Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1349

Daheim in einem weiten Feld

Samstag, 25. Oktober 2014

Auch nach 100 Jahren suchen Europäer nach dem Andern und nach sich selbst. Adenauer-Stiftung und OKR gaben ihnen Gelegenheit dazu

„Wir alle in Ostmitteleuropa saßen einst auf hohem Ross“, diagnostizierte Adam Krzeminski, Redakteur des Warschauer Wochenmagazins „Polytika“ und in den deutschen Medien höchst eloquent präsenter polnischer Journalist, das Syndrom des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Sein Kollege Kazimierz Wóycicki vom Institut für Ost-Europa-Studien der Warschauer Universität hatte auch eine weitere damals gängige Bezeichnung für dieses Ross parat: „Groß“ haben die Großkopfeten aller Völker dazumal vor den Namen ihrer Länder gesetzt im Bestreben, Geschichte zu machen, nationale Identität und raumgreifenden Anspruch in eins zu setzen:

Von: Georg Aescht  (KK)
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Die Zeit lässt vermeintliche Kunst zur Karikatur gerinnen: Friedrich August von Kaulbach, Germania (1914)
Bild: Stiftung Deutsches Historisches Museum

Währende An-Stiftung zur Kultur

Samstag, 25. Oktober 2014

Die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen kann ihr 40-jähriges Bestehen nicht feiern, aber festlich begehen

„Mit dem ehrwürdigen Universitätsclub in Bonn haben die Gremien der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen genau die richtige Stätte für diese festliche Jubiläumsveranstaltung ausgewählt, unterstreichen sie doch damit den Anspruch der Kulturstiftung, für ihre eigene Arbeit die fruchtbare wissenschaftliche Diskussion mit anderen akademischen Einrichtungen zu suchen und zu pflegen“, betonte Hartmut Koschyk MdB, der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, in seiner Festansprache in Bonn.

Von: Dieter Göllner (KK)
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Zum Feiern besteht wenig Anlass, zur Feier des Geleisteten gleichwohl: Hartmut Koschyk und Hans-Günther Parplies in Bonn
Bilder: der Autor

Diskutieren kann man nicht, man muss

Samstag, 25. Oktober 2014

Gespräch mit Hans-Günther Parplies, Vorsitzender der Kulturstiftung

Vor 40 Jahren wurde die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen vom Präsidium des Bundes der Vertriebenen unter seinem damaligen Präsidenten Herbert Czaja ins Leben gerufen. Die Redaktion sprach aus diesem Anlass mit dem jetzigen Vorsitzenden der Stiftung über deren Leistungen und die künftige Pflege und Weiterentwicklung des ostdeutschen Kulturerbes.

Von: (KK)
Diskutieren-kann-man

Bei allen Ungewissheiten sicher: seiner selbst und der Sache
Bild: Dieter Göllner

Mit der Seele suchend

Samstag, 25. Oktober 2014

Die polnischen Stadtoberen von Küstzrin/Kostrzyn laden Altküstriner zu den Festungstagen ein

Küstrin, an der Oder unweit der Einmündung der Warthe gelegen, ist seit 1945 eine zwischen Deutschland und Polen geteilte Stadt. Das westlich der Oder gelegene Küstrin-Kietz blieb deutsch, die in den letzten Kriegswochen total zerstörte Altstadt mit ihrer berühmten Festung und die ebenfalls fast dem Erdboden gleichgemachte Neustadt, beide östlich der Oder gelegen, wurden polnisches Hoheitsgebiet.

Von: Karlheinz Lau (KK)
Mit-der-Seele

Zwar blieben noch etliche Steine auf den anderen – allerdings nur zum Gedenken: Überreste der Küstriner Festung
Bilder: Wikimedia

Versöhnung geflaggt

Samstag, 25. Oktober 2014

Eine Fahne der Breslauer Sozialdemokratie kehrt heim

Immer galten Fahnen als vereinigende Symbole von höchstem Rang. Sie wurden als „Heiligtum“ weltlich wie kirchlich geweiht. Seit dem frühen Altertum, von den Standarten der Römer bis zu den Fahnen des 18. Jahrhunderts, haben Menschen oft genug mit der Fahne in der Hand auf den Schlachtfeldern ihr Leben verloren. Weil sie ein Symbol waren, durften sie auch nicht in die Hand des Feindes fallen. So war Verteidigung der Fahne oberste Pflicht. Diesen vorrangig dem Krieg geweihten Fahnen gegenüber war die Rote Fahne der Sozialdemokratie ein bekennendes Zeichen der nationalen wie internationalen Solidarität, unter der für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gekämpft wurde.

Von: Horst Milde (KK)
Versöhnung-geflaggt

Die Stickerei ist alt, die Imperative stets neu: Fahne des 1863 vom Breslauer Ferdinand Lassalle gegründeten Leipziger Arbeitervereins aus der OKR-Ausstellung „Im Dienste der Menschheit“

Dramatische Danziger Dreierbeziehung

Samstag, 25. Oktober 2014

Ausstellung zum Konflikt von 1734 im Rathaus in der Langgasse

Im Mai 2014 sind 280 Jahre seit der Belagerung von Danzig durch russisch-sächsische Armee vergangen. Zu diesem Jahrestag erstellte das Danziger Historische Museum in Zusammenarbeit mit der Botschaft Frankreichs eine Ausstellung, die König Stanisław Leszczynski und seine Beziehungen zu Danzig auf dem Hintergrund der historischen Ereignisse in Europa zeigt.

Die Ausstellung präzisiert, dass die Belagerung von Danzig durch die russischen und sächsischen Truppen und die nicht wirksame Entlastung durch französische Kräfte, der so genannte „Danziger Konflikt“ („gdanskiego konfliktu”), einen wesentlichen Teil des Polnischen Thronfolgekrieges bildeten, der die Grundlage für die erneute Wahl von Stanisław Leszczynski zum König war.

Von: (KK)
Dramatische-Danziger

Die Kriegsbanner sind begraben, heute gibt es gottlob nur noch das Banner zur Ausstellung am Danziger Rathaus – und dies spricht man „naturgemäß“ weder deutsch noch polnisch, sondern englisch aus
Bild: Stadt Danzig

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. Oktober 2014

Am Anfang war das Wort …

Der ehemalige KK-Redakteur Axel Dornemann hat wieder ein Buch veröffentlicht und dabei den historischen ostdeutschen Kulturkreis bewusst berücksichtigt. Diesmal geht es um literarische Darstellungen von Gottesdiensten, genauer um eine Anthologie mit Erzählungen, Romanauszügen und einigen Gedichten großer und in Vergessenheit geratener europäischer Schriftsteller, die durch die Kirchenfenster das Geschehen im Gotteshaus beobachten.

Von: Michael Rettstadt (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. Oktober 2014

Kakanisch metropolitan

Martin Haidinger ist ein bekannter österreichischer Historiker, Journalist und Buchautor, der zahlreiche Texte und Bücher geschrieben hat, u. a. als Mitautor den Band „Siebenbürgen: Sagenhaftes Land im Karpatenbogen“ (1996). Dieses Buch ist eine der vielen aktuellen Publikationen über die Habsburger und ihre Welt.

Von: Hansgeorg von Killyen (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. Oktober 2014

Auf die Standpauke hauen

„Wenn wir einseitig die europäische Solidarität beschwören und nationale Traditionen, Denkweisen und Interessen verleugnen, sind wir auf ein Europa fixiert, das es nicht gibt.“ Der letzte Satz von Dominik Gepperts Buch fasst zusammen, was der Autor als Herausforderung für Europa heute betrachtet.

Von: Ingeborg Szöllösi (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. Oktober 2014

Geschichte im Senfkorn-Format

Die Geschichte Schlesiens von den Silingern bis in die heutige Zeit gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen, in denen Fakten, Vorurteile und Mythen munter durcheinandergewirbelt werden.

Von: (KK)
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