Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1300

Die Notwendigkeit der Wahrheit

Mittwoch, 20 Oktober 2010

Der Bund der Vertriebenen begeht den Tag der Heimat in Berlin mit der Gelassenheit, die man seinen Gegnern wünschte

„An das Leid durch Flucht und Vertreibung zu erinnern und dies als Teil der Geschichte wahrzunehmen, ohne jemals Ursache und Wirkung zu verkennen oder die Augen vor dem unvergleichbaren Leid anderer zu verschließen, ist Auftrag und Aufgabe für uns alle“, schrieb Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Grußwort zum Tag der Heimat 2010 an Erika Steinbach.

Von: Norbert Matern (KK)

Kann aus Gegensätzen ein Gesamtkunstwerk werden? Rudolf Halaczinsky: Dunkelheit und strahlendes Lich 
 

Eiserne Frömmigkeit

Micha, 20 Oktober 2010

In Danzig-Oliva versuchen Fachleute, allen Facetten der Geschichte des Deutschen Ordens gerecht zu werden

Eine internationale Tagung über „Die ‚cura animarum‘ (Seelsorge) im mittelalterlichen Deutschordensland“ fand vom 6. bis zum 9. September 2010 im Kloster der heiligen Birgitta in Danzig-Oliva/Gdansk-Oliwa statt, zum ersten Mal im ehemaligen Westpreußen, wie der Vorsitzende des veranstaltenden Instituts für ostdeutsche Kirchen- und Kulturgeschichte e.V. mit Sitz in Regensburg, Msgr. Dr. Paul Mai, in seiner Begrüßung der rund 40 Teilnehmer betonte.

Von: Werner Chrobak (KK)

Ein schicklicher Ort, Rittertum und Christentum zusammenzudenken: die Tagungsteilnehmer vor dem Birgittenkloster in Danzig-Oliva
 

Genugtuung kann schwer wiegen und schwer sein

Mittwoch, 20 Oktober 2010

„Die Securitate in Siebenbürgen“ – eine Tagung in Jena vor dem Hintergrund der Frage, ob man „untot“ steigern kann

Phantomschmerzen sind mitunter gespenstisch, aber mitnichten phantomatisch, sondern äußerst real für den, dem es weh tut. Was nicht mehr ist, kann einem ärger zusetzen als die unmittelbare Gegenwart. Denn auch was nicht mehr ist, ist nicht vergangen. Die Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts ist das Unvergangene schlechthin, und all die Hoffnungen auf ein „Ende der Geschichte“, das mit dem Ende des Kommunismus einhergehen sollte, haben sich zerschlagen.

Von: Georg Aescht (KK)

Die Securitate hat der siebenbürgische Avantgardist Hans Mattis-Teutsch (1884–1960) wohl nicht gekannt, doch vom Menschen hat er – sich – ein Bild gemacht, das viel erkennen läßt: Illustration zu seiner „Kunstideologie“
 

Manchmal altmeisterlich, nie altbacken

Mittwoch, 20 Oktober 2010

Der zeichnende Erzähler Reiner Zimnick

„Eine atemberaubende Neuinterpretation“; „eine der besten Aufführungen, die ich seit langer Zeit gesehen habe“; „grandioses Theaterereignis“. Uneingeschränkte Elogen der Presse für einen modernen „Faust“, vorgestellt vom Nationaltheater Sibiu (Hermannstadt, Siebenbürgen) beim Edinburgh Festival 2009. Die ungewöhnliche Inszenierung, in der freien Bearbeitung des Regisseurs Silviu Purcarete, wurde in einem Flugzeug-Hangar gespielt.

Von: Martin Hollender (KK)

Klangfarben, Farbklänge

Mittwoch, 20 Oktober 2010

Das synästhetische Werk des Malers, Musikers und Essayisten Rudolf Halaczinsky in Düsseldorf

„Die Widersprüche sind das kontrastierende Element einer jeden Kunst, denn sie verlangen das Lot, das Ausgleichen, damit der Weg zu sich selbst gefunden werden kann. Sich selbst zu finden aber heißt, sich selbst zu verlieren, sich selbst zu vergessen.“

Von: Dieter Göllner (KK)

Rudolf Halaczinsky: Tönende Sonne 
 

Literatur und Kunst

Mittwoch, 20 Oktober 2010

Er kündet nicht mehr

Der „Künder der deutschen Seele“ Hermann Stehr findet heute kaum noch Leser

Am 11. September 1940 starb Hermann Stehr. Am 15. September wurde er auf dem Floriansberg gegenüber seiner Vaterstadt Habelschwerdt zur letzten Ruhe gebettet. Hermann Stehrs umfangreiches Werk ist bei uns nahezu vergessen worden.
 

Von: Avram Rotenberg (KK)

„Sich selber unbegreiflich“: Hermann Stehr 
 

Bücher und Medien

Mittwoch 20 Oktober 2010

Hauptstadt polnischer Kultur, Hauptstätte deutscher Unkultur

Am 1. September 1939 um 4.50 Uhr teilte der Kommandant des polnischen Munitionsdepots auf der Westerplatte bei Danzig dem Kommando der Kriegsmarine in Gdingen/Gdynia mit: „Um 4 Uhr 45 hat der Panzerkreuzer ‚Schleswig-Holstein‘ das Feuer gegen die Westerplatte aus allen Rohren eröffnet. Die Beschießung dauert noch an.“ Damit begann der Zweite Weltkrieg, an dessen Ende rund 50 Millionen Tote zu beklagen waren.

Von: Ulrich Schmidt (KK)

 

Bücher und Medien

Mittwoch, 20 Oktober 2010

Was leistete sich und was leistete der Adel?

Zahlreiche mitteleuropäische Regionen beziehen Identität, touristische Bedeutung und damit Selbstbewußstein nach innen und außen über ihre Burgen und Schlösser. Ob nun im „Schlösserland Sachsen“ oder bei den werblichen Aussagen in allen tschechischen Regionen, stets sind es einstiges mittelalterliches Rittertum oder geschmackvolle Ausstattungen von Renaissance bis Historismus, die uns heute beim Besuch beeindrucken.

Von: Stephan Kaiser (KK)

 

Schlesien lehren und lernen: Friedrich Carl Schultze-Rhonhoff

Mittwoch, 20 Oktober 2010

Wenn man die Daten des Lebens von Friedrich Carl Schultze-Rhonhof durchliest, dann ist es ein Leben, das gekennzeichnet ist von der Liebe zu seiner Heimat Schlesien. Den Erhalt schlesischer Geschichte und Kultur hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht und ist dabei sehr erfolgreich gewesen.

In Münster brachte er sich schon 1964 sehr intensiv in die Arbeit der Volkshochschule ein, die er 26 Jahre leitete, dabei wirkte er mit an der Entwicklung bildungspolitischer Leitlinien in der Erwachsenenbildung.

Von: Jutta Graeve (KK)

 

Unbehauste Heimatstuben

Mittwoch, 20 Oktober 2010

Angebot des Hauses Schlesien Königswinter- Heisterbacherrott

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren die meisten der durch Flucht und Vertreibung aus Schlesien nach Westdeutschland gekommenen Deutschen gezwungen, sich hier mühevoll eine neue Existenz aufzubauen. Schon in der frühen Nachkriegszeit haben einige von ihnen mit großem Engagement begonnen, Schätze der Erinnerung an ihre Heimat zusammenzutragen.

Von: Dorothee Herbert (KK)

Einladende Anlaufstelle: Haus Schlesien im Siebengebirge