Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1298

Die Gezeiten des freiheitlichen Geistes

Freitag, 10 September 2010

Die Pressegeschichte der pommerschen Provinzhaupt- stadt Stettin ist ein Abbild der Geburtswehen einer modernen Öffentlichkeit

Zu Zeiten, da man sich vor Börsennachrichten kaum noch retten kann, ist es vielleicht angebracht, an andere zu erinnern: Vor 175 Jahren erschien am 14. August 1835 die erste Ausgabe der „Börsen-Nachrichten der Ost-See“ als „Allgemeines Journal für Schiffahrt, Handel und Industrie jeder Art“.

Von: Hans-Gerd Warmann (KK)

Der Bau nicht gerade bescheiden, die Werbung nicht gerade geschickt, dahinter aber stand der Wille zu einem demokratisch verfaßten Gemeinwesen
 

Mythologische Bastelstuben

Freitag, 10 September 2010

Wie aus den Kriegern von Tannenberg nationale Wackeldackel wurden oder Des Pudels polnischer und deutscher Kern

Zunächst eine Klarstellung: Das historische Schlachtfeld liegt zwischen den drei ostpreußischen Dörfern Tannenberg, Ludwigsdorf und Grünfelde – Grünfelde hei ßt auf polnisch Grunwald, Ludwigsdorf Lodwigowo und Tannenberg Stebark. Die Polen sprechen stets von der „Schlacht von Grunwald“.

Von: Sigismund Freiherr von Zedlitz (KK)

Flagge als Fanal: das erbeutete Banner des Hochmeisters, nach einer Zeichnung von Jan Dlugosz 
 

„Grenzgänger“ gehen weiter

Freitag, 10 September 2010

Die Robert Bosch Stiftung unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin Autoren bei den Recherchen für deutschsprachige Veröffentlichungen, die Mittel-, Ost- und Südosteuropa als Thema grenzüberschreitend und für ein breites Publikum aufbereiten.

Von: (KK)

 

An der Wupper Nogat und Memel beschworen

Freitag, 10 September 2010

„Kleines Ostpreußenfest“ auf Schloß Burg

Das diesjährige „Kleine Ostpreußenfest“ der in Nordrhein-Westfalen ansässigen Landsleute hat auf Schloß Burg an der Wupper im Gedenken an die Volksabstimmung vor 90 Jahren stattgefunden. Die Bewohner der Abstimmungsgebiete Ost- und Westpreußens waren nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages damals aufgerufen, sich an die Wahlurnen zu begeben, um über die staatliche Zugehörigkeit ihrer Heimat zu entscheiden.

Von: Dieter Göllner (KK)

 

„Das Liebste und das Sterben“

Freitag, 10 September 2010

Der schlesische DDR-Schriftsteller Günter Görlich ist tot

Am 14. Juli 2010 verstarb in einem Hospiz in Berlin-Lichtenberg der DDR-Schriftsteller Günter Görlich. Geboren am 6. Januar 1928 in der schlesischen Hauptstadt Breslau, wurde er 1944 noch als Flakhelfer eingezogen und geriet 1945 in sowjetrussische Gefangenschaft. Aus dem Kriegsgefangenenlager im nördlichen Ural, wo er im Steinkohlebergbau eingesetzt war, kehrte er 1949 nach Ostberlin zurück, wurde zunächst Bauarbeiter und 1950 „Volkspolizist“.

Von: Jörg Bernhard Bilke (KK)

 

Märchenonkel, frei von Onkelhaftigkeit

Freitag, 10 September 2010

Zum Tod des generationenübergreifenden Erzählers Josef Holub

Es war nur ein kurzer Nachruf in der Fellbacher Zeitung vom 12. Juli: „Der bekannte Jugendbuchautor Josef Holub aus Großerlach-Grab ist jetzt nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren gestorben.“ Welch einen Verlust sein Tod aber für die Literatur bedeutet, wird man erst später ermessen können.

Von: Eckhard Scheld (KK)

Bild: der Verlag 

Literatur und Kunst

Freitag, 10 September 2010

Bodenlos ist der doppelte Boden

George Saiko hat in Wien die Nazis überlebt, jetzt lebt
die Erinnerung an ihn wieder auf

Ein ewiges Rätsel der Geistesgeschichte ist, wie das eine in Vergessenheit gerät, das andere wiederaufersteht, womit Menschen ebenso gemeint sind wie Bücher. Englisch prägnant wurde dies zum geflügelten Wort: „Some books are undeservedly forgotten, non are undeservedly remembered.“ (Manche Bücher werden zu Unrecht vergessen, zu Unrecht in Erinnerung gerufen werden keine.)

Von: Krzysztof Fedorowicz, Izabela Taraszczuk (KK)

Das Foto ist schlecht, das Bild ist gut. Und erst die Blicke…
 

Verortet: deutsche Literatur

Freitag, 10 September 2010

Eine Ausstellung über Gedenkorte der deutschsprachigen Literatur in Südosteuropa wurde im September 2009 im Fünfkirchner Lenau-Haus eröffnet. András F. Balogh, Dozent am Germanistischen Institut der Loránd-Eötvös-Universität Budapest, hatte die Idee und auch die Initiative ergriffen, diese Orte unter die Lupe zu nehmen und sie anhand eines Registers systematisch aufzuarbeiten.
 

Von: (KK)

 

„Carmen“ und „Rigoletto“ auf deutsch im sowjetischen Lager

Freitag, 10 September 2010

Seit einiger Zeit liegt nun der 3. Band der Karl-Kurt-Klein-Reihe vor, der im Klausenburger Universitätsverlag erschienen ist. Als Autor zeichnet der verdienstvolle Banater Germanist und Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Horst Fassel, Tübingen. Begründet wurde diese wissenschaftliche Bücherreihe im Jahr 2002 mit dem Tagungsband „Zur Geschichte des deutschsprachigen Theaters in Südosteuropa im 20. Jahrhundert“.
 

Von: Claus Stephani (KK)

 

Bücher und Medien

Freitag, 10 September 2010

Der scharfe Blick des Zeichners und der Scharfblick der Forscherin

Manch langer Weg bringt viel Ertrag. Im 18. Jahrhundert ging Friedrich Bernhard Werner (geboren 1690 in Kamenz, gestorben 1776 in Breslau) den beschwerlichen Gang durch ganz Mitteleuropa.

Von: Stephan Kaiser (KK)

 
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