Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1344

Finsterstes in gleißendem Licht

Sonntag, 25. Mai 2014

In Israel geht dem deutschen Reisenden viel von der fatalen Geschichte und der komplizierten Gegenwart auf

„So spricht der Herr: Denen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir wohlgefällt, und an meinem Bund festhalten, denen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen (hebräisch: Yad Vashem) geben. Einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll.“ – Der Text aus dem Propheten Jesaja, Kapitel 56, Vers 5, steht in hebräischen Lettern auf einer langgestreckten Mauer gegenüber der Halle der Erinnerung, in deren Boden die Namen der 22 größten Konzentrationslager eingraviert sind und in der eine Gedenkflamme für die Opfer des Holocaust brennt.

Von: Klaus Weigelt (KK)
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Der Deportationswaggon hält für immer über einem Abgrund, selbst wenn eine eher freundlche Vegetation das Gedenken begütigen will: Yad Vashem, über dem Tal der Gemeinden
Bilder: der Autor

Prag als Mittel-, Dreh- und Angelpunkt einer Epoche

Sonntag, 25. Mai 2014

Ein Buch über Matthäus von Krakau bietet einen faszinierenden Einblick in das kulturelle Gefüge des 14. und 15. Jahrhunderts

In seinem umfangreichen und mit zahlreichen weiterführenden Literaturhinweisen versehenen Buch vereint Helmut Beifuss die Edition eines der wichtigsten deutschsprachigen Übersetzungstexte des 14. und des beginnenden 15. Jahrhunderts mit einer umfassenden Darstellung der kulturellen Situation in Prag und in Heidelberg in jener Zeit.

Von: Roswitha Wisniewski (KK)
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Diese Bögen tragen Menschengedenken, dahinter ragt es zum Himmel: Blick über die
Karlsbrücke auf die Prager Burg
Bilder: OKR

Die Samtene Revolution kam auf Samtpfoten

Sonntag, 25. Mai 2014

Diözesantag der Würzburger Ackermann-Gemeinde

Das Thema „25 Jahre Samtene Revolution“ stand beim diesjährigen Diözesantag der Würzburger Ackermann-Gemeinde im Mittelpunkt. Den Grund für diese Wahl nannte der Würzburger Ackermann-Diözesanvorsitzende Hans-Peter Dörr. Es sollten die positiven Ereignisse und damit das Thema „25 Jahre Samtene Revolution“ und nicht das Gedenken an die Weltkriege beleuchtet werden.

Von: Markus Bauer (KK)
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Revolutionäre zwar nicht, aber langjährig verdiente Aktive mit dem Vorstand der Ackermann-Gemeinde
Bild: der Autor

„Wissenswerkstatt“

Sonntag, 25. Mai 2014
Im Rahmen der „Wissenswerkstatt“ der Staatsbibliothek zu Berlin fand am 27. März ein „Werkstattgespräch“ mit Dr. Ewa Płominska-Krawiec statt, die im Vorjahr als Stipendiatin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für einen Monat in der Zeitungsabteilung geforscht hatte. Eigens aus Posen angereist, wo sie am Institut für Germanische Philologie der Adam-Mickiewicz-Universität arbeitet, stellte sie ihr Forschungsthema vor:

Von: (KK)

Pack die Badehose ein

Sonntag, 25. Mai 2014

Lang vor dem Berliner Schlager lockten schon die Ostseebäder, zeigt eine Ausstellung im Schloss Caputh

Das Baden im Meer war schon lange bekannt, bevor um 1800 die Badeanstalten entlang der Ostseeküste entstanden, die erste von ihnen 1793 in Heiligendamm. Weitere folgten u. a. in Travemünde (1800/02), Kolberg/Kołobrzeg (1802), Cranz/Selenogradsk (1816), Putbus (1816) und Zoppot/Sopot (1821), aber auch im Baltikum, das bis zum Ersten Weltkrieg dem Russischen Reich angehörte.

Von: (KK)
Pack-die-Badehose

Nicht begierig nach einem Bad, eher nach einem Bad in der Menge dünken die feinen Herrschaften auf dem Plakat
Bild: Deutsches Kulturforum östliches Europa

Kardinaltugend

Sonntag, 25. Mai 2014

Der emeritierte Erzbischof von Köln macht sich auch um die Breslauer Sammlung seiner zweiten Heimatstadt verdient

Sein Gesuch um Entbindung von den Pflichten als Erzbischof von Köln hat Papst Franziskus vor wenigen Wochen angenommen. Aus Altersgründen erklärte Kardinal Meisner seinen Rücktritt vom Amt des Erzbischofs von Köln. Wie der lokalen und überregionalen Presse in Deutschland zu entnehmen war, steht damit auch ein Umzug aus dem Erzbischöflichen Haus in eine andere Wohnung in Köln an.

Von: (www.breslauer-sammlung.de – KK)

Was würde Kurt Tucholsky zur Ukraine sagen?

Sonntag, 25. Mai 2014

Gespräch mit der Ossietzky-Preisträgerin Dr. Irina Scherbakowa

Am 5. Mai kam die diesjährige Trägerin des Carl-von-Ossietzky-Preises der Stadt Oldenburg, Dr. Irina Scherbakowa, zu einem Fachgespräch ins dort ansässige Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE). Zum Thema „Deutschland und Russland. Sichtweisen auf das 20. Jahrhundert“ wurden unterschiedliche Wahrnehmungen der Vergangenheit und Perspektiven der Zusammenarbeit diskutiert.

Von: (KK)
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Kollegial flankiert von Institutsleiter Prof. Dr. Matthias Weber und Oberbügermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner: die Preisträgerin
Bild: BKGE

Kleinodien vom Kannenbäcker

Sonntag, 25. Mai 2014

Keramik der Sammlung Peltner im Haus Schlesien

Vor nahezu 60 Jahren fand die aus Niederschlesien vertriebene Familie Peltner bei Höhr-Grenzhausen im Kannenbäckerland eine neue Heimat. In der traditionellen Töpferregion im Westerwald schuf sie eine Kunsttöpferei und das Töpfermuseum „Im Kannenofen“.

Von: D. G. (KK)
Kleinodien-vom

„Nachbarin, Euer …“: Bunzlauer Schraubfläschchen
Bild: der Autor

Ihnen ist römisches Glas kein böhmisches Dorf

Sonntag, 25. Mai 2014

„Experimentelle Archäologen“ im Rheinbacher Museum

Das Rheinbacher Glasmuseum würdigt nicht nur böhmische Reminiszenzen und Kontinuitäten, sondern auch das Römerjahr 2014 mit der Ausstellung „Zirkusbecher und Rippenschalen“. Die am Internationalen Museumstag eröffnete Schau stellt Exponate von Mark Taylor und David Hill in den Vordergrund. Exemplarisch wird dabei die Entwicklung der beiden „experimentellen Archäologen“ anhand von Arbeiten aus den letzten zwei Jahrzehnten verfolgt.

Von: (KK)
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Rippenschale à la romana
Bild: Museum

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. Mai 2014

Die Abenteuer des Soldaten Schwejk mit der Philologie

Die Neuübersetzung macht schon im Titel auf sich aufmerksam: „Die Abenteuer des guten Soldaten Schwejk“ heißt es da. In der 1926 erschienenen und nach dem Krieg bei Rowohlt verlegten zweibändigen Ausgabe von Grete Reiner ist Schwejk „brav“, freilich nicht in dem Sinn, wie man von artigen, gehorsamen Kindern spricht. Aber ungehorsam ist Schwejk auch nicht. Brav im Sinne von tapfer, aufrecht trifft es am ehesten.

Von: Ulrich Schmidt (KK)
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