Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1299

Bücher und Medien

Donnerstag, 30 September 2010

Gefallen im Krieg des Staates gegen die Bürger

Wenn sich die Sonne in den 1970er und 1980er Jahren im Westen neigte, haben viele rumänische Staatsbürger, aber auch manch ein Deutscher aus der DDR die Flucht über die Westgrenze Rumäniens gewagt. Stacheldraht und die Donau, Schießbefehl und Folter haben sie nicht abgeschreckt. Der Drang nach Freiheit war so groß, daß sie ihr Leben riskierten.

Von: (KK)

 

Ostkirche, Außenstelle West

Donnerstag, 30 September 2010

Ursprünglich für russische Kurgäste: orthodoxe Kirche Bad Ems

Mit der Hand bis zur Fußspitze verneigen sich die Gläubigen vor dem schmucken orthodoxen Gotteshaus am Lahnufer von Bad Ems, um sich dann immer wieder zu bekreuzigen.

Am Eingang der Kirche der Heiligen Märtyrerin Alexandra empfängt sie Tatjana Winter, schon an ihrem Vornamen als Deutsche aus Rußland zu erkennen.
 

Von: Norbert Matern (KK)

Jetzt versammeln sich vornehmlich Rußlanddeutsche oder deren Angehörige, ab und zu aber auch „hochpreisige“ Russen unter der vergoldeten Kuppel
 

Die Muse schaudert

Donnerstag, 30 September 2010

Dennoch haben rußlanddeutsche Erzählungen schon durch ihre Schicksalstracht poetisches Gewicht, spürte man auch am Heiligenhof

Es gibt immer noch viele Bürger, die die Rußlanddeutschen oder gar „Russen“ nur wahrnehmen, wenn in irgendeiner der Negativschlagzeilen in der Presse vom Fehlverhalten eines solchen Rußlanddeutschen oder gar mafiaähnlichen Zuständen in Zusammenhang mit ihnen berichtet wird.

Von: Gerolf Fritsche (KK)

Heimelig oder eher düster? Es lebt wohl kaum noch jemand, den man befragen kann, doch die Nachfahren der Siedler von Saratow haben auch Spiritualität aus der dortigen Klemens-Kathedrale (aufgenommen 1938) zu uns gebracht 
 

Oldenburger Bundesinstitut im deutsch-polnischen Verbund

Donnerstag, 30 September 2010

Ende September 2010 tagte der Arbeitskreis deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger im Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) in Oldenburg. Internationale Experten und Nachwuchswissenschaftler beschäftigten sich auf der diesjährigen 18. Tagung des Arbeitskreises mit der „Stadtkultur des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit in Ostmitteleuropa sowie ihrer Renaissance im 19. Jahrhundert“.

Von: (KK)

 

Wo die Heimat eine Heimstatt hat

Donnerstag, 30 September 2010

Die bayerischen Kommunen geben der ost- und sudetendeutschen Erinnerung Raum, das zeigt ein umfangreiches Verzeichnis

„Heimatstube“ oder „Haus der Heimat“ heißen meistens diejenigen „Heimatmuseen“ Bayerns, die nicht das Traditionsgut aus dem Ort, in dem sie stehen, sammeln, bewahren und ausstellen, sondern die Alltagsdinge, die durch Flucht und Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten „bayerisch“ wurden. In den wenigsten Fällen wurde das Sachkulturerbe – Riegelhauben, Rosenkränze, Rodeln oder Roßkämme – den landes-, kommunal- oder vereinseigenen Museen „einverleibt“.

Von: Hans Gärtner (KK)

Moderne Architektur im Dienste historischer Klarheit: Haus Gablonz in Kaufbeuren-Neugablonz 
 

An der jungen Donau die alte beschwören

Donnerstag, 30 September 2010

Und dabei Geschichte als museale Gegenwart gestalten: Das Donauschwäbische Zentralmuseum Ulm feiert zehnjähriges Jubiläum

„Das Donauschwäbische Zentralmuseum (DZM) besitzt, im Unterschied zu den meisten anderen Museen, keinen jahrzehntelang gewachsenen, aus persönlicher Sammelleidenschaft hervorgegangenen Objektbestand. Denn die Museumsgründung (…) beruhte seinerzeit auf einem Beschluß der Stifter: der Bundesrepublik Deutschland, des Landes Baden-Württemberg, der Stadt Ulm und der vier donauschwäbischen Landsmannschaften“, heißt es in Henrike Hampes Beitrag in der Broschüre des DZM, die anläßlich des zehnjährigen Bestehens des Museums herausgegeben wurde. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des DZM, zuständig für Ungarn.

Von: A. K.  (KK)

Ein Kahn, zwei Ruder – die Miniatur der „Ulmer Schachtel“, mit der sich seinerzeit die Auswanderer donauabwärts aufmachten, ziert diskret das Jubiläumsheft des Donauschwäbischen Zentralmuseums. Sammeln, Dokumentieren, Bewahren hat viel mit Diskretion, vor allem aber mit Intention und Intensität zu tun 
 

Gepriesen, nicht angepriesen

Donnerstag, 30 September 2010

Ersteres ist selbstverständlich, letzteres nicht nötig bei den Trägern des Kulturpreises Schlesien des Landes Niedersachsen

Der diesjährige Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen wurde am 4. September im größten und schönsten Saal des altehrwürdigen Breslauer Rathauses, dem Remter, verliehen. Traditionsgemäß hatten dazu der niedersächsische Minister für Inneres und Sport gemeinsam mit dem Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien eingeladen.

Von: Horst Milde (KK)

Miteinander zufrieden: Uwe Schünemann, Arno Herzig, Marek Lapinski 
 

Die Bühne zum Bild machen

Donnerstag, 30 September 2010

Helmut Stürmer hat auf den Brettern, die die Welt bedeuten, eine eigene gestaltet

„Eine atemberaubende Neuinterpretation“; „eine der besten Aufführungen, die ich seit langer Zeit gesehen habe“; „grandioses Theaterereignis“. Uneingeschränkte Elogen der Presse für einen modernen „Faust“, vorgestellt vom Nationaltheater Sibiu (Hermannstadt, Siebenbürgen) beim Edinburgh Festival 2009. Die ungewöhnliche Inszenierung, in der freien Bearbeitung des Regisseurs Silviu Purcarete, wurde in einem Flugzeug-Hangar gespielt.

Von: Avram Rotenberg (KK)

Bild: Internet 
 

„Paris bezauberte mich“

Donnerstag, 30 Donnerstag 2010

Die so große wie strenge Käthe Kollwitz gewann dem Charme der Metropole besonderen Reiz ab

Zu seinem 25jährigen Jubiläum zeigt das Käthe Kollwitz Museum Köln in einer rund 140 Werke umfassenden Ausstellung Käthe Kollwitz im Kreise von Impressionisten und Neoimpressionisten. Käthe Kollwitz (1867–1945), eine der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, war beeindruckt von der französischen Kunstmetropole, die sie 1901 und 1904 besuchte.

Von: Kulturreport (KK)

Fragend, selbstbewußt: Selbstbildnis
 

Immerfort etwas „herauszugeben“

Donnerstag, 30 September 2010

Zum Tod des unermüdlichen Poeten und Übersetzers, Künstlers und Mitkünstlers Ludvik Kundera

Die Lebenslust des 1920 in Brünn/Brno geborenen Ludvik Kundera, Cousin des Romanciers Milan Kundera, spiegelte sich in einer Vielzahl seiner Aktivitäten. Er war Dichter, kongenialer Übersetzer, Theatermensch, Maler, leidenschaftlicher Teetrinker, aber auch Experte für alkoholische Destillate.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der junge Student Ludvik Kundera zum Arbeitseinsatz nach Berlin-Spandau verpflichtet, wo er nur knapp dem Tod entging. Erste schriftstellerische Versuche stammen bereits aus dieser Zeit.

Von: Volker Strebel (KK)

Bild: Archiv 
 

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