Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1299

Wieviel Halt und Heimat braucht ein Mensch?

Donnerstag, 30 September 2010

Schon der titelgebende Einleitungsessay „Einen Halt suchen“ von Joachim Wittstock, dem diesjährigen Kulturpreisträger des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, wirft die siebenbürgisch-sächsische Grundfrage auf nach einem Halt im Glauben am Beispiel des Reformators und Begründers der selbständigen evangelischen Landeskirche der Siebenbürger Sachsen, Johannes Honterus (1498–1549).

Von: Ingmar Brantsch (KK)

 

Wer die Moral gepachtet hat, braucht keine Wahrheit

Donnerstag, 30 September 2010

Das hätte ein gutes Büchlein über Tschechen, Böhmen und Mähren werden können, wenn beiden Völkern der böhmischen Länder eine gerechte Würdigung zuteil geworden wäre. Das geschieht hier leider nicht, da der Verfasser Österreich­Ungarn negativ bewertet (er spricht sogar von Imperialismus und von Mißachtung der verschiedenen Nationen) und im Gegenzug die tschechoslowakische Republik eines Masaryk und Benes allzu einseitig als „Demokratie“ verklärt, die von den Diktatoren Hitler und Stalin unterworfen und von den Ententemächten Frankreich und England im Stich gelassen worden seien.
 

Von: Rüdiger Goldmann (KK)

 

Kann nicht auch freie Erfindung wahrhaftig sein?

Donnerstag, 30 September 2010

Die vergleichsweise kurze Zeitspanne von Flucht und Vertreibung der angestammten Bevölkerung aus Deutschlands Ostgebieten und aus deutschen Siedlungsgebieten vor und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat zu individuellen Erlebnisberichten in großer Zahl geführt. Aber kann nicht auch freie Erfindung wahrhaftig sein und Wahrheit enthalten?
 

Von: Stephan Kaiser (KK)


Sorge um Seelsorger

Donnerstag, 30 September 2010

Die Reihe „Arbeiten zur schlesischen Kirchengeschichte“ mit ihrem schönen blau-gelben Umschlag erscheint seit 1988 und wird vom Institut für ostdeutsche Kirchen- und Kulturgeschichte herausgegeben. In dem vorliegenden Band sind, sachlich berechtigt, zwei Untersuchungen vereinigt, die unter der Leitung von Professor Dr. Josef Pilvousek, dem bekannten Kirchenhistoriker der Katholisch- Theologischen Fakultät der Universität Erfurt, entstanden.
 

Von: Hans-Ludwig Abmeier (KK)

 

Bücher und Medien

Donnerstag, 30 September 2010

Gefallen im Krieg des Staates gegen die Bürger

Wenn sich die Sonne in den 1970er und 1980er Jahren im Westen neigte, haben viele rumänische Staatsbürger, aber auch manch ein Deutscher aus der DDR die Flucht über die Westgrenze Rumäniens gewagt. Stacheldraht und die Donau, Schießbefehl und Folter haben sie nicht abgeschreckt. Der Drang nach Freiheit war so groß, daß sie ihr Leben riskierten.

Von: (KK)

 

Ostkirche, Außenstelle West

Donnerstag, 30 September 2010

Ursprünglich für russische Kurgäste: orthodoxe Kirche Bad Ems

Mit der Hand bis zur Fußspitze verneigen sich die Gläubigen vor dem schmucken orthodoxen Gotteshaus am Lahnufer von Bad Ems, um sich dann immer wieder zu bekreuzigen.

Am Eingang der Kirche der Heiligen Märtyrerin Alexandra empfängt sie Tatjana Winter, schon an ihrem Vornamen als Deutsche aus Rußland zu erkennen.
 

Von: Norbert Matern (KK)

Jetzt versammeln sich vornehmlich Rußlanddeutsche oder deren Angehörige, ab und zu aber auch „hochpreisige“ Russen unter der vergoldeten Kuppel
 

Die Muse schaudert

Donnerstag, 30 September 2010

Dennoch haben rußlanddeutsche Erzählungen schon durch ihre Schicksalstracht poetisches Gewicht, spürte man auch am Heiligenhof

Es gibt immer noch viele Bürger, die die Rußlanddeutschen oder gar „Russen“ nur wahrnehmen, wenn in irgendeiner der Negativschlagzeilen in der Presse vom Fehlverhalten eines solchen Rußlanddeutschen oder gar mafiaähnlichen Zuständen in Zusammenhang mit ihnen berichtet wird.

Von: Gerolf Fritsche (KK)

Heimelig oder eher düster? Es lebt wohl kaum noch jemand, den man befragen kann, doch die Nachfahren der Siedler von Saratow haben auch Spiritualität aus der dortigen Klemens-Kathedrale (aufgenommen 1938) zu uns gebracht 
 

Oldenburger Bundesinstitut im deutsch-polnischen Verbund

Donnerstag, 30 September 2010

Ende September 2010 tagte der Arbeitskreis deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger im Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) in Oldenburg. Internationale Experten und Nachwuchswissenschaftler beschäftigten sich auf der diesjährigen 18. Tagung des Arbeitskreises mit der „Stadtkultur des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit in Ostmitteleuropa sowie ihrer Renaissance im 19. Jahrhundert“.

Von: (KK)

 

Wo die Heimat eine Heimstatt hat

Donnerstag, 30 September 2010

Die bayerischen Kommunen geben der ost- und sudetendeutschen Erinnerung Raum, das zeigt ein umfangreiches Verzeichnis

„Heimatstube“ oder „Haus der Heimat“ heißen meistens diejenigen „Heimatmuseen“ Bayerns, die nicht das Traditionsgut aus dem Ort, in dem sie stehen, sammeln, bewahren und ausstellen, sondern die Alltagsdinge, die durch Flucht und Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten „bayerisch“ wurden. In den wenigsten Fällen wurde das Sachkulturerbe – Riegelhauben, Rosenkränze, Rodeln oder Roßkämme – den landes-, kommunal- oder vereinseigenen Museen „einverleibt“.

Von: Hans Gärtner (KK)

Moderne Architektur im Dienste historischer Klarheit: Haus Gablonz in Kaufbeuren-Neugablonz 
 

An der jungen Donau die alte beschwören

Donnerstag, 30 September 2010

Und dabei Geschichte als museale Gegenwart gestalten: Das Donauschwäbische Zentralmuseum Ulm feiert zehnjähriges Jubiläum

„Das Donauschwäbische Zentralmuseum (DZM) besitzt, im Unterschied zu den meisten anderen Museen, keinen jahrzehntelang gewachsenen, aus persönlicher Sammelleidenschaft hervorgegangenen Objektbestand. Denn die Museumsgründung (…) beruhte seinerzeit auf einem Beschluß der Stifter: der Bundesrepublik Deutschland, des Landes Baden-Württemberg, der Stadt Ulm und der vier donauschwäbischen Landsmannschaften“, heißt es in Henrike Hampes Beitrag in der Broschüre des DZM, die anläßlich des zehnjährigen Bestehens des Museums herausgegeben wurde. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des DZM, zuständig für Ungarn.

Von: A. K.  (KK)

Ein Kahn, zwei Ruder – die Miniatur der „Ulmer Schachtel“, mit der sich seinerzeit die Auswanderer donauabwärts aufmachten, ziert diskret das Jubiläumsheft des Donauschwäbischen Zentralmuseums. Sammeln, Dokumentieren, Bewahren hat viel mit Diskretion, vor allem aber mit Intention und Intensität zu tun 
 

  Seite 1 von 2 Nächste Seite »