Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1291

Literatur und Kunst

Dienstag, 20 April 2010

An der schönen trüben Donau

An diesem Strom hängt vieles, was gar nicht an ihm liegt, sagt der Donauländer, Banater und Berliner Richard Wagner

EU-Strategien gibt es viele, trotzdem: „Nichts ist so populär wie der Euro und so unpopulär wie die EU.“ Hat er etwa unrecht – der im Banat geborene und in Berlin lebende Schriftsteller Richard Wagner?

Von: Ingeborg Szöllösi (KK)

Scharf der Blick, auch über die Brille: Richard Wagner
 

Väterchen Stalin

Dienstag, 20 April 2010
Überraschungen bringt die Bukarester Vierteljahresschrift „Memoria“ für viele Leser durch die Veröffentlichung bzw. den Nachdruck eines Beitrags von Dorin Dobrincu  über den Diktator Stalin und die Vorbereitungen für die Wahlen in Rumänien im Jahre 1946.

Von: Luzian Geier (KK)

 

Sanftmütige Fremdheit

Dienstag, 20 April 2010
Es gibt auch in Zeiten, da wir oftmals nicht wissen, wo aus noch ein in unserer Bedrängnis, eine Wohltat, die leider nicht oft genug wahrgenommen wird: diskrete Kunst, zurückhaltende, verhaltene Literatur. Letztere, zwischen Buchdeckeln und auf hellem Papier diskret schon per se, hat es besonders schwer, an jene zu kommen, denen sie gilt, die sie meint. Es ist ein merk-würdiges Erlebnis, in einem Buch zu lesen, das nicht an einen herantritt, das nicht an einem zieht und zerrt, wie es die vielen Medien tun, mit denen wir in selbstverschuldeter Bedrängnis leben.

Von: Georg Aescht (KK)

 

Verschattung bourgeoisen Glanzes

Dienstag, 20 April 2010

Peter Spiro: Nur uns gibt es nicht wieder. Erinnerungen.  Edition Memoria, Hürth 2010. 160 Seiten, 29,80 Euro. Bestellung bei Thomas B. Schumann, Kiefernweg 11, D-50354 Hürth, Telefon und Fax 0 22 33-6 72 82

Es handelt sich hier umd die Erinnerungen von Peter Spiro, dem 1918 geborenen Sohn des Malers Eugen Spiro (1874 Breslau – 1972 New York), an seinen einst berühmten Vater und seine weitverzweigte jüdische Familie, der z. B. die Künstler Balthus und Pierre Klossowski entstammten, ferner Reminiszenzen an Gerhart Hauptmann und Hans Purrmann, an Hiddensee und Salem, die goldenen Zwanziger Jahre und das bittere Exil – ein berührendes Dokument einer untergegangenen Welt, verfaßt von einem der letzen Zeitzeugen.
 

Von: (KK)

 

Zerbrechliche bleibende Werte

Dienstag, 20 April 2010

Tiefenfurter Porzellan im Haus Schlesien

Mit seiner neuen Ausstellung erinnert das Museum Haus Schlesien in Königswinter-Heisterbacherrott an den Porzellanort Tiefenfurt, der einst den Kreisen Görlitz und Bunzlau zugeordnet war und auf dessen Poststempel stand: „Tiefenfurter Porzellan ist weltbekannt“. Vom 16. Mai bis zum 29. August 2010 zeigt das Museum die bisher größte Ausstellung mit Tiefenfurter Porzellanen, für die 1930 sogar die damals bekannte Schauspielerin Lil Dagover in einer Firmenanzeige warb.

Von: Gerhard Schmidt-Stein (KK)

Kaffekanne aus der Porzellanfabrik P. Donath
 

Zwiesprachler

Dienstag, 20 April 2010

Der Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung für Autoren aus dem Ausland, die deutsch schreiben

Einen würdigeren Rahmen als die Allerheiligenhofkirche der Münchner Residenz hätte die Robert Bosch Stiftung nicht wählen können, um den von ihr zum 26. Mal ausgelobten Adelbert-von-Chamisso-Preis zu verleihen.

Von: Hans Gärtner (KK)

 

Bücher und Medien

Dienstag, 20 April 2010

Schicksal, kartographisch

Bei deutschen Bürgerinnen und Bürgern wird der Begriff „Vertreibung“ vielfach immer noch mit der millionenfachen Flucht und zwangsweisen Aussiedlung der Deutschen aus den früheren Ostprovinzen und den Sudetenländern assoziiert. Verständlich ist das bei denjenigen, die diese Geschehnisse am eigenen Leibe erfahren mußten, allerdings werden das immer weniger.

Von: Karlheinz Lau (KK)

 

Der BdV ist so alt wie NRW jung

Dienstag, 20 April 2010

Die Delegierten der 52. Landesversammlung des Bundes der Vertriebenen (BdV), Landesverband NRW e.V., warteten jüngst mit einer Überraschung auf. Bei den turnusgemäß anstehenden Vorstandswahlen schenkten sie der mittleren Generation großes Vertrauen und entsandten sechs Vorstandsmitglieder um die 30 in den elfköpfigen Landesvorstand.

Von: (KK)

 

Die Schwäbische Türkei und die Spannweite Europas

Dienstag, 20 April 2010
2010 stellen Deutschland, Ungarn und die Türkei die Kulturhauptstädte Europas: Essen, Pécs/Fünfkirchen und Istanbul. Die Tatsache, daß alle drei europäischen Kulturhauptstädte über einen deutschen Namen verfügen (Konstantinopel allerdings dem Griechischen entlehnt), zeigt die Verbindung der jeweiligen Regionen mit deutscher Kultur und Geschichte.

Von: (KK)

 

Der Deutsche Orden und die polnische Erinnerung

Dienstag, 20 April 2010

Gleich zweimal reist der Hochmeister Bruno Platter im Sommer ins ehemalige Ordensland

Der Hochmeister des Deutschen Ordens, Generalabt Dr. Bruno Platter (Wien), fliegt im Juli zweimal nach Ostpreußen. Am 3. Juli wird bei Allenstein ein Gedenkstein für den ersten ermländischen Bischof, den Bruder des Deutschen Ordens Anselm (1250–1278), errichtet und feierlich geweiht. 500 Jahre waren er und seine Nachfolger geistliche und weltliche Landesherrn des Hochstiftes Ermland, bis es 1772 an Preußen fiel.

Von: Norbert Matern (KK)

Wehrhafte Pracht und würdige Grablege: Im Dom von Marienwerder werden demnächst drei Hochmeister des Deutschen Ordens bestattet
 

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