrums Ostpreußen. Gleichzeitig beherbergte das Museum die Ausstellung „Auf zu neuen Ufern – 25 Künstler im Dialog mit der Danziger Tapisserie“ des Westpreußischen Landesmuseums Münster.

Von: Manfred E. Fritsche (KK)

Graudenz, wie es leibt und lebt – und ragt: Ansicht der historischen Altstadt. Bilder: der Autor

Glasklare Jubiläen Steinschönauer Gedenkens

Sonntag, 30 November 2008: Alter: 2 yrs

In Rheinbach wird die Glasfachschule 60 und das von den „Freunden edlen Glases“ gegründete Glasmuseum 40 Jahre alt

Mit der Ansiedlung deutscher Glasveredler aus Nordböhmen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben worden waren, begann sich Rheinbach als „Stadt des Glases“ zu entwickeln. Es entstand ein wirtschaftlicher Schwerpunkt der Glasindustrie, der im Jahre 1948 die Eröffnung der Glasfachschule in Rheinbach – heute Staatliches Berufskolleg Glas, Keramik und Gestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen – und des Glasmuseums im Jahre 1968 zur Folge hatte.

Von: (KK)

„Schale“ (1952/53) von Oswald Lippert (leicht gemuldete Kristallglasschale). Bild: Dieter Göllner

Mode ist auch, wenn man’s trotzdem macht

Sonntag, 30 November 2008

Polen und die DDR glichen sich bei allen Unterschieden auch darin, daß die so mächtigen Behörden selbst gegen Kleider machtlos waren

In Polen wie in der DDR war Jugendmode eine zutiefst politische Angelegenheit und ein Indikator der differenzierten Situation in den beiden Gesellschaften. 2008 wurde im Polnischen Institut Leipzig eine Studie vorgestellt, die dies analysiert.

Von: Arkadiusz Luba (KK)

Der Krampf der Lockerheit, der Zwang zur Ungebundenheit, der Individualismus in der Imitation: Jugendliche gleichen einander darin, daß sie anders sein wollen. Bild: Henry Maitek
 

Herbstliche Lese zum Selberlesen

Sonntag, 30 November 2008

Dietmar Scholz: Blätter im Herbst. Gedichte. Beurenia-Verlag, Beuren 2008; Wilder Wein. Gedichte. Beurenia-Verlag, Beuren 2008

„Ein Anblick von heute und morgen / ist nicht der selbe Blick.“ Mit diesen zwei Gedichtzeilen formuliert Dietmar Scholz eine allgemeine und zugleich persönliche Erfahrung: die Wandelbarkeit und Veränderung alles Lebendigen – es bleibt nichts, wie es ist.

Von: Albert Gnädinger (KK)

 
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