Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1320

Würde kommt aus der Würdigung des andern

Freitag, 25. Mai 2012

Im Königsberger Gebiet pflegen russische „Landsleute“ das deutsche Kulturerbe

Mehr als sechs Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg ist unter den noch lebenden Menschen aus den deutschen Ostgebieten oft die Meinung verbreitet, nun sei bald alles aus: die offizielle Politik interessiere sich ohnehin schon seit Jahrzehnten nicht mehr für die Belange der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge, als Wählerschaft seien die noch verbliebenen Landsmannschaften irrelevant, die Förderung der ostdeutschen Kultur nach §96 BVFG erreiche nur marginale Werte im Vergleich zur staatlichen Förderung sonstiger Kultur wie der Filmförderung, und in den mittelosteuropäischen Staaten werde die frühere deutsche Kultur, wo sie denn noch erkennbar sei, vereinnahmt und verfremdet.

Von: Klaus Weigelt (KK)

Kant liest seinen Namen nun auf kyrillisch an der Königsberger Universität

Kultur darf sich nie selbst genügen

Freitag, 25. Mai 2012

Jedoch sich selber feiern wohl: 30 Jahre Kulturzentrum Ostpreußen im Ellinger Deutschordensschloß

Mit einem Festakt und einem umfangreichen Rahmenprogramm beging das Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen sein 30jähriges Bestehen. Zugleich wurde an die Gründung des Fördervereins vor 15 Jahren erinnert.

„Nur etwa zwei Jahre sollte ich den Vorsitz des Fördervereins für das Kulturzentrum Ostpreußen übernehmen“, so Katharina Fürstin von Wrede zum 15jährigen Bestehen des Vereins. Sie leitet ihn heute noch, da sie immer wieder das Vertrauen der Mitglieder bekam.

Von: Manfred E. Fritsche (KK)

Bitte recht feierlich, aber auch fröhlich (v. l.): Christoph von Weitzel, Wilhelm von Gottberg, Alexander Küßwetter, Katharina von Wrede, Frank Lothar Kroll, Wolfgang Freyberg, Friedrich-Wilhelm Böld

Vom Doppelsinn des Schöpfens

Freitag, 25. Mai 2012

Die papierene und doch so lebendige Entdeckung der Elbinger Künstlerin Marie-Luise Salden in Japan

Von den tradierten Handwerkskünsten hat das handgeschöpfte Papier – „Washi“ genannt – auch im hochtechnisierten Japan eine anerkannt hohe Bedeutung. Traditionell hergestellt aus Fasern lebendigen Holzes, besonders des Kozo-Baumes (Papiermaulbeer), dient es u. a. als Trägermaterial für religiöse und weltliche Schriften, für traditionelle Tür- und Fensterbespannung, Kleidung, Accessoires oder als hochwertiges Verpackungsmaterial.

Von: Marie-Luise Salden (KK)

Papier ist bekanntlich geduldig, noch geduldiger muß sein, wer schönes Papier machen will: die Autorin und der Meister im Atelier

Lasset die Autos zu euch kommen

Freitag, 25. Mai 2012

Geistliches Obdach für die Heimatlosen: Vor 60 Jahren wurde die Kapellenwagenmission gesegnet

„Die Kirche im Dorf lassen“, lautet eine bekannte Redewendung. Aber wenn es keine Kirchen mehr gibt? Dann muß man sie den Menschen eben bringen! Wie in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg: Millionen Deutsche waren aus ihrer Heimat im Osten Europas vertrieben worden. Alles hatten sie verloren – bis auf die paar Sachen, die sie bei ihrer Flucht mitnehmen konnten. Auch ihre Kontakte, ihre religiösen Bindungen waren über Nacht weggebrochen.

Von: Karl-Georg Michel (KK)

Flotte des Herrn: „Fahrzeuge für Gott“

Heimgang

Freitag, 25. Mai 2012

Gerhard Steffen wurde in seiner ermländischen Heimatkirche beigesetzt

Der Verstorbene hatte sich eigentlich nur gewünscht, in der Heimaterde begraben zu werden, und hatte deswegen behutsam den befreundeten Taddeus Rudzinsky, Pfarrer von Pettelkau, gefragt, ob auf dem Friedhof von Pettelkau Platz für ihn sei. Doch der lehnte ab, nein, für ihn sei da kein Platz. Und auf die Rückfrage antworte der Pfarrer: „Nein, du kommst nicht auf den Friedhof, sondern als Wiedererbauer der Kirche hast du das Recht, in der Kirche begraben zu werden.“

Von: (KK)

Norbert Bittner, Abu Simbel

Facebook, analog und aristokratisch

Freitag, 25. Mai 2012

Porträtfotos von und um Fürstin Daisy von Pleß in Ratingen

Der schlesische Adel stand im Oberschlesischen Landesmuseum bereits bei der „Schloßgeschichten“-Schau im Jahre 2011 im Fokus. Seit kurzem ist in Ratingen-Hösel erneut eine „adlige“ Ausstellung zu sehen, in der sich alles um eine besonders schillernde Persönlichkeit dreht. Es handelt sich um die extravagante Fürstin Daisy von Pleß (1873–1943), Gräfin von Hochberg und Freifrau zu Fürstenstein, und ihr soziales Umfeld.

Von: (KK)

Prachtentfaltung in Schwarzweiß: die Fürstin in Pose

Das sichtbare Fluchtgepäck

Freitag, 25. Mai 2012

Die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung auf der 7. Berlin Biennale

Die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung zeigt in Zusammenarbeit und im Rahmen der 7. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst bis zum 1. Juli 2012 im Deutschlandhaus die Ergebnisse eines Sammlungsaufrufs, der sich an Betroffene von Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration sowie deren Nachfahren in Deutschland und Europa wandte: Persönliche Erinnerungsstücke an Flucht, Vertreibung und Heimatverlust sollten eingesandt werden.

Von: (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. Mai 2012

Das Klischee ist längst nicht passé

Es ist ein für das Verständnis der eigenen Geschichte wichtiges Buch, das wie viele andere aus Anlaß des 300. Geburtstages von Friedrich dem Großen erschienen ist. Die zentrale Botschaft des Autors lautet, dass Polen in der Wahrnehmung durch die Deutschen eher am Rande steht, obwohl die wechselseitige Beziehungsgeschichte der letzten Jahrhunderte eine Fülle an wichtigen Berührungspunkten bietet. Bömelburg zeigt und korrigiert dieses Defizit am Beispiel Friedrichs des Großen.

Von: Karlheinz Lau (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. Mai 2012

Thea Dorn hat sich aufs kreativste in Richard Wagner geirrt

Zwei Schriftsteller, ein Buch – und die Frage: Wie kommt so etwas zustande? Daß bei der Komplexität des Themas die Frage auftauchen kann, war dem Verlag klar, so daß er im Klappentext eine Antwort bereithält, und die lautet ungefähr so: Thea Dorn, 1979 im hessischen Offenbach geboren, wird als Dreizehnjährige von der Liebe zu Richard Wagner ergriffen. Das hessische Mädchen träumt davon, später die Isolde oder Brünnhilde sein zu dürfen, lernt statt dessen in Berlin Richard Wagner kennen.

Von: Ingeborg Szöllösi (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. Mai 2012

Der Riß im Leben zieht sich ins Gedicht

Das tragische Dichterschicksal Georg Hoprichs (1938–1969), der mit 30 Jahren den Tod wählte, schwebt über dieser postumen Auswahl.

Als Student kurz vor dem Abschluß des Germanistik- und Rumänistikstudiums in Bukarest wurde er 1961 vom rumänischen Geheimdienst Securitate in einem Schauprozeß aus politischen Gründen zu fünf Jahren Haft verurteilt. Drei davon arbeitete er unter schwierigsten Bedingungen in der Baragan-Steppe ab, bevor er, gezeichnet und zutiefst verunsichert, entlassen wurde.

Von: Ingmar Brantsch (KK)

  Seite 1 von 2 Nächste Seite »