Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1291

Zerbrechliche bleibende Werte

Dienstag, 20 April 2010

Tiefenfurter Porzellan im Haus Schlesien

Mit seiner neuen Ausstellung erinnert das Museum Haus Schlesien in Königswinter-Heisterbacherrott an den Porzellanort Tiefenfurt, der einst den Kreisen Görlitz und Bunzlau zugeordnet war und auf dessen Poststempel stand: „Tiefenfurter Porzellan ist weltbekannt“. Vom 16. Mai bis zum 29. August 2010 zeigt das Museum die bisher größte Ausstellung mit Tiefenfurter Porzellanen, für die 1930 sogar die damals bekannte Schauspielerin Lil Dagover in einer Firmenanzeige warb.

Von: Gerhard Schmidt-Stein (KK)

Kaffekanne aus der Porzellanfabrik P. Donath
 

Zwiesprachler

Dienstag, 20 April 2010

Der Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung für Autoren aus dem Ausland, die deutsch schreiben

Einen würdigeren Rahmen als die Allerheiligenhofkirche der Münchner Residenz hätte die Robert Bosch Stiftung nicht wählen können, um den von ihr zum 26. Mal ausgelobten Adelbert-von-Chamisso-Preis zu verleihen.

Von: Hans Gärtner (KK)

 

Literatur und Kunst

Dienstag, 20 April 2010

An der schönen trüben Donau

An diesem Strom hängt vieles, was gar nicht an ihm liegt, sagt der Donauländer, Banater und Berliner Richard Wagner

EU-Strategien gibt es viele, trotzdem: „Nichts ist so populär wie der Euro und so unpopulär wie die EU.“ Hat er etwa unrecht – der im Banat geborene und in Berlin lebende Schriftsteller Richard Wagner?

Von: Ingeborg Szöllösi (KK)

Scharf der Blick, auch über die Brille: Richard Wagner
 

Väterchen Stalin

Dienstag, 20 April 2010
Überraschungen bringt die Bukarester Vierteljahresschrift „Memoria“ für viele Leser durch die Veröffentlichung bzw. den Nachdruck eines Beitrags von Dorin Dobrincu  über den Diktator Stalin und die Vorbereitungen für die Wahlen in Rumänien im Jahre 1946.

Von: Luzian Geier (KK)

 

Sanftmütige Fremdheit

Dienstag, 20 April 2010
Es gibt auch in Zeiten, da wir oftmals nicht wissen, wo aus noch ein in unserer Bedrängnis, eine Wohltat, die leider nicht oft genug wahrgenommen wird: diskrete Kunst, zurückhaltende, verhaltene Literatur. Letztere, zwischen Buchdeckeln und auf hellem Papier diskret schon per se, hat es besonders schwer, an jene zu kommen, denen sie gilt, die sie meint. Es ist ein merk-würdiges Erlebnis, in einem Buch zu lesen, das nicht an einen herantritt, das nicht an einem zieht und zerrt, wie es die vielen Medien tun, mit denen wir in selbstverschuldeter Bedrängnis leben.

Von: Georg Aescht (KK)

 

Verschattung bourgeoisen Glanzes

Dienstag, 20 April 2010

Peter Spiro: Nur uns gibt es nicht wieder. Erinnerungen.  Edition Memoria, Hürth 2010. 160 Seiten, 29,80 Euro. Bestellung bei Thomas B. Schumann, Kiefernweg 11, D-50354 Hürth, Telefon und Fax 0 22 33-6 72 82

Es handelt sich hier umd die Erinnerungen von Peter Spiro, dem 1918 geborenen Sohn des Malers Eugen Spiro (1874 Breslau – 1972 New York), an seinen einst berühmten Vater und seine weitverzweigte jüdische Familie, der z. B. die Künstler Balthus und Pierre Klossowski entstammten, ferner Reminiszenzen an Gerhart Hauptmann und Hans Purrmann, an Hiddensee und Salem, die goldenen Zwanziger Jahre und das bittere Exil – ein berührendes Dokument einer untergegangenen Welt, verfaßt von einem der letzen Zeitzeugen.
 

Von: (KK)

 

Der realistische Visionär

Dienstag, 20 April 2010

Horst Teltschik zu Helmut Kohls Verdiensten um die Wiedervereinigung

Nicht alltägliche Einblicke in die Jahre und Monate vor dem Mauerfall im November 1989 und der folgenden deutschen Wiedervereinigung erhielten Multiplikatoren der Ackermann-Gemeinde, der Jungen Aktion und des Sozialwerks der Ackermann-Gemeinde. Auf dessen Einladung schilderte Professor Dr. h.c. Horst Teltschik, Vize-Kanzleramtschef unter Bundeskanzler Helmut Kohl, anhand seiner Erlebnisse die Entwicklungen in der zweiten Hälfte der 80er Jahre.

Von: Markus Bauer (KK)

Horst Teltschik bei seinen Ausführungen. Links von ihm die stellvertretende Bundesvorsitzende der Ackermann-Gemeinde, Dorothea Schroth, rechts Bundesvorsitzender Adolf Ullmann und Monsignore Dieter Olbrich, Mitglied im Bundesvorstand der Ackermann-Gemeinde
 

Sachliche Begeisterung

Dienstag, 20 April 2010

In memoriam Professor Dr. Wilfried Schlau

Am Gründonnerstag, dem 1. April, hat Professor Dr. Wilfried Schlau in Friedrichsdorf bei Bad Homburg vor der Höhe den Lauf seines Lebens vollendet. Am 27. April 1917 in Welikij-Ustjuk in Rußland geboren, war er als Sohn eines Schuldirektors in der kurländischen Provinzhauptstadt Mitau aufgewachsen. Studiert hat er in Wien und Stuttgart-Hohenheim und leistete fünf Jahre Kriegsdienst.
 

Von: Eberhard Günter Schulz (KK)

Bild: Archiv
 

Sächsisch, böhmisch, europäisch

Dienstag, 20 April 2010

Für Historiker sind diese Zuordnungen längst kein Problem, zeigt das Leipziger Podium der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Abgrenzung, nicht Kooperation stand an den Anfängen der sächsisch-böhmischen Wissenschaftsbeziehungen: Als im Jahre 1409 König Wenzel IV. – nicht zuletzt auf Betreiben von Jan Hus – mit dem „Kuttenberger Dekret“ das Stimmenverhältnis in den Gremien der Prager Universität zugunsten der böhmischen Nation veränderte, antworteten hierauf viele der Gelehrten und Studenten, vor allem Deutsche, mit dem Auszug aus der Universität.

Von: Ernst Gierlich (KK)

Leipzig liest – aber was? Lektürehinweise kamen auch von diesem Podium: (v.l.) Milan Jerábek, Kristina Kaiserová, Frank-Lothar Kroll, Ilona Scherm
 

Vom Gedenken zum Nachdenken

Dienstag, 20 April 2010

Die bundesgeförderten Einrichtungen zur Pflege deutscher Kultur im östlichen Europa präsentieren sich – ganz und gar nicht museal

Großartige Präsentationen der über den Kulturparagraphen 96 des Bundesvertriebenengesetzes geförderten Institutionen und Museen in der Bundesrepublik Deutschland und intensive Auseinandersetzungen mit den Zielen und Formen der Arbeit in diesen Einrichtungen prägten die 2. Studientagung des Hauses des Deutschen Ostens München in der Bildungsstätte Heiligenhof in Bad Kissingen zum Thema „Deutsche Kultur im Osten Europas und ihre Einrichtungen – reif fürs Museum?“.
 

Von: Ortfried Kotzian (KK)

Leipzig liest – aber was? Lektürehinweise kamen auch von diesem Podium: (v.l.) Milan Jerábek, Kristina Kaiserová, Frank-Lothar Kroll, Ilona Scherm
 

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