Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1317

Der Große oder nur der Zweite?

Samstag, 25. Februar 2012

Friedrich und sein Preußen im Widerstreit der Meinungen zwischen Identifikation, Negation und Projektion

Der Staat Preußen wurde am 25. Februar 1947 durch das Gesetz Nr. 46 des Alliierten Kontrollrates der Siegermächte aufgelöst. Die offizielle Begründung lautete, daß der Staat Preußen „seit jeher der Träger des Militarismus und der Reaktion in Deutschland“ war. Es blieb den deutschen Kommunisten in der Sowjetisch Besetzten Zone vorbehalten, diese Sichtweise der Alliierten ideologisch zu untermauern: Ín Preußen waren die feudalen Großgrundbesitzer und die Junkerkaste schon immer Vertreter des Militarismus und Chauvinismus.

Von: Karlheinz Lau (KK)

„Träger des Militarismus und der Reaktion“ oder Vorreiter des Fortschritts? Die Frage ist kein Kinderspiel

Schlesiens preußische Wende

Samstag, 25. Februar 2012

Die Provinz als Experimentierfeld Friedrichs des Großen

Anläßlich des 300. Geburtstages von Friedrich II. finden bundesweit verschiedene Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen statt. Auch im nordrhein-westfälischen Ratingen-Hösel ist seit Ende Januar unter dem Titel „300 x Friedrich. Preußens großer König und Schlesien“ eine großangelegte Sonderausstellung zu besichtigen. Am Eröffnungstag wohnten rund 500 Besucher, darunter zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, dem musikalisch umrahmten Programm im Oberschlesischen Landesmuseum (OSLM) bei.

Von: Dieter Göllner (KK)

Der Mantel im Wind der Geschichte: Replik des Standbildes von Johann Gottfried Schadow (vgl. S. 27)

Ball der Mafiosi

Samstag, 25. Februar 2012

Ein rumänischer Schriftsteller schildert die Lage seines Landes unter bewußtem Verzicht auf Differenzierungen

Krisen auf allen Märkten der Macht, des Geldes und der Eitelkeiten sind Hochzeiten auf den Medienmärkten, es gibt Herden von Säuen, die Tag für Tag durchs Dorf getrieben werden können. Darüber vergißt man dieses und seine Bewohner. Rumänien war vollends in den – selbstproduzierten – Dünsten versunken, bis Anfang Februar die Regierung abdankte.

Von: Filip Florian (KK)

Was auf dem Plakat steht, begreift man auch ohne Kenntnis des Rumänischen. Die Gestalten im Hintergrund verfügen mutmaßlich über solche, aber das hilft jetzt niemandem

Kulturhauptstadt ist zunächst eine Behauptung

Samstag, 25. Februar 2012

Marburg an der Drau / Maribor in Slowenien tritt in diesem Jahr den Beweis an, daß sie stimmt

Europäische Kulturhauptstadt zu sein bringt kurzfristig internationale Aufmerksamkeit mit sich, auf längere Sicht auch touristische und mitunter wirtschaftliche Vorteile. Doch es hat seinen Preis, nicht nur hinsichtlich der erforderlichen Investitionen, sondern ebenso in Gestalt organisatorischer Probleme mit daraus resultierenden, teils heftigen lokalpolitischen Reibereien. Im schlimmsten Fall blamieren sich die Verantwortlichen nicht nur gegenüber der örtlichen Bevölkerung, sondern ebenso in der interessierten europäischen Öffentlichkeit.

Von: Marin Schmidt (KK)

Das M an der Laterne steht nicht für Marburg an der Drau / Maribor, die Fassaden seligen k. u. k. Angedenkens sehr wohl

Verstehen Sie Schlesien?

Samstag, 25. Februar 2012

„Wege und Wandlungen“ der Woiwodschaft

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und mit der Vertreibung des größten Teils seiner Bewohner schied Schlesien aus der deutschen Geschichte aus. Das Land teilte von nun an das Schicksal der polnischen Woiwodschaften und durchlebte mit ihnen die Epoche der Volksrepublik, den Freiheitskampf der Solidarnosc und den Aufbruch in die Demokratie und nach Europa seit 1989. Dennoch: Auch innerhalb des polnischen Staatsverbands ging Schlesien durchaus eigene Wege.

Von: Hans-Gerd Warmann (KK)

Nicht zum Anfassen – selbst aber hat er mehr angefaßt und
vollbracht, als man gemeinhin weiß: Papst Johannes Paul II. in Breslau

Dreimal im Monat ein Erfolgserlebnis

Samstag, 25. Februar 2012

Wie ich zum Ostdeutschen Kulturrat kam

Er hat die „Kulturpolitische Korrespondenz“ geprägt – und hört nicht auf, sie zu prägen, das wissen unsere Leser. Auf sein Lebensalter können sie aus seiner rastlosen Tätigkeit am allerwenigsten schließen, es ist auch von keinerlei Bedeutung, wenn Jörg Bernhard Bilke hier auf die ihm eigene Art seinen 75. Geburtstag feiert.

Von: Jörg Bernhard Bilke (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. Februar 2012

Ein Empfang zur Feier empfangenen Wissens

Die Reihe der jährlichen Seminare in Liepaja/Libau – Deutschbaltische Literatur, Deutschbaltische Kunst, Deutschbaltische Musik, Baltische Geschichte, Nationalbewegungen im Baltikum, Kirchengeschichte im Baltikum, Bildungsgeschichte im Baltikum und Baltische Wissenschaftler im westlichen Exil nach 1945 – wird fortgesetzt. Die Seminare waren ursprünglich für angehende lettische Deutschlehrer (Studenten) gedacht, die in der Regel sehr wenig über die Geschichte ihres eigenen Landes wissen.

Von: Babette von Sass (KK)

Bücher, Medien, Verantaltungen

Samstag, 25. Februar 2012

Ein Jubiläum und eine „vereitelte Anwerbung“

Mitte vorigen Jahres beging das Südostdeutsche Kulturwerk e.V. (SOKW) sein 60-jähriges und das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS), das aus dem SOKW hervorgegangen ist, sein 10jähriges Jubiläum. Dieses Heft thematisiert in seiner Rubrik „Das aktuelle Thema“ das Ereignis mit einschlägigen Redebeiträgen.

Von: Hans-Gerd Warmann (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. Februar 2012

Was recyceln auf ungarndeutsch heißt

Diese Sammlung mit mehreren wissenschaftlichen und allgemeineren Beiträgen behandelt die Nischenmedien, wie die ungarndeutschen Medien in Ungarn bezeichnet werden. Dabei sind die Beiträge ganz unterschiedlich, einige gehen ins Detail, wie etwa das Interview mit dem Leiter des Lenau- Hauses in Fünfkirchen/Pécs, Johann Habel, einige behandeln allgemeine Überblickfragen, wie etwa der Beitrag von Péter Kappel und Attila Németh, „Sprache und Sprachgebrauch der Ungarndeutschen“, andere werden ganz persönlich, wie Alma Dreyer, die eine ganze „Familien(sprach)- geschichte“ nacherzählt, oder gehen gar ins Literarische wie Eszter Propszt über „Das ungarndeutsche Dorf im Medium der Literatur“.

Von: Edith Ottschofski (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. Februar 2012

Der „unendlich Zarte“ an den „muldigsten Stellen“

Schriftsteller früherer Zeiten waren emsige Briefschreiber, und Rainer Maria Rilke einer der emsigsten. Es handelt sich beim ersten Band um Briefe, die er vom
24. Juli bis zum 2. Oktober 1917 von Gut Böckel geschrieben hat. Das Gut liegt in Ostwestfalen, hart an der Grenze zu Niedersachsen. Die nächste größere Stadt ist Bünde. Rilke war dort hingefahren auf Einladung der Besitzerin Hertha König.

Von: Hans-Gerd Warmann (KK)

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