Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1335

Weit war der Weg nach Osten – weiter noch der zurück

Sonntag, 25. August 2013

Vor 250 Jahren verhieß Zarin Katharina II. deutschen Siedlern eine Zukunft, die dann Gegenwart wurde, doch längst Vergangenheit ist

Schon seit dem Mittelalter, insbesondere in den Zeiten der Hanse, gab es enge Beziehungen Russlands zu den westlichen Nationen und speziell zu den deutschen Territorien. Mit der beginnenden Modernisierung Russlands unter Zar Peter I. (1689–1725) kamen seit dem Ende des 17. Jahrhunderts immer mehr deutsche Gelehrte, Techniker, Handwerker und Militärs ins Land. Demgegenüber blieben große Gebiete des russischen Reiches weiterhin unbesiedelt und wüst, sodass den Zaren daran gelegen sein musste, diese brachliegenden Regionen wirtschaftlich zu nutzen. Die einheimische Bevölkerung war aufgrund ihrer sozialen und materiellen Struktur dazu nicht in der Lage.

Von: Peter Letkemann (KK)
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Es ist falsch, diese sowjetdeutschen Delegierten des XXVII. Parteitages der KPdSU aufgrund ihrer Dekorationen als Dekor der Sowjetmacht geringzuschätzen. Echte Entschlossenheit gibt es sogar in der verlogensten Gesellschaft. Sie wollten etwas …

 

Der Korse strandete in Osteuropa

Sonntag, 25. August 2013

An die Befreiungskriege vor 200 Jahren erinnerte die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen in Verbindung mit dem Hauptmann-Haus

Es ist bemerkenswert, dass es vornehmlich die mit deutscher Kultur des östlichen Europa befassten Einrichtungen sind, die sich bislang des 200. Jahrestags der Befreiungskriege gegen die napoleonische Vorherrschaft in Europa annehmen. So präsentieren bzw. präsentierten beachtliche Ausstellungen samt umfangreichem Begleitprogramm das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen-Hösel und das Haus Schlesien in Königswinter-Heisterbacherrott, widmen wissenschaftliche Symposien dem Thema das Kulturwerk Schlesien, Würzburg, und jüngst in Verbindung mit dem Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf, die Bonner Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen in Königswinter am Rhein. Grund hierfür ist nicht zuletzt der „ostdeutsche“ Anteil am Geschehen des Jahres 1813. Dies betrifft zum einen die handelnden Personen mit ihren starken Verbindungen zu den östlichen preußischen Provinzen, also die den Wiederaufstieg ermöglichenden Reformer, die zur Erhebung gegen die Fremdherrschaft aufrufenden Intellektuellen und die militärischen Befehlshaber, zum anderen wichtige Orte wie das ostpreußische Tauroggen und das schlesische Breslau.

Von: Ernst Gierlich (KK)
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Licht dringt aus dem deutschen Eichenwald, doch die Idylle trügt: die Freiheitskämpfer Theodor Körner, Karl Friedrich Friesen und Christian Ferdinand Hartmann auf Posten. Gemälde von Georg Friedrich Kersting
Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz

 

Der Mensch in seinem lichten Drange

Sonntag, 25. August 2013

Der 17. Juni 1953 in der DDR war ein Aufflackern, das in den Ländern des Ostblocks zur steten Flamme wurde

Durch den Gang der Geschichte habe der 17. Juni seinen Sinn verloren, meinte Egon Bahr am 17. Juni 1976 auf einem Bezirksparteitag der SPD meinen zu müssen. Gewissermaßen folgerichtig veranstaltete die Bundesarbeitsgemeinschaft für ostdeutsches Kulturerbe im Unterricht e. V. (BAG) in Zusammenarbeit mit dem vhs-Bildungszentrum Sambachshof Bad Königshofen ein Seminar mit dem Thema „Demokratie- und Freiheitsbewegungen im ehemaligen Ostblock“. Adolf Fiedler, Vorsitzender der BAG, und Ulrich Rümenapp, Studienleiter am Sambachshof, begrüßten die Teilnehmer.

Von: Adolf Fiedler (KK)
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Leidlich würdige, aber späte, zu späte Wiedergutmachung:
Ehrenbegräbnis 1989 für Imre Nagy, den Helden des ungarischen Aufstands von 1956
Bilder: Südwest Verlag

 

Wahrheit und Recht sind gottgefällig

Sonntag, 25. August 2013

Tagung über katholische schlesische Politiker

Unter der Themenvorgabe „Schlesische katholische Politiker des 19. und 20. Jahrhunderts“ trafen sich knapp fünfzig Schlesier und an Schlesien Interessierte zum Historisch-politischen Arbeitskreis des Heimatwerkes Schlesischer Katholiken im Erbacher Hof – Bildungszentrum der Diözese Mainz zu einer Tagung, die hinsichtlich ihrer inhaltlichen Zusammenstellung wohl beispiellos ist. Vor dem Hintergrund des bundesrepublikanischen Wahljahres 2013 wurden die schlesischen katholischen Politiker Ulitzka, von Ballestrem, Hupka und Czaja in den Fokus genommen und in anschaulicher Weise von den Referenten präsentiert.

Von: Bernhard Jungnitz (KK)
 Wahrheit-und-Recht

Fortiter in re, suaviter in modo – stark in der Sache, mild in der Methode. Diesen
seinen Wahlspruch sah man
Herbert Hupka förmlich an
Bild: OKR

 

Ein bisschen kroatisch wollen wir auch noch werden

Sonntag, 25. August 2013

Seit dem 1. Juli ist Kroatien Mitglied der Europäischen Union

Seit dem 1. Juli ist Kroatien mit seinen etwa 4,5 Millionen Einwohnern auf 56 000 Quadratkilometern und der Hauptstadt Zagreb/ Agram das 28. Mitgliedsland der EU.

Die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie ist in Kroatien der wichtigste Industriezweig, mit dem Tourismus der einzige von größerer Bedeutung überhaupt, der eine starke Marktposition unter den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens hat. Anders ist es im Lebensmittel- und Getränkeaustausch mit der EU, bei dem ein hohes Defizit besteht, am meisten zugunsten deutscher Lieferanten. Insgesamt importiert das Land 40 Prozent seines Nahrungsmittelbedarfes.

Von: Dietmar Stutzer (KK)
 Ein-bisschen-kroatisch

Die Früchte strahlen, die Menschen weniger, sie wiegen, zählen, rechnen im Kleinen wie im Großen. Verrechnen ist immer doppeldeutig: Markt in
Osijek
Bild: privat

 

Tragen heißt Weitertragen

Sonntag, 25. August 2013

So hielt es der heilige Gunther mit seinem Glauben

Der im Böhmerwald und im grenznahen nördlichen Bayerischen Wald als Heiliger verehrte Günter/Gunther (ca. 955–1045) entstammte dem thüringischen Adelsgeschlecht der Grafen von Schwarzburg- Käfernburg und war mit dem damaligen deutschen König (und späteren Kaiser) Heinrich II. verwandt. In der historischen Literatur wird er als Missionar, Diplomat, Friedensstifter sowie Wege- und Brückenbauer zwischen den Nationen bezeichnet. Bis zu seinem fünfzigsten Lebensjahr wirkte er als thüringischer Gaugraf im weltlichen Bereich, aus dem er sich 1005 zurückzog, um in das Benediktinerkloster Niederaltaich an der Donau einzutreten.

Von: (KK)
 Tragen-heisst-Weitertragen

„Durchaus Ungewöhnliches passiert“

Sonntag, 25. August 2013

Sommer-, Stiftungs- und Jubiläumsfest im Haus Schlesien

Das Sommer- und Stiftungsfest von Haus Schlesien gibt es in jedem Jahr. Doch die Verbindung mit einem Doppeljubiläum steigert natürlich die Attraktivität dieses traditionellen Ereignisses. Wenn nämlich zur Feier des Tages neben dem umfangreichen Kulturprogramm mit Musik und Tanz auch ein Dankgottesdienst in der Emmaus- Kirche von Königswinter-Heisterbacherrott und eine offizielle Eröffnungsveranstaltung mit prominenten Gästen geplant ist, wollen möglichst viele Besucher dabei sein.

Von: Dieter Göllner (KK)
 Durchaus-Ungewöhnliches

Unter Siebengebirgslinden
im rheinischen Fronhof frönte man schlesischer Vergnügungen: Trachtengruppe Fröhlicher Kreis
Bilder: der Autor

Licht der „dunklen Wälder und kristallnen Seen“

Sonntag, 25. August 2013

Jahr für Jahr strahlt es in Schloss Burg an der Wupper

„Tradition, Brauchtum und Gedenken zu pflegen bedeutet nicht, die kalte Asche weiterzugeben, sondern das Feuer und die Flamme im Herzen der Nachfolgenden zu entzünden“, betonte Gregor Golland, Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen, bei der Kundgebung im Rahmen des diesjährigen „Kleinen Ostpreußentreffens“ der nordrhein-westfälischen Landsmannschaft auf Schloss Burg an der Wupper. Für das nunmehr 17. Treffen wählten die Veranstalter ein Zitat von Kaiser Ferdinand I. (1556–1564): „Gerechtigkeit möge walten, damit die Welt nicht zugrunde gehe.“

Von: (KK)
 Licht-der

Die Sonne feierte mit: Gute Laune und feierliche Stimmung halten sich beim „Kleinen Ostpreußentreffen“
stets die Waage
Bild: Dieter Göllner

„Die Gerufenen“ im Siegburger Kreishaus

Sonntag, 25. August 2013
„Die Heimatgebiete der Vertriebenen und viel mehr noch ihre Siedlungsgeschichte, die bis tief ins Mittelalter zurückreicht, liegen für die meisten Deutschen im Dunkeln. Diese Dunkelheit wollen wir mit der Ausstellung ‚Die Gerufenen‘ ausleuchten“, betonte BdV-Generalsekretärin Michaela Hriberski bei der Eröffnung der Wanderausstellung der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen in Siegburg.

Von: (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. August 2013

Vom „Kollektivismus“ zum Paroxysmus: Königsberger Architektur

Nach der Evakuierung der letzten etwa 20 000 Königsberger aus dem nördlichen Ostpreußen in den Jahren 1948/49 blieb diese nunmehr russische Kaliningradskaja Oblast für mehr als 40 Jahre ein Sperrgebiet, in das sich nur wenige Menschen mit entsprechendem Risiko kurzzeitigen, verbotenen Zugang verschaffen konnten wie 1981 der Königsberger Willi Scharloff. Im Frühjahr 1991 erfolgte die seit 1987 erwartete Öffnung des Gebietes, das seitdem mit einem – auch für die dort Geborenen – kostenpflichtigen russischen Visum bereist werden kann.

Von: Klaus Weigelt (KK)
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