Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1289

Hüter eines versehrten Grals

Mittwoch, 10 März 2010

An der selbstgestellten Aufgabe, die Eichendorff-Gedenkstätten in und um Lubowitz zu erhalten, hat sich Leonhard Wochnik aufgerieben

In dem nachgelassenen Gedicht „Der verspätete Wanderer“ fragt Joseph von Eichendorff sich am Ende seines Lebens erschrocken: „Wo werde ich wohl sein im künftgen Lenze?“ Auch Leonhard Wochnik, der bekannte und allseits geschätzte Hüter der Eichendorff-Stätten in Lubowitz, wird sich dies in letzter Zeit manchmal gefragt haben, als er seine Kräfte schwinden und das Ende herannahen fühlte.

Von: Norbert Willisch (KK)

Bild: der Autor

Adel unterrichtet

Mittwoch, 10 März 2010

Zum Ritter wurde man hier nicht geschlagen, sondern ausgebildet: Museum der Ritterakademie in Liegnitz eröffnet

Am 27. November 2009 wurde im Südflügel des Ritterakademiegebäudes zu Liegnitz das neue Museum der Ritterakademie feierlich eröffnet. Es ist eine Filiale des nur einen Steinwurf entfernten Liegnitzer Kupfermuseums. Der Gründung dieser ehemaligen Ausbildungsstätte des schlesischen Adels im Jahre 1708 durch Kaiser Josef I. war zum 300jährigen Jubiläum 2008 in zwei Symposien gedacht worden.

Von: Sigismund Freiherr von Zedlitz (KK)

Fürwahr „feudal“: die Ritterakademie Liegnitz
 

Der Europäer, an und für sich

Mittwoch, 10 März 2010

Im Rahmen der kulturhauptstädtischen Veranstaltungen zeigt das Museum Stadt Königsberg Duisburg eine Ausstellung über Immanuel Kant

Einer der Sammlungs-Schwerpunkte des Museums Stadt Königsberg in Duisburg ist dem Philosophen Immanuel Kant gewidmet. Der 1724 in Königsberg geborene und 1804 ebenda verstorbene Aufklärer nimmt unter den Denkern der Neuzeit eine Vorreiterstellung ein.

Von: Dieter Göllner (KK)

Ikone des aufgeklärten Denkens: Bildnis Immanuel Kants, Künstler unbekannt
 

Die Stunde der Frauen

Mittwoch, 10 März 2010

Die Flucht vor der Roten Armee 1945

Gewöhnlich ist ein 65. Jahrestag kein Anlaß für ein besonderes Gedenken. Aber bei durch ihre Furchtbarkeit einschneidenden Ereignissen und historischen Vorgängen ist es schon angebracht, das seinerzeit Geschehene wieder ins Gedächtnis zu rufen. An manches kann man sich gar nicht zu oft erinnern, weil es gilt, in der zivilisierten Menschheit ähnliche Vorgänge künftig auszuschließen.

Von: Eberhard Günter Schulz (KK)

Die Farben verschwimmen, die Erinnerung bleibt, diffus, jedoch intensiv: Wolf Röhricht, Fischerboot am Meer
 

Kunst zum Trinken

Mittwoch, 10 März 2010

Akquisition einer Glassammlung im Schlesischen Museum zu Görlitz

Das Schlesische Museum hat eine wertvolle Sammlung schlesischen Glases erworben. Bei einer Veranstaltung am 25. Februar stellte Museumsdirektor Markus Bauer die 35 Gläser der Öffentlichkeit vor. Sie stammen aus der Zeit vom späten 17. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Er dankte der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Kulturstiftung der Länder, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Förderverein des Schlesischen Museums, die den Kaufpreis aufgebracht haben.

Von: (KK)

Auf die Gesundheit! Fußbecher mit Ansicht von Warmbrunn in Transparentmalerei
auf opakem Grund. Warmbrunn um 1850

Das Wasser gibt der Farbe Kraft

Mittwoch, 10 März 2010

Wolf Röhrichts eindrucksvolle Aquarelle in Königswinter

Das Werk des 1953 verstorbenen schlesischen Malers Wolf Röhricht weist eine große Vielfalt auf: Zeichnungen, Lithographien, Holzschnitte und Ölgemälde. Doch galt sein besonderes Interesse von Beginn an dem Aquarell. In seiner künstlerischen Biographie spielte es eine besondere Rolle. So entwickelte er während seiner 40jährigen künstlerischen Tätigkeit eine spezielle Technik, die seinen Aquarellen eine einzigartige Ausdruckskraft verleiht.

Von: (KK)

Strenger Blick, sanfte Farbe: Selbstbildnis 

Ob Menschen und Bücher noch leben? Erkundungsfahrt in die Ukraine

Mittwoch, 10 März 2010
Das Augsburger Bukowina-Institut plant auch in diesem Jahr eine Studienreise, diesmal mit Schwergewicht Ukraine. Von Memmingen geht der Flug am 1. Juni nach Kiew. Von dort führt die mit 14 Tagen bisher längste Reise über das ehemalige Rußland-Deportationsgebiet um Saporosche auf die Krim (drei Tage mit Jalta, Sewastopol/Hafenrundfahrt), Simferopol, Bachtschisarai, dann nach Odessa, Tiraspol, Chisinau und die Weinkeller in Krikowa (Republik Moldawien), Czernowitz/Ukraine, Kloster Moldowitza und Kurbad Dorna Watra (Rumänien).

Von: (KK)

 

In Königsberg blühten die Kürbisse

Mittwoch, 10 Februar 2010

Der barocken Blüte der Poesie an den Gestaden des Pregel widmete die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen eine Tagung

Das „Ännchen von Tharau“ kennt ein jeder, daß sein Schöpfer weit über 1000 Lieder schrieb, ist heute aus dem öffentlichen Bewußtsein jedoch verschwunden. Simon Dach, 1605 in Memel geboren und 1659 hochgeehrt als Professor für Poesie an der Königsberger Universität gestorben, hat in seinem für heutige Verhältnisse kurzen Leben viel bewirkt.

Von: Erika Kip (KK)

Bild: Gräfe 

Literatur und Kunst

Mittwoch, 10 März 2010

Was man alles nicht gesehen hat – oder haben will

Harald Hauswald und Lutz Rathenow halten auch heute die Augen offen für die Landschaften, die dann blühen sollten und nicht recht wollten

Die DDR-Bürgerrechtsbewegung hat nur wenige veröffentlichte Bücher und Dokumente vorzuweisen, die vor der Geschichte Bestand haben.

Von: Hans Krech (KK)

Nur der Jüngste übt sich nicht in Fatalismus vor dem flachen Abgrund: Blick nach drüben 

Die Kirche hatte es schwer vor lauter „Kraft durch Freude“

Mittwoch, 10 Februar 2010
Vier Kirchengrundstücke hatte Bauleiter Koller in die Pläne für die neue Volkswagenstadt eingezeichnet, aber es kam zunächst ganz anders. Im September 1940 wurde bei einer Sitzung im Reichskirchenministerium entschieden: Auf persönlichen Wunsch des Führers „sollten nicht mehr nur der Neubau von Kirchen unterbunden, sondern auch kirchliche Umbauten verhindert werden“. Die neue Stadt sollte eine NS-Musterstadt werden, in welcher jeder kirchliche Einfluß auszuschalten war und in der sich die Lebensordnung des Nationalsozialismus widerspiegeln sollte.

Von: Norbert Matern (KK)

 
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