Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1266

Bedauerliches Mißverständnis

Sonntag, 30 November 2008

In meinem Beitrag „Kulturnation Deutschland in dürftiger Zeit“ in der „Kulturpolitischen Korrespondenz“ 1265 vom 10. November 2008 habe ich für die Zeit des zwölfjährigen NS-Regimes in Deutschland unter dem Gesichtspunkt der ganzen mehr als tausendjährigen deutschen Geschichte den je nach Interpretation unpassenden Ausdruck „Entgleisung“ gebraucht.


Von: Eberhard G. Schulz (KK)

 

Klare Kunst, trübe Geschichte

Sonntag, 30 November 2008

Kulturtagung des BdV NRW widmet sich Simon Dach und Carl Gotthard Langhans ebenso wie dem Drama der Sudetendeutschen

Gesungen wurde es diesmal zwar nicht, das bekannte Lied „Ännchen von Tharau“. Aber dank des Vortrages von Prof. Dr. hab. Wladimir Gilmanov aus Königsberg erlebten die Teilnehmer der diesjährigen Landeskulturtagung des Bundes der Vertriebenen in Nordrhein-Westfalen eine interessante Neuinterpretation der Liebeshymne.

Von: Dieter Göllner (KK)

Simon Dachs barocke Inständigkeit kann auch heute vermittelt werden: Wladimir Gilmanow. Bild: der Autor
 

„Scham als gemeinsame Chance“

Sonntag, 30 November 2008

Aber auch die ist im deutsch-polnischen Verhältnis vertan, sobald oberflächliche Friedfertigkeit historischer Aufrichtigkeit das Wort verbietet

Deutsch-polnische Begegnungen und Gespräche finden zurzeit allerorts in verschiedenen Gruppierungen statt, und das ist ein Zeichen der Hoffnung. Wie anders war das noch vor zwanzig Jahren – Reiseverbot, Kontaktverbot, Verbote, über die historische Wahrheit zu reden.

Von: Renata Schumann (KK)

Wirklichkeitssplitter, zur – künstlerischen – Wahrheit zusammengesetzt nach dem „Farbschlüssel“ der Luisa Schatzmann

Geographisch, historiographisch, dialogisch

Sonntag, 30 November 2008

Kulturzentrum Ostpreußen Ellingen und Westpreußisches Landesmuseum Münster beleben die Kulturszene von Graudenz

Zwei Sonderschauen waren im Museum der Stadt Graudenz in Westpreußen zu sehen. Zahlreiche originale historische Landkarten und Stadtansichten enthält die Sonderschau „Entlang der Weichsel und der Memel“ des Ellinger Kulturzentrums Ostpreußen. Gleichzeitig beherbergte das Museum die Ausstellung „Auf zu neuen Ufern – 25 Künstler im Dialog mit der Danziger Tapisserie“ des Westpreußischen Landesmuseums Münster.

Von: Manfred E. Fritsche (KK)

Graudenz, wie es leibt und lebt – und ragt: Ansicht der historischen Altstadt. Bilder: der Autor

Glasklare Jubiläen Steinschönauer Gedenkens

Sonntag, 30 November 2008: Alter: 2 yrs

In Rheinbach wird die Glasfachschule 60 und das von den „Freunden edlen Glases“ gegründete Glasmuseum 40 Jahre alt

Mit der Ansiedlung deutscher Glasveredler aus Nordböhmen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben worden waren, begann sich Rheinbach als „Stadt des Glases“ zu entwickeln. Es entstand ein wirtschaftlicher Schwerpunkt der Glasindustrie, der im Jahre 1948 die Eröffnung der Glasfachschule in Rheinbach – heute Staatliches Berufskolleg Glas, Keramik und Gestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen – und des Glasmuseums im Jahre 1968 zur Folge hatte.

Von: (KK)

„Schale“ (1952/53) von Oswald Lippert (leicht gemuldete Kristallglasschale). Bild: Dieter Göllner

Mode ist auch, wenn man’s trotzdem macht

Sonntag, 30 November 2008

Polen und die DDR glichen sich bei allen Unterschieden auch darin, daß die so mächtigen Behörden selbst gegen Kleider machtlos waren

In Polen wie in der DDR war Jugendmode eine zutiefst politische Angelegenheit und ein Indikator der differenzierten Situation in den beiden Gesellschaften. 2008 wurde im Polnischen Institut Leipzig eine Studie vorgestellt, die dies analysiert.

Von: Arkadiusz Luba (KK)

Der Krampf der Lockerheit, der Zwang zur Ungebundenheit, der Individualismus in der Imitation: Jugendliche gleichen einander darin, daß sie anders sein wollen. Bild: Henry Maitek
 

Herbstliche Lese zum Selberlesen

Sonntag, 30 November 2008

Dietmar Scholz: Blätter im Herbst. Gedichte. Beurenia-Verlag, Beuren 2008; Wilder Wein. Gedichte. Beurenia-Verlag, Beuren 2008

„Ein Anblick von heute und morgen / ist nicht der selbe Blick.“ Mit diesen zwei Gedichtzeilen formuliert Dietmar Scholz eine allgemeine und zugleich persönliche Erfahrung: die Wandelbarkeit und Veränderung alles Lebendigen – es bleibt nichts, wie es ist.

Von: Albert Gnädinger (KK)

 

Gegen „staatliche“ Publizistik

Sonntag, 30 November 2008

Renovabis und das evangelische Hilfswerk „Hoffnung für Osteuropa“ verliehen erstmals gemeinsam den „Journalistenpreis Osteuropa 2008“. Ausgezeichnet wurden im Münchner Presseclub drei junge Journalistinnen aus Ungarn, Polen und Bosnien-Herzegowina.


Von: Norbert Matern (KK)

 

Zum Tode von Albrecht Baehr

Sonntag, 30 November 2008

Am 22. 10. 2008 starb der Rundfunkjournalist Albrecht Baehr. 1917 in Breslau geboren, kam er nach seinem Kriegsdienst schließlich zum Südwestdeutschen Rundfunk, der ja durch seinen Intendanten Friedrich Bischoff die Tradition des Breslauer Rundfunks fortsetzte.


Von: Eberhard G. Schulz (KK)

 

Er hat märkischen Wäldern ein Licht aufgesteckt

Sonntag, 30 November 2008

Walter Leistikows Abstraktion mißfiel dem Kaiser, seine Konkretion fasziniert Kunstliebhaber auch heute, derzeit im Bröhan-Museum Berlin

So wie Hermann Löns als Dichter der Lüneburger Heide bekannt wurde – obwohl er doch im westpreußischen Kulm geboren wurde und in Deutsch Krone aufwuchs –, so wurde auch Walter Leistikow als Maler der märkischen Seen- und Kiefernlandschaften um Berlin bekannt, obwohl er in Bromberg geboren wurde.

Von: Barbara Kämpfert (KK)

Ob die Sonne auf- oder untergeht, alles, was Flügel hat, fliegt auf ihren Strahl. Ein Klischee spricht jedoch nicht gegen ein schönes Bild wie diese Zeichnung Walter Leistikows. Bild aus der Ausstellung

  Seite 1 von 2 Nächste Seite »