Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1318

Dem Wahren, Klaren, Komplexen

Sonntag, 25. März 2012

Überlegungen zu Vorüberlegungen zu einem Haus der
Europäischen Geschichte in Brüssel

Nun soll es also losgehen. Im Dezember 2011 hat der Haushaltsausschuß des Europäischen Parlaments die erste Tranche für ein Haus der Europäischen Geschichte freigegeben, das insgesamt 56 Millionen Euro kosten soll. Sitz des Museums wird das sogenannte Eastman-Gebäude, ein Art-déco- Bau im Brüsseler Leopold-Park. 4000 Quadratmeter sind für eine Dauerausstellung, 800 Quadratmeter für Wechselausstellungen vorgesehen. Das in 24 Sprachen arbeitende Museum soll im Sommer 2014 eröffnet werden.

Von: Klaus Weigelt (KK)

O Haupt voll Ziffern und Lettern: Ist der Informationsansturm Entgrenzung
oder Bedrückung? fragt Eckard Alker

Brandenburger aus Überzeugung

Sonntag, 25. März 2012

Ihr ist er gefolgt, vom Rhein in die Landschaft seiner Geburt vor 90 Jahren: Werner Bader

Wenn man die deutschen Vertreibungsgebiete aufzählt, bleibt Ost-Brandenburg oft unerwähnt, obwohl der östlich der Oder gelegene Landesteil ein Drittel der einst preußischen Provinz Brandenburg ausmacht. Aber auch hier gab es historisch bedeutsame Orte wie Küstrin, wo der junge Prinz Friedrich von Preußen von seinem Vater, dem „Soldatenkönig“, 1730 ins Gefängnis geworfen wurde, oder Landsberg an der Warthe, wo 1929 die spätere DDR-Schriftstellerin Christa Wolf geboren wurde, die den wichtigsten DDR-Roman zum Thema Flucht und Vertreibung schreiben sollte. Und es gab die Kleinstadt Drossen, deren Staatliche Oberschule der spätere Journalist Werner Bader als Stipendiat bis zum Abitur 1941 besuchte, ehe er zur Luftwaffe eingezogen wurde und vier Jahre als Pilot in einem Kampfgeschwader Einsätze flog.

Von: Jörg Bernhard Bilke (KK)

Seinem Landsmann Theodor Fontane hat Werner Bader ein Denkmal gesetzt, das sich von dieser Büste aufs lebendigste abhebt: einen Birnbaumhain mit je einem Baum aus jedem
Bundesland

Bild: Rüdiger Goldmann

Geschichte ist immer wieder neu

Sonntag, 25. März 2012

Daß sie auch immer wieder neu gesehen wird, dafür sorgt Joachim Sobotta nicht nur sein Berufsleben lang

Sooft die Wiederaufbauleistung der Vertriebenen in der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt wird, werden Wirtschaftsstatistiken herangezogen. Das ist legitim, aber so einfach sollte man es sich nicht machen. Natürlich haben jene unglücklichen Menschen ihr Glück in der Flucht nach vorn gesucht, also in der handfesten Arbeit, sie haben nach Kräften angepackt, um nach dem Verlust der Heimat wenigstens wieder ein Dach über dem Kopf zu haben. Etwas anderes aber haben die Träger von Leid und Erinnerung ebenfalls geleistet: Die von ihnen schmerzlich erfahrene Geschichte haben viele in wissenschaftlicher oder künstlerischer Form in den Erfahrungsschatz deutscher Kultur eingebracht und so die nach der Katastrophe bitter nötige Bewußtseinsund Herzensbildung gefördert.

Von: Dieter Göllner (KK)

Bild: Dieter Göllner

Befragung eines Fragers

Sonntag, 25. März 2012

Der Jubilar Joachim Sobotta öffnet sein Schatzkästlein des schlesischen Menschenfreundes

Im Rahmen der etablierten Veranstaltungsreihe „Prominentengespräche“ waren im Laufe der Jahre Persönlichkeiten schlesischer Herkunft wie Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof Prof. Dr. Alfons Nossol und Prof. Dr. Klaus Töpfer im Haus Schlesien in Königswinter zu Gast. „Motor“ dieser Begegnungen war der langjährige Chefredakteur der Tageszeitung „Rheinische Post“, Dr. Joachim Sobotta.

Von: Dieter Göllner (KK)

Flankiert von Albrecht Tyrell (l.) und Helmut Herles: Joachim Sobotta und seine Zeichen an den Wänden

Bild: Dieter Göllner

Bis hin zu „allerley Insecten in Teutschland“

Sonntag, 25. März 2012

Der friderizianische Vernunftstaat begründete den Glauben an die Statistik

Wer weiß schon, daß der heutige Schweizer Kanton Neuenburg/Neufchatel, einst als Fürstentum ein Protektorat von Bern, der mächtigsten Stadtrepublik nördlich der Alpen, seit 1707 den preußischen König als Landesfürsten hatte? (Bedingt war dies durch fast vergessene Erbrechte, die aber von mehreren europäischen Großmächten, dem Deutschen Reich und der alten Eidgenossenschaft 1707 anerkannt wurden.) Als Friedrich II. 1740 dritter preußischer König wurde, ließ er seinen „lieben getreuen Untertanen zu Neufchatel“ ein Dekret zukommen , in dem er ihnen ausdrücklich erlaubte, sich auf ewig verdammen zu lassen, „wenn es ihnen denn ihr Glaube so geböte, soferne sie nur alle anderen in Frieden ließen, die nicht an Höllenstrafen glauben wollten“.

Von: Dietmar Stutzer (KK)

Rechnete sich das?
Friedrich II. auf einem Notgeldschein

Ein Mehr für Minderheiten

Sonntag, 25. März 2012

Was wäre das? fragt das Haus des Deutschen Ostens München

Während die internationale Politik sich nurmit Euro-Rettung, Sparpaketen und Energiewende befaßt, greift das Haus des Deutschen Ostens (HDO) in München in seiner Eigenschaft als Institution des Freistaates Bayern für die Deutschen aus dem Osten und deren Kultur und als nachgeordnete Behörde des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen im Veranstaltungsjahr 2012 „Nischenthemen“ auf, die eine gründliche und grundsätzliche
Beachtung verdienen. Zwei internationale Fachtagungen hat das HDO deshalb bereits terminiert.

Von: Ortfried Kotzian (KK)

Pommerland als weites Feld im Wortsinn

Sonntag, 25. März 2012

Seminar der Europäischen Akademie Külz/Kulice zur Landwirtschaft

Pommern war die größte Agrarprovinz in Preußen. Ein Großteil der Bevölkerung in Pommern arbeitete bis 1945 in der Landwirtschaft und wohnte in Dörfern. Für Generationen war das Dorf Mittelpunkt ihres Lebens mit einer seit Jahrhunderten durch die Landwirtschaft geprägten Arbeitswelt sowie einer überschaubaren sozialen Hierarchie. Dörfer sind in den vergangenen Jahrhunderten von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen sowie von technischen Neuerungen nicht unberührt geblieben. Zudem hat die politische Neuordnung im Osten Europas infolge des Zweiten Weltkrieges tiefe Spuren hinterlassen.

Von: (KK)

Nicht mehr guts-, nur noch herrlich: die Europäische Akademie in Külz
Bild: Akademie

Haßverweigerer

Sonntag, 25. März 2012

Sein Überleben hat er der Zeitzeugenschaft gewidmet: Max Mannheimer erhält den Europäischen Karlspreis der Sudetendeutschen

Den Europäischen Karlspreis der Sudetendeutschen erhält in diesem Jahr der im
mährischen Neutitschein geborene und heute in Haar bei München lebende Vorsitzende der Lagergemeinschaft Dachau und Holocaust-Überlebende Max Mannheimer.

Von: (KK)

Haßverweigerer

Polyhistor

Sonntag, 25. März 2012

Mit der Kraft des Wissens und Verstehens für die Wissenschaft und Verständigung: BdV-Ehrenplakette für Rudolf Grulich

Der Bund der Vertriebenen wird auf seiner Bundesausschußsitzung am 21. März in Berlin den Kirchenhistoriker Prof. Dr. Rudolf Grulich mit seiner Ehrenplakette auszeichnen. Der Vorschlag dazu erfolgte einstimmig.

Von: (KK)

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