Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1336

Wo wir gerade bei den Daten sind …

Mittwoch, 25. September 2013

Hier ist nicht der Schutz das Problem: Mit Sorgfalt und Umsicht geht das Kulturwerk Schlesien an die Erhebung der „Schöpferischen Kräfte“

Die Stiftung Kulturwerk Schlesien ist im Besitz einer Sammlung von 685 Erhebungs- Fragebogen zu einer früher geplanten Kartei „Schöpferische Kräfte Schlesiens“. Diese Bogen mit vorgegebenen Fragen wurden zwischen 1955 und 1974 verschickt, von den angeschriebenen Personen ausgefüllt und – gelegentlich mit zusätzlichem biographischen oder bibliographischen Material – an die Stiftung zurückgeschickt. Gefragt wurde nach Namen, Pseudonym, Titel und Beruf, Anschrift, Geburtsort, beruflicher Laufbahn, Mitgliedschaften in kulturellen Vereinigungen, Arbeitsgebieten, Wirkungskreis in Schlesien und nach Veröffentlichungen.

Von: Ulrich Schmilewski (KK)
Wo-wir-gerade

Es kommt nicht oft vor, dass jemand sich einen Steckbrief ausstellt
Bild: Kulturwerk Schlesien

Heimat für Bücher

Mittwoch, 25. September 2013

In Herne wird das zwischen Buchdeckeln bewahrte Wissen um das deutsche Kulturerbe des Ostens allgemein zugänglich vorgehalten

Dass in der Martin-Opitz-Bibliothek (MOB) umfangreiche Literatur rund um das Leben und Werk des im Jahre 1597 in Bunzlau geborenen Historiographen und schlesischen Barockdichters zu entdecken ist, dürfte selbstverständlich sein. Martin Opitz lebte und wirkte unter anderem – auch literarisch ertragreich – in Siebenbürgen, Thorn und Danzig, wo er 1639 als Historiograph im Dienste des polnischen Königs starb.

Von: Dieter Göllner (KK)
Heimat-für-Bücher

Eine Bibliothek hat viele und ist ein Fenster, man muss nur hinein- und hinausschauen: Martin-Opitz-Bibliothek in Herne
Bilder: der Autor

Wo ein Wille ist, ist auch ein Institut

Mittwoch, 25. September 2013

Das Deutsche Polen-Institut wird zur Probe aufs Exempel

Mehr als 1200 Personen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens und der Zivilgesellschaft aus dem In- und Ausland haben die Petition des Deutschen Polen- Instituts an die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, gegen den angekündigten Ausstieg des Landes aus der gemeinsamen Grundförderung des Instituts unterschrieben.

Von: (KK)

Kant Open air

Mittwoch, 25.September 2013

Aus der Praxis deutsch-russischer Populärphilosophie

Sie wollten ihre Heimatstadt umbenennen. „Kant-Stadt“ sollte sie heißen, und der Name Kaliningrad sollte verschwinden. Das war der Traum der russischen Intellektuellen, der „Enthusiasten“, in den neunziger Jahren nach der Perestroika. Erfüllt hat sich dieser Traum bisher nicht, aber die Gedanken der Aufklärung und des ewigen Friedens haben einen vielversprechenden deutsch-russischen Austausch in die Wege geleitet.

Von: Bärbel Beutner (KK)
Kant

Der Dom ist erleuchtet, die Studenten arbeiten mit Freuden an dem Mut, sich des eigenen Verstandes zu bedienen: die Austauschgruppe auf der Brücke über den Pregel
Bild: die Autorin

Mariens Burg

Mittwoch, 25. September 2013
Die Marienburg, das grösste Backsteinbauwerk Europas, Haupthaus des Deutschen Ordens, ist wiederaufgebaut. Historische Tagungen des Deutschen Ordens fanden dort statt, und im Gedenkjahr „600 Jahre Schlacht bei Tannenberg“ 2010 stattete auch Hochmeister Bruno Platter (Wien) ihr einen Besuch ab.

Von: Norbert Matern (KK)

Eine Stadt wie ein böhmisches Dorf

Mittwoch, 25. September 2013

Auch Haida sucht nach seiner „alt-neuen“ Identität

Als der k. u. k. Schulrat Josef Sieber 1913 seine Geschichte der Stadt Haida in Haida- Arnsdorf drucken ließ und auf 200 Seiten mit Personen- und Ortsbildern für 5 Kronen veröffentlichte, konnte er nicht ahnen, dass der Erste Weltkrieg die übernationalen Staaten Mittel- und Osteuropas zerstören und instabile Rumpfstaaten an deren Stelle gebären würde.

Von: Rüdiger Goldmann (KK)
Eine-Stadt-wie

Schön, durchsichtig, undurchschaubar
Bild: Glasmuseum Haida (vgl. auch Seite 25)

Als es noch verschiedene deutsche Jugenden gab

Mittwoch, 25. September 2013

Die Zeitschrift „Zelte im Osten“ in Lodz hielt Verschiedenheit und Einheit gegen die Nazis hoch

„Als nach der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus die Bünde der Jugend im ‚Reich‘ gleichgeschaltet und aufgelöst wurden, als sie ihre sichtbare Gestalt verloren, kam von der anderen Seite der Grenze eine Gabe, die wir als großes Geschenk empfanden. Es waren die blauen und grünen Hefte der ‚Zelte im Osten‘, einer großartigen Zeitschrift der Deutschen Jungenschaft in Polen, eine Kulturleistung aus bündischem und auslandsdeutschem Geiste zugleich. Mit stärkstem Interesse griffen wir nach den ‚Zelten‘, die Bezieherzahl muss in Danzig, sowie in Ost- und Westpreußen innerhalb von Monaten geradezu lawinenartig angewachsen sein.“

Von: Hans-Gerd Warmann (KK)
Als-es-noch

Lederstrumpf kam bis in die Beskiden: Lodzer Pfadfinder beim Besuch oberschlesischer Freunde
Bild: Archiv

Mein Freund, der Ball

Mittwoch, 25. September 2013

Aber nur vor der Torlinie, da suchte Michael Redl ihn zu halten

Michael (Mischi) Redl ist nicht mehr. Der wohl beste Handball-Torsteher der Welt der 1960er Jahre ist am 21. August nach schwerer Krankheit in bayerischen Schongau gestorben. Mischi Redl ist 77 Jahre alt geworden. Für den aus Marienfeld stammenden ehemaligen rumänischen und deutschen Nationalspieler Hansi Schmidt war Redl „der große Garant für die unsagbaren Erfolge der rumänischen Auswahl der 1950er und 1960er Jahre“.

Von: Johann Steiner (KK)
Mein-Freund

Ohne Aura, aber mit Ausstrahlung: Mischi Redl
Bild: der Autor

Das politische Potential der Erinnerung

Mittwoch, 25. September 2013

Tagung zum 17. Juni 1953 in Königswinter

Der 17. Juni 1953 spielt in der Geschichtspolitik und der Erinnerungskultur der Bundesrepublik Deutschland eine wichtige Rolle, Traditionslinien führen zurück zu den deutschen Freiheitsbewegungen seit 1848/49. Die Literatur zum 17. Juni ist entsprechend umfangreich; der 50. Jahrestag wurde bereits aufwendig begangen.

Von: (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. September 2013

Vertreibung mit umgekehrtem Vorzeichen

Die Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Ostmitteleuropa am Ende des Zweiten Weltkrieges ist seit Jahren in der deutschen Öffentlichkeit ein sehr präsentes Thema. Gruppen, die aus diesem Narrativ herausfallen, geraten zunehmend in Vergessenheit. So konnten viele katholische Deutsche im polnischen Schlesien und Ermland bleiben, ebenso wurde die Hälfte der ungarischen Deutschstämmigen nicht vertrieben.

Von: Roland Borchers (KK)
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