Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1279

Hauptstadt und Kopfzerbrechen

Donnerstag, 20 August 2009

Fünfkirchen/Pécs wird 2010 europäische Kulturkapitale, kapital allerdings sind einstweilen nur die damit verbundenen Probleme

Am Széchenyi tér sind kaleidoskopisch fast alle wichtigen architektonischen Spuren dieser Stadt versammelt: die auf den Ruinen einer christlichen Kirche erbaute Moschee des Paschas Gasi Khasim als größtes erhaltenes Zeugnis der Türkenherrschaft in Ungarn, eine zu österreichisch-ungarischen Zeiten im 18. Jahrhundert errichtete Dreifaltigkeitssäule sowie die Häuser wohlhabender donauschwäbischer und jüdischer Bürger der späten k. u. k. Ära.

Von: Martin L. Schmidt (KK)

Daß in Südungarn die Schwäbische Türkei liegt, erfaßt man auf dem Fünfkirchener Hauptplatz mit einem Blick auf die katholischen, magyarischen und türkischen Zeugnisse: Dreifaltigkeitssäule, König Stefan, Moschee. Bilder: der Autor

Gemeinsame Angstüberwindung

Donnerstag, 20 August 2009

In Danzig geriet sie zur Revolution: Rita Süssmuth und Lech Walesa sprechen über Solidarnosc und Solidarität

Die Ereignisse in Polen vom August 1980, die Gründung von Solidarnosc und die Gespräche am Runden Tisch 1989 stellen einen Wendepunkt in der europäischen Nachkriegsgeschichte dar.

Von: Arkadiusz Luba (KK)

Hehre Symbole als Touristentalmi in Danzig. Bild: Chrisofer Herrmann
 

Freiheit hinter Gittern – in der Gefängnisbibliothek

Donnerstag, 20 August 2009

In der DDR-Haft haben „Rotlichtbestrahlung“ und „Seelenfilzung“ Jörg Bernhard Bilke erst eigentlich zum politischen Menschen gemacht

„Am 9. September 1961 wurde ich auf dem Karl-Marx-Platz in Leipzig verhaftet und verurteilt zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus", so geht der Gast im Münchener Haus des Deutschen Ostens gleich in medias res.

Von: Susanne Habel (KK)

„Naiv, wie ich war“, ist er längst nicht mehr: Jörg Bernhard Bilke. Bild: Herbert Fischer

Wo die Schiffe über fünf Berge fahren

Donnerstag, 20 August 2009

Der denkmalwürdige Oberländische Kanal, ein wasserbautechnisches Meisterwerk des 19. Jahrhunderts, soll restauriert werden – zum Teil

Im Jahre 2003 regte Hans-Jürgen Schuch, der Vorsitzende der Truso-Vereinigung, in Elbing vor dem polnischen Stadtrat an, den Oberländischen Kanal mit seinen Geneigten Ebenen (Rollbergen) und Schleusen in die Liste des Weltkulturerbes eintragen zu lassen, die von der UNESCO betreut wird.

Von: Hans-Jürgen Schuch (KK)

Man braucht keine Berge zu versetzen, wenn Schiffe übersetzen können: Die „Pfeil“ ganz auf der Höhe, um 1940. Bild: Truso-Archiv

Google Earth avant la lettre

Donnerstag, 20 August 2009

Breslau im Luftbild der Zwischenkriegszeit

Das Herder-Institut, das an der Universität Marburg angesiedelt ist und sich der Erforschung der Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas widmet, zeigt im Haus Schlesien, Königswinter-Heisterbacherrott, eine interessante Fotodokumentation zur Stadt Breslau.

Von: Dieter Göllner (KK)

Stadion in Zimpel/Sepolno, errichtet 1925–1929
 

Menetekel après la lettre

Donnerstag, 20 August 2009

Das Polarlicht über Mitteleuropa am 21. August 1939

In den späten Abendstunden des 21. August 1939 erschien über dem Nachthimmel Mitteleuropas ein mächtiges Polarlicht. In tiefem Rot stand es bis zum Morgen am nördlichen Horizont, am besten sichtbar in den Nordregionen Osteuropas, über den Karpaten, im gesamten Alpenraum und über den böhmischen und deutschen Mittelgebirgen bis zur Eifel und bis zu den Ardennen.

Von: D. S. (KK)

 

Baltisch, praktisch, gut

Donnerstag, 20 August 2009

Sommer-Studien für junge Esten, Letten, Russen und Deutsche

Ein Baltisches Sommer-Studien-Seminar findet vom 21. bis zum 28. August 2009 in Karlamuiza/Karlsruhe – Karlshof, Lettland, statt.

Teilnehmer sind estnische, lettische und russische sowie deutsche Studenten. Eine Woche verbringen die Balten, Russen und Deutschen gemeinsam auf einem ehemaligen deutschen Gutshof in Lettland.
 

Von: Babette v. Sass (KK)

 

„Für die Einfachheit“

Donnerstag, 20 August 2009

Vertreibung in tschechischen Publikationen

Reichenberg war zeitweise die zweitgrößte Stadt in Böhmen und gehörte mit Aussig zu den größten sudetendeutschen Städten. Zu den einschneidendsten historischen Ereignissen in seiner Geschichte gehört die Vertreibung der angestammten deutschen Bevölkerung.

Von: Rüdiger Goldmann (KK)

 

Siedlungen als Segen einer ganzen Landschaft

Donnerstag, 20 August 2009

Mychailo Kostiuk: Die deutschen Kolonien in Wolhynien. Wiesentheid 2006. Bezugsadresse: Nikolaus Arndt, Weg am Fuchsstück 2, 87353 Wiesentheid. 15 Euro 

Der Hitler-Stalin-Pakt, Holocaust, Umsiedlung und Vertreibung haben die pittoreske und mannigfaltige Vielvölkerkultur im Osten Europas unwiederbringlich zerstört. Um so begrüßenswerter ist daher die deutsche Übersetzung und Herausgabe der 1999 an der Universität Lwiw/Lemberg verteidigten Dissertation des ukrainischen Historikers Mychailo Kostiuk durch den „Historischen Verein Wolhynien".
 

Von: (KK)

 

Die schöpferischen „Gewissensbisse, daß man überlebt hat“

Donnerstag, 20 August 2009

Ulrich Schmidt: Die neun Leben des Adam Zielinski. Wieser Verlag, Klagenfurt 2009. 402 S., 21 Euro 

Die Geschichte zumal des 20. Jahrhunderts quillt über von Geschichten, die jede gängige literarische Form sprengen. chicksale von Menschen, Städten, Ländern, Landschaften sind dramatisch durcheinandergewirbelt, um und um gebrochen, zerbrochen worden, Leben ist millionenfach ausgelöscht worden und hat ebenso millionenfach widerstanden, kein Stein ist auf dem anderen, kein Wort, kein Begriff ist sich selbst gleich geblieben.
 

Von: Georg Aescht (KK)

 
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