Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1338

Selbstauferlegte Erinnerung

Montag, 25. November 2013

Mit einer der letzten Zeitzeuginnen gedenkt man auch in Königsberg des Endes jüdischen Lebens in Ostpreußen

Die 86-jährige Nechama Drober aus Israel ist die einzige Zeitzeugin am 75. Jahrestag der Reichspogromnacht in Königsberg. Als 11-Jährige erlebte sie, wie der nationalsozialistische Mob die große Synagoge in Brand steckte und am nächsten Tag sprengte. Sie überlebte mit Mutter und Schwester den Krieg in Königsberg, die Drangsale durch die Nationalsozialisten und die schwere Zeit unter den russischen Besatzern seit April 1945. Ihr Bruder verhungerte 1946, die Frauen flohen nach Litauen. Dort nahm sie eine neue Identität an, heiratete und zog mit ihrem Mann nach Kischinew in Moldawien, wo sie über 40 Jahre lebte.

Von: Klaus Weigelt (KK)
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Auch wenn sie sitzt, ruht sie nicht: Nechama Drober fasst ihre Erinnerung an die Ereignisse nach der Pogromnacht in Königsberg als Pflicht auf, andere aufzuklären und zu mahnen
Bilder: der Autor

Mobil nicht nur im übertragenen Sinn

Montag, 25. November 2013

In Ratingen rollen Exponate ins Museum, die in Schlesien einst als Inbegriff der Moderne gegolten haben

Das für seine lebendigen und hervorragend inszenierten Themenausstellungen seit Jahren bekannte Oberschlesische Landesmuseum (OSLM) stellt sich auf neue Aspekte ein.

Gerade war die beziehungsreiche Ausstellung zu der Epoche Napoleons und den schlesischen Beiträgen in den Freiheitskriegen in aller Munde. Eine bei Glatz von bayerischen Truppen 1807 erbeutete preußische Kanone, der im gleichen Jahr unterzeichnete Tilsiter Friedensvertrag, das königliche Entwurfschreiben zum Breslauer Aufruf „An mein Kriegsheer“ von 1813 und die Schlussakte des Wiener Kongresses von 1815 waren einige Exponate von nationaler Bedeutung.

Von: Stephan Kaiser (KK)
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Das Team des Oberschlesischen Landesmuseums mit den patinierten Schmuckstücken aus Schlesien samt dem prominenten OKR-Kürzel, das wir gerne auch „übertragen“ deuten möchten
Bild: der Autor

Klare Worte auch für moderne Heiden

Montag, 25. November 2013

Die Heiligen Cyrill und Method als Inspiration heute, 1150 Jahre nach der Slawenmission – Tagung in Passau

Weit über 100 Teilnehmer aus Deutschland, Tschechien, Ungarn und der Slowakei wohnten im Oktober im Exerzitienhaus spectrumKIRCHE in Passau dem VI. Symposium „Patrone Europas“ bei. Die vom Sozialwerk der Ackermann-Gemeinde zusammen mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Passau organisierte Tagung widmete sich dem Thema „Patrone für Europas Einheit. Die Heiligen Cyrill und Method als Inspiration heute – 1150 Jahre nach Beginn der Slawenmission“.

Von: Markus Bauer (KK)
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Das gilt auch für alle  religiösen Bekenntnisse und
Glaubensrichtungen: Es kommt drauf an, was man draus macht – und es ist schwere Arbeit: Heinrich
Tischler, Verzweifelte Propheten
Bild aus der Ausstellung
„Deutsche Künstler im
Exil“, siehe Seite 30

Denkmalschutz gedruckt

Montag, 25. November 2013

Publikationsreihe der Europäischen Akademie Külz/Kulice

Seit kurzem gibt die Europäische Akademie Külz/Kulice unter Leitung von Lisaweta von Zitzewitz eine Publikationsreihe heraus, die es sich zum Ziel gesetzt hat, einzelne Guts- und Parkanlagen in der Woiwodschaft Westpommern vor dem Vergessen zu bewahren.

Es ist unbestritten, dass Gutsanlagen bis Mitte des 20. Jahrhunderts wesentliche Bestandteile der Kulturlandschaft im Osten Deutschlands waren. Burgen, Schlösser und Gutshäuser mit ihren Parkanlagen, aber auch mit den dazu gehörenden Wirtschaftsgebäuden und Kirchen sind kulturelle Werte mit nachhaltigen Aussagen über historische und baugeschichtliche Epochen.

Von: Elisabeth Vahlefeld (KK)
Denkmalschutz

Eines von 650 – allerdings eines der wenigen, die ihre alte Strahlkraft wiedergewonnen haben: Schloss Ribbekardt – Gartenseite
Bild: Europäische Akademie
Külz/Kulice

Weißen Flecken Farbe verleihen

Montag, 25. November 2013

Dehio-Kulturpreis an Ewa Chojecka und Irina Tscherkasjanowa

Georg Dehio, 1850 in Reval/Tallinn geboren, gilt als einer der Schöpfer der modernen deutschen und mitteleuropäischen Denkmalpflege. Auf ihn geht das berühmte Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler zurück, das heute durch die Stiftung Denkmalschutz fortgeschrieben wird. Das Deutsche Kulturforum östliches Europa in Potsdam setzt seit 2003 durch den Buchpreis und den Kulturpreis mit dem Namen des großen Deutschbalten die Erinnerung an dessen Werk fort. Die Preise werden Jahr für Jahr im Wechsel ausgelobt.

Von: Karlheinz Lau (KK)

Ihr Kinderlein …

Montag, 25. November 2013

Und sie kommen gern zur „Klingenden Box“ im Museum

Insgesamt 30 Kinder zwischen sechs und neun Jahren der AWO-Kindertagesstätte und der Kindertafel Lüneburg machen mit beim Projekt „Die klingende Box – Brücke zu meiner Heimat“, das im August mit dem Ostpreußischen Landesmuseum an den Start ging. „Das Projekt ist toll angelaufen. Die Kinder haben viel Freude daran, und wir möchten gern weitermachen“, so die Leiterin der AWO-Kindertagesstätte in Lüneburg.

Von: (KK)
Ihr-Kinderlein

In der Runde läuft es rund
Bild: Ostpreußisches Landesmuseum Lüneburg

Stück-Werk

Montag, 25. November 2013

Delia Güssefelds Fotos aus Heimatsammlungen in Ellingen

„Stück für Stück – Fotos von Lieblingsobjekten aus den Heimatsammlungen“ heißt die neue Kabinettausstellung im Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen. Zur Eröffnung sprach die Fotografin Delia Güssefeld.

Als Ergänzung des Vortrages von Christian Knauer, dem Vizepräsidenten des Bundes der Vertriebenen, über die Aufgaben des BdV im Rahmen der Sonderausstellung „Angekommen – Die Integration der Vertriebenen in Deutschland“ wurde im Kulturzentrum Ellingen die Fotodokumentation eröffnet.

Von: Manfred E. Fritsche (KK)
Stückwerk

Ins Bild gerückt erst wird das vermeintlich Selbstverständliche besser verständlich: Besucher der Ausstellung in Ellingen
Bild: der Autor

Deutsche, doch nicht unter deutscher Herrschaft

Montag, 25. November 2013

Baltische Studenten lernen ihre Geschichte kennen

Ende August reisten 22 Teilnehmer zum 8. Baltischen Studenten-Seminar nach Reval/Tallinn. Esten, Letten, Lettgallen, Russen, Deutschbalten und Deutsche. Babette Baronin von Sass organisierte nicht nur in bewährter Weise auch diese Begegnung, sondern ermöglichte als im Baltikum geborene Deutschbaltin und Erinnerungsträgerin großen Erkenntnisgewinn für alle anderen, besonders die jüngeren Teilnehmer.

Von: Peter Hild (KK)

Europa als Werkstatt

Montag, 25. November 2013

OKR-Veranstaltung mit Hans-Gert Pöttering in Berlin

Dr. Hans-Gert Pöttering MdEP, Präsident des Europäischen Parlaments a. D. und Vorsitzender der Konrad-Adenauer- Stiftung e. V., hielt einen sehr informativen Vortrag über das Europäische Parlament, seine Arbeit vor und hinter den Kulissen.

Von: Babette von Sass (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Montag, 25. November 2013

„Langes Ende einer langen Nachkriegszeit“

Als im Januar 1981 dem russischen Germanisten Lew Kopelew (1912–1997) während eines Studienaufenthalts in der Bundesrepublik Deutschland von den sowjetischen Behörden seine Staatsbürgerschaft aberkannt worden war, geriet unweigerlich auch sein enger Freund Heinrich Böll (1917–1985) in die Diskussion. Es war bekannt, dass er das Vertrauen osteuropäischer und auch russischer Schriftsteller besaß. Das Foto, auf welchem Böll und der ebenfalls aus der Sowjetunion ausgewiesene Alexander Solschenizyn in der Eifel beim Spaziergang zu sehen sind, war durch die Weltpresse gegangen.

Von: Volker Strebel (KK)
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