Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1280

„Irgendwo gibt’s soviel Himmel, wie die Zwiebel Häute hat“

Donnerstag, 10 September 2009

Martin Rosswog, Ulla Lachauer: Menschen an der Memel. Mit einem einführenden Text von Ulla Lachauer, Photographie und Tagebuchtexte: Martin Rosswog. Begleitpublikation zur Ausstellung „Der kleine Frieden. Aufbruch an der Memel". Edition Braus, Heidelberg o. J., 120 S., 35 Euro

In der Pförtnerloge der Zellulosefabrik in Sowjetsk, dem verschütteten ostpreußischen Tilsit, hängt eine martialische Jacke in Tarnfarben, in der auch der starke Mann Putin gesteckt haben könnte, die Rückwand aber ziert eine Panoramatapete mit lieblichem Meerblick.

Von: Georg Aescht (KK)

 

Schatzkammer voller Schönheit und Schroffheit

Donnerstag, 10 September 2009

Dittmar Dahlmann: Sibirien vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Schöningh Verlag, Paderborn 2009. 438 S., 39,90 Euro 

Rund 130 Seiten Anmerkungen, Literaturangaben, Register und Zeittafel belegen die Gründlichkeit, mit der sich Dittmar Dahlmann, Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Bonn, mit der „wirtschaftlichen Schatzkammer" Sibirien, dem Land der Extreme, beschäftigt hat. Zwar geht es mehr um die Geschichte, vor allem die des Kommunismus, die Gegenwart kommt verhältnismäßig kurz zur Sprache. Der Autor liebt das Land der Gegensätze von Schönheit und Schroffheit.

Von: Norbert Matern (KK)

 

Was am Lilienberg alles blüht

Donnerstag, 10 September 2009

Unter dem Leitwort „Rückschau und Ausblick" ist das HDO-Journal 2009, die Zeitschrift des Hauses des Deutschen Ostens in München, erschienen. Direktor Dr. Ortfried Kotzian geht im Editorial der Zeitschrift auf die Bedeutung der Jubiläums- und Gedenkjahre 2008 und 2009 ein und stellt den Zusammenhang zur Aufgabenstellung des Hauses des Deutschen Ostens als Kultur-, Bildungs- und Begegnungseinrichtung her.

Von: (KK)

 

Solidarische Solidität

Donnerstag, 10 September 2009

60 Jahre Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland. Grundzüge seiner Geschichte. Herausgegeben von Hans-Werner Schuster. München 2009, 128 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. 7,90 Euro plus Versandkosten. Bestellung an den Verband, Karlstraße 100, 80335 München, Fax: 089/236609-15, info@siebenbuerger.de.

In ihrer 850jährigen Geschichte haben die Siebenbürger Sachsen ein Gemeinwesen entwickelt, das mit dem Wohl des einzelnen auch das Wohl der Gemeinschaft förderte.

Von: (KK)

 

Bauen – aber worauf?

Donnerstag, 10 September 2009

Der Plan zum Wiederaufbau des Eichendorffschen Schlosses in Lubowitz gestaltet sich mangels historischer Grundlage als Farce

Seit vielen Jahren wirbt das Oberschlesische Eichendorff-Kultur- und -Begegnungszentrum in Lubowitz (künftig abgekürzt: Lubowitzer Zentrum) für den „Wiederaufbau" des Schlosses, in dem am 10. März 1788 Joseph Freiherr von Eichendorff geboren wurde.

Von: Franz Heiduk (KK)

Postkarte als Wunschzettel: So soll das Eichendorff-Schloß ausgesehen haben, wünschen sich die Planer, nur ist dieses Bild schlicht eine Erfindung. Bild: der Autor

Hochleistungskünstler poetisch-epischer Weisheit

Donnerstag, 10 September 2009

Gespräch mit Wilhelm von Sternburg, dem Autor einer neuen Biographie über den großen Joseph Roth

U. S.: Joseph Roth war Jude, Katholik, Monarchist und vor allem ein begnadeter Schriftsteller, innerlich also sehr zerrissen. Von welcher Warte aus sind Sie an ihn herangegangen?

Von: Ulrich Schmidt (KK)

 

Junge Germanistik als späte Gerechtigkeit

Donnerstag, 10 September 2009

Der Klausenburger Kongreß der rumänischen Germanisten gerät zur vielfältigen Schau verflossener Vielfalt

Die rumänische Germanistik war schon vor der Wende in Osteuropa führend und ist es bis heute geblieben. Ein lebendiges Beispiel dafür bieten auch die Jubiläumsveranstaltungen, gewidmet 20 Jahren deutsch-rumänischer kultureller Zusammenarbeit.

Von: Ingmar Brantsch (KK)

 

Rollenwechsel im Görlitzer Schönhof

Donnerstag, 10 September 2009

Künstlerinnen in Schlesien um 1880 bis 1945

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich Kunsthistoriker, Verlage, Galerien und Museen häufig mit dem Leben und Werk von Künstlerinnen befaßt. Man fragte nach spezifisch weiblichen Positionen in der bildenden Kunst und untersuchte aus sozialgeschichtlicher Sicht die gesellschaftliche Rolle der Frauen im Kunstbetrieb.

Von: (KK)

 

Von der Identität des deutschen Volkes

Donnerstag, 10 September 2009

Gedanken im Anschluß an den Tag der Heimat

Zur Identität eines Volkes gehören mehrere Elemente. Da ist zunächst die durch die gemeinsame Volkszugehörigkeit bedingte Gemeinsamkeit der geschichtlichen Überlieferung und des geschichtlichen Erlebens. Das Gewicht der geschichtlichen Überlieferung hängt natürlich ab vom Bildungsniveau. Die Wirksamkeit des zeitgeschichtlichen Erlebens ist dagegen abhängig von den Einschnitten, die die Ereignisse der Zeitgeschichte bei den einzelnen Bürgern hinterlassen haben.

Von: Eberhard Günter Schulz (KK)

Vernunft sollte sich von selbst verstehn: das Kant-Denkmal vor der Universität Königsberg/Kaliningrad. Bild: der Autor

Entwurzelte Statuen

Donnerstag, 10 September 2009

Die Königsberger Standbilder Immanuel Kants und Friedrichs I. haben eine dunkle Zeitgeschichte, die im noch Dunkleren endet

Marion Gräfin Dönhoff, die in diesem Jahr 100 geworden wäre, versicherte immer wieder, daß die von Christian Daniel Rauch geschaffene und 1857 bei Hermann Gladenbeck in Berlin-Friedrichshagen gegossene Bronzestatue Immanuel Kants in Königsberg auf dem Paradeplatz vor der Neuen Universität nach dem britischen Luftangriff am 30. August 1944 von ihr „auf Wunsch des Königsberger Kulturbetreuers im Herbst 1944 ohne den Sockel in Friedrichstein in Empfang genommen und im Park an sicherer Stelle aufgestellt" worden sei.

Von: Heinrich Lange (KK)

Verhüllt wie die neue, von Marion Gräfin Dönhoff initiierte Kant-Statue vor der Universität Königsberg/Kaliningrad (vgl. S. 3) bei ihrer feierlichen Einweihung im Jahre 1992 beschwört diese in ihren Erinnerungen auch die Geschichte des Originals von Christian Daniel Rauch. Bild: der Autor

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