Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1341

Der Unterwald diesseits und jenseits der Wälder

Dienstag, 25. Februar 2014

Ein Schweizer entdeckt das Schweizerische in Siebenbürgens
Vergangenheit – weniger allerdings in der Gegenwart

Als Journalist und Historiker aus der französischen Schweiz habe ich immer – noch bevor ich zu den Geheimnissen Siebenbürgens vorgedrungen bin – gedacht, es müsste eine gewisse Verwandtschaft zwischen der Schweiz und den „Sieben Burgen“ geben. Oft geht einem die Wahrheit urplötzlich auf, eh man sich’s versieht. Auf einem Streifzug durch die Gässchen der Hermannstädter Unterstadt betrat ich die Asyl-Kirche auf dem Hof des Altenheims und erfuhr zu meinem Erstaunen, dass die beiden Einrichtungen 1292 urkundlich erwähnt worden und seither ohne Unterbrechung „in Betrieb“ sind.

Von: Gérard Delaloye (KK)
Der-Unterwald-diesseits1

Faustpfand im Wortsinn: Sächsischer Hann (Ortsrichter) mit dem Draaser Schwert, Symbol siebenbürgisch-sächsischer Autarkie. Aufnahme von Emil Fischer, 1942
Fotopostkarte aus der Sammlung von Konrad Klein

Bei guten Büchern wunderbar geborgen

Dienstag, 25. Februar 2014

Dietrich Bonhoeffers Nachlass in der Staatsbibliothek zu Berlin

Dietrich Bonhoeffer – ein Schlesier? Zweifellos: In Breslau wurde der nachmalige Theologe und Widerstandskämpfer im Februar 1906 geboren, doch bereits 1912 – sein Vater, der Psychiater und Neurologe Karl Bonhoeffer, nahm einen Ruf an die Berliner Universität an – verließ die Familie Breslau.

Ist Dietrich Bonhoeffer mithin ‚nur‘ ein ‚Geburtsschlesier‘? Auch sein Vater Karl, gebürtig im württembergischen Neresheim, verbrachte nur fünfzehn seiner achtzig Lebensjahre in Breslau. Auch der Vater also ein ‚Interimsschlesier‘?

Von: Martin Hollender (KK)
Bei-guten-Büchern

Quadratur der Skulptur: In dem von Waag- und Senkrechten bestimmten Bau der Staatsbibliothek zeigt die Bonhoeffer-Büste von Alfrad Hrdlicka bedrängend mahnende Präsenz
Bild: Staatsbibliothek

„Der preußische Litauer“

Dienstag, 25. Februar 2014

Deutsche Pfarrer als Träger litauischen Geistes

In der litauischen Botschaft in Berlin wurde ein Buch vorgestellt, das vor mehr als drei Jahrhunderten im Herzogtum Preußen geschrieben wurde und für die Entstehung der litauischen Schriftsprache von unschätzbarer Bedeutung ist. Gemeint sind die Aufzeichnungen des protestantischen Pfarrers Theodor Lepner (um 1633–1691) aus Budwethen bei Ragnit über die Lebensweise der litauischen Bauern in Ostpreußen.

Von: Jörg Bernhard Bilke (KK)
Der-Preußische-Litauer

Gäbe es multinationale Literatur, Christian Donalitius/Donelaitis wäre einer ihrer Größten. Drum ist auch sein Denkmal in Bittehnen zweisprachig
Bild: Wikimedia Commons

Gezahnt, geklebt – und manchem ein Stück Heimat

Dienstag, 25. Februar 2014

Ostpreußen als Briefmarkenmotiv im Kulturzentrum Ellingen

„Eine Ausstellung in dieser Form hat es noch nie gegeben“, so begrüßte Wolfgang Freyberg, der Direktor des Kulturzentrums Ostpreußen, die Gäste bei der Eröffnung der neuen Sonderschau. Der Vorschlag dafür kam nach Freybergs Erläuterungen von dem Briefmarkensammler Arnold Krause aus Krefeld, der eine spezielle Motivsammlung mit der Thematik „Ostpreußen“ besitzt.

Von: Manfred E. Fritsche (KK)
gezahnt,-geklebt

Klingelknöpfe, Briefkästen – Lebenszeichen, und seien sie noch so verkommen: Tatjana Utz, Bild aus der Installation „Über Grenzen“
Bild: siehe Seite 27

Große Themen für kleine Leute

Dienstag, 25. Februar 2014

„Max und Moritz“ im Oberschlesischen Landesmuseum

Das Lernen an einem außerschulischen Lernort, wie einem Museum, macht besonders viel Spaß. Es ist etwas Neues, es wirkt anregend, motivierend und ist kreativ“, betonte Harald Birkenkamp, Bürgermeister der Stadt Ratingen, bei der Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Max und Moritz. Neue Streiche im Museum“. Somit wurde die Vorbildfunktion des Oberschlesischen Landesmuseums (OSLM) auf dem Gebiet der Pädagogik einmal mehr hervorgehoben.

Von: Dieter Göllner (KK)
Große-Themen

Ach, was muss man oft von bösen Buben hören oder lesen. So klagte Wilhelm Busch. Im Museum aber sind selbst Max oder Moritz oder dieser mögliche Spielkamerad Auge und Ohr – mit offenem Mund
Bild: der Autor

Die Bukowina unterwegs

Dienstag, 25. Februar 2014

Es gibt sie so nicht mehr, doch sie wird nun auch in Polen dargeboten

Die Wanderausstellung zu den Umsiedlungen aus der historischen Bukowina im europäischen Kontext, 2001 erstmals im Foyer der Universität Suceava in Rumänien zweisprachig gezeigt, wurde am 25. Januar im polnischen Schneidemühl/Pila eröffnet, wieder zweisprachig, hier in Deutsch und Polnisch.

Von: Luzian Geier (KK)
Die-Bukowina

In diesem Netz fängt sich Erinnerung an Verschwundenes: Susanne Hanus, Verstrickung Czernowitz
Bild: siehe Seite 27

Auf der Suche nach dem Ausgang aus der Unmündigkeit

Dienstag, 25. Februar 2014
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien vergibt den Immanuel-Kant-Forschungspreis für herausragende Dissertationen und Habilitationsschriften, die sich mit der Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa und den damit verbundenen Themen, insbesondere den wechselseitigen Beziehungen zu den Nachbarvölkern, befassen.

Von: (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Dienstag, 25. Februar 2014

Pommerland war auch ein Land deutscher Dichtung

Während die Forschungsergebnisse zur Geschichte Pommerns verhältnismäßig umfassend in der Fachliteratur dokumentiert sind, mangelte es an einer Gesamtdarstellung der Geschichte der deutschen Literatur Pommerns – sieht man einmal von einigen älteren Veröffentlichungen wie von Max Guhlke ab.

Von: Elsbeth Vahlefeld (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Dienstag, 25. Februar 2014

„… ein wandelnder Baum,
das bin ich“

Zum Gedenken an den 150. Geburtstag Gerhart Hauptmanns (15. November 2012) gab es Festveranstaltungen in mehreren deutschen Städten, etliche Ausstellungen, einige Neuinszenierungen und viele Publikationen. Zu den Neuveröffentlichungen gehört das von Günter Gerstmann herausgegebene Buch „Entrückt ins Paradies. Beiträge zum Werk Gerhart Hauptmanns“.

Von: Klaus Hildebrandt (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Dienstag, 25. Februar 2014

Dunkle Bilder
im Licht der Sprache

Die deutsche Literatur aus Rumänien ist ausgewandert nach Deutschland, und eine ganze Weile sind ihre Dichter hier angelegentlich willkommen geheißen worden. Da waren neue Stimmen, sie kündeten von einer merkwürdigen, bisweilen bösen alten Welt, und man genoss, dass diese untergegangen und doch in Texten so aufgehoben war und man einen wohligen Schauer zu beziehen vermochte, weil man sie so vermittelt erhielt und nicht unvermittelt hatte erleben müssen.

Von: Georg Aescht (KK)
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