Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1321

Soviel Friedrich war nie

Montag, 25. Juni 2012

Die Ausstellungen zum Jubiläum des preußischen Königs stehen seinem Geltungswillen zu Lebzeiten nicht nach

Mehrfach wurde bei den gutbesuchten Eröffnungen der gegenwärtigen Sonderausstellungen zu Preußens großem Monarchen eine Frage gestellt: Was hielten denn Majestät selber von dieser großen Aufmerksamkeit? Karikaturen des Ersten Weltkrieges haben Friedrich zufrieden über der Armee schweben lassen. Ein Kupferstich von 1788 zeigt ihn in bekannter Uniform bei der „Ankunft im Elysium“. Dort weist er die Schale mit dem Trank der Vergessenheit, dargereicht von einer Göttin der Unterwelt, zurück.

Von: Stephan Kaiser (KK)

Selbst Briefe kann man freimachen mit seinem Konterfei. Was setzt er sonst noch frei?

Das Forum möglichst reich „peuplieren“

Montag, 25. Juni 2012

Zehn Jahre Märkisches Gesprächsforum in Fürstenwalde

Die 30. Veranstaltung der Reihe Märkisches Gesprächsforum im Haus Brandenburg in Fürstenwalde Ende März stand im Zeichen des 300. Geburtstages Friedrichs des Großen. Reinhard Schmook, Direktor des Oderlandmuseums in Bad Freienwalde, sprach anhand reichhaltigen Bildmaterials über „Das Oderbruch – eine friederizianische Kulturlandschaft“.

Von: Karlheinz Lau (KK)

Wo selbst die Wolken strahlen – brandenburgische Landschaften: Gehöft in Adlig Neureetz und Kirche in Klein Barnim (Seite 7), fotografiert von Reinhard Schmook

Die Unbeständigkeit der Bodenständigkeit

Montag, 25. Juni 2012

Pommerns (Land-)Wirtschaft und die Konvulsionen der Zeitgeschichte

Das im Tagungszentrum der Europäischen Akademie Külz–Kulice durchgeführte Seminar mit dem Thema: „Hinterpommersche Dörfer und Landschaften im Kontext  der preußischen, deutschen und polnischen Geschichte“ befaßte sich mit  Dorfstrukturen und Lebensräumen der dörflichen Bevölkerung in Hinterpommern seit Beginn des 18. Jahrhunderts. Veranstalter waren die Stiftung Europäische Akademie Külz–Kulice und der Verein zur Förderung der deutschpolnischen Zusammenarbeit e. V.

Von: Elsbeth Vahlefeld (KK)

Ein Schmuckstück, aber noch relativ „solitär“, wie der Juwelier sagen würde: Gutshaus in Trieglaff

Heilige erscheinen in neuem Schein

Montag, 25. Juni 2012

Freilegung spätmittelalterlicher Wandmalereien in der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul in Marienfelde/Preußisch Holland

Die katholische Pfarrei in Preußisch Holland (Paslek) bei Elbing, die bereits durch die seit 2009 laufende aufwendige Restaurierung der großen Barockorgel in ihrer  Bartholomäuskirche für Aufmerksamkeit sorgt, hat jüngst erneut aufhorchen lassen. Konnte ihr Pfarrer Jan Sindrewicz für die kostspielige Restaurierung der 1717–1719 von Andreas Hildebrandt aus Danzig gefertigten Orgel die Philipp F. Reemtsma Stiftung aus Hamburg als Mitförderer gewinnen…

Von: Peter Schabe (KK)

Die spätgotische Rankenmalerei wirkt …

Europa hat schon früher stattgefunden

Montag, 25. Juni 2012

Das zeigt die Ausstellung „Vertraute Ferne“ des Ostpreußischen Landesmuseums Lüneburg zu Kommunikation und Mobilität im Hanseraum

2012 steht ganz Lüneburg im Zeichen der Hanse – das gilt selbstverständlich auch für das Ostpreußische Landesmuseum mit seiner zukünftigen deutschbaltischen Abteilung. Denn natürlich bildet gerade die Hanse die wesentliche Klammer, in der sich Kultur und Geschichte von Lüneburg, Ostpreußen und jene der Deutschbalten in einer kulturhistorisch bedeutsamen Schnittmenge verbinden.

Von: (KK)

Auch die Moderne ist keine Erfindung unserer Zeit, wie dieses Pilgerzeichen „Maria mit dem Kinde“ zeigt

Die „wichtigste unwichtige Sache“

Montag, 25. Juni 2012

Fußballprojekt des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie und der Friedrich-Ebert-Stiftung

„Fußball ist die wichtigste unwichtige Sache der Welt“, sagte einmal der polnische Papst Johannes Paul II., der in seiner Jugendzeit selbst gerne gekickt hat. Und doch ist man mit dieser Sache stark emotional verbunden. Verehrung und Liebe für den eignen Spieler gehören genauso ins Stadion wie Missachtung der Gegner. Das Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften und die Friedrich-Ebert-Stiftung haben das neulich untersucht.

Von: Arkadiusz Luba (KK)

Sti(e)l-Blüte in der Worte mannigfacher Bedeutung: das freundlich folkloristische und
neckisch nonchalante Wahrzeichen der UEFA

Breslau am Ball

Montag, 25. Juni 2012

Und unterm Zahn der Zeit, dortselbst zu besichtigen

Wer kennt sie noch, die Fußballvereine vergangener Zeiten und ihre Spielstätten, wenn heute bei der Fußball-EM 2012 das Scheinwerferlicht auf die großen Stadien und Vereine der Gegenwart gerichtet ist? Das Ausstellungsprojekt eines Teams aus Vertretern/innen der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft Breslau, der Zeitung „Wochenblatt“ und des Instituts für Auslandsbeziehungen e.V. unter dem Titel „Was vom Ruhm übrig bleibt …“ greift diese Frage auf und nimmt den Betrachter auf eine Spurensuche in die Breslauer Fußballgeschichte mit.

Von: (KK)

„Fromme und tüchtige Leute“

Montag, 25. Juni 2012

Ausstellung zu den Bessarabiendeutschen im HDO München

Die vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Ausstellung im Haus des deutschen Ostens München (HDO) unter dem Motto „Fromme und tüchtige Leute – Die deutschen Siedlungen in Bessarabien 1814–1940“ beruht auf der Zusammenarbeit des Gastgeberhauses mit der Freien Universität Berlin, dem Bessarabiendeutschen Verein e. V. Stuttgart und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa Potsdam.

Von: D. G. (KK)

Sie lächelten, weil sie noch nicht wußten, daß auch sie vertrieben worden waren: Bessarabiendeutsche 1942 bei der Ankunft im „Reich“, aber nicht „daheim“

Kulturelle Ritterlichkeit

Montag, 25. Juni 2012

Die Vereinigten Kurländischen Stiftungen und ihr Einsatz in Lettland

Rund 40 000 Euro konnten 2011 die Vereinigten Kurländischen Stiftungen für Projekte zur Erhaltung deutschen Kulturguts in Kurland/Lettland zur Verfügung stellen. Das Geld kommt aus Mitteln der Stiftung, aber auch aus zweckgebundenen Zuwendungen der deutschen Bundesregierung und von privaten Spendern. Seit der politischen Wende in Lettland hat die Stiftung über 400 000 Euro für soziale und restauratorische Projekte in Kurland aufgebracht. Sie wird von Mitgliedern der Kurländischen Ritterschaft geleitet.

Von: (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Montag, 25. Juni 2012

„Frei und getrieben wie niemand“

Die Wege, auf denen der junge Paul Antschel sich der SS und ihren ukrainischen Hilfstruppen entzog und die Todeszonen zwischen Czernowitz und Moldau verlassen konnte, waren verschlungen genug, um als das erste Wunder dieses Dichterlebens zu gelten; seine Aufnahme in Wien, der Sehnsuchtsmetropole aller Czernowitzer, das zweite. Eichmann hatte mit brutalsten Methoden 152 400 Juden aus der Donaustadt vertrieben und ihnen damit unfreiwillig das Leben gerettet, denn man schrieb noch das Jahr 1938, es herrschte Frieden, Schiffe verkehrten, das Ausland mußte sich widerwillig den betriebsamen Einwanderern öffnen.

Von: Hermann Schreiber (KK)

  Seite 1 von 2 Nächste Seite »