Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1355

Städte als Stätten der Verständigung

Samstag, 25. April 2015

Auch zwischen Staaten und Nationen: Regensburg, Budavár und die Kulturhauptstadt Europas 2015, Pilsen

Die Tradition von Städtepartnerschaften wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1947 wiederaufgenommen. Zuvor hatte es bereits vereinzelt Partnerschaften gegeben, wie seit 1925 zwischen Kiel und dem dänischen Sonderburg. Als älteste urkundlich nachweisbare Städteverbindung gilt die von Paderborn mit dem französischen Le Mans. Von dort wurden 836 n. Chr. die Reliquien des heiligen Liborius in einer langen Prozession nach Paderborn geleitet. In den Jahrhunderten danach schützte diese Verbindung beide Städte vor Zerstörungen in kriegerischen Auseinandersetzungen, aber erst 1967 wurde eine offizielle Partnerschaft zwischen ihnen begründet.

Von: Klaus Weigelt (KK)
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Als die Musik im Historischen Reichssaal des Alten Rathauses Regensburg ausklang, da klang vieles an, was weiterklingen wird: das ungarische Ensemble Ex Canto aus Budavár auf dem Budapester Burgberg
Bilder: der Autor

Den Mut zu finden

Samstag, 25. April 2015

Auf die Suche begaben sich die Ackermann-Gemeinde und die Bernard-Bolzano-Gesellschaft beim 24. Brünner Symposium

Das Aufkommen außerparlamentarischer Bewegungen und die Entstehung neuer Parteien – teils auch anders strukturiert –, das waren neben den Wahlergebnissen im Jahr 2014 in Deutschland und Tschechien die Motive für die Ackermann-Gemeinde und die Bernard-Bolzano-Gesellschaft, ihr 24. Brünner Symposium „Dialog in der Mitte Europas“ dem Thema „Wohin steuert die Demokratie“ zu widmen. Weit über 250 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Tschechien und Ungarn setzten sich am Palmsonntag-Wochenende damit auseinander.

Von: Markus Bauer (KK)
Den-Mut-zu-finden

Ursprungsort der Weihe ist der Altar: Propst em. Monsignore Anton Otte zelebriert die Eucharistie. Vollziehen muss sie sich in ganz Europa, im Einzelnen durch den Einzelnen – politisch, trotz sinkenden
Vertrauens in die Politik
Bild: der Autor

Versöhnung ist kein Wort, sondern ein Wille

Samstag, 25. April 2015

Eine Podiumsdiskussion auf der Leipziger Buchmesse befragt ihr Gelingen 70 Jahre nach Krieg und Vertreibung

An einer Podiumsdiskussion, die die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen unter dem Titel „Gelungene Versöhnung 70 Jahre nach Kriegsende und Vertreibung?“ auf der Leipziger Buchmesse veranstaltete, beteiligten sich neben dem Europahistoriker Professor Dr. Frank-Lothar Kroll, Technische Hochschule Chemnitz, Tereza Vavrová aus Prag, die Leiterin des Vereins „Antikomplex“, einer Vereinigung junger Tschechinnen und Tschechen, die sich einer vorurteilsfreien Aufarbeitung der deutsch-tschechischen Vergangenheit widmen,

Von: Ernst Gierlich (KK)
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Das „Forum International“ der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
Bild: der Autor

Der Krieg ist mitnichten der Vater aller Dinge

Samstag, 25. April 2015

Die Einrichtungen mit Ostblick zeigen ihn – aber eben auch viele andere und viele schöne Dinge

Am 10. Mai eröffnet das Oberschlesische Landesmuseum von Ratingen-Hösel mit einem Vortrag des Justizministers des Landes Nordrhein-Westfalen, Thomas Kutschaty, die neue Sonderausstellung „Heimat. Front. Oberschlesien und der Erste Weltkrieg“. Das Jahr 2015 ist dafür geeignet, die Kriegsrealität in allen Lebensbereichen zu betrachten. Der Glaube an einen kurzen Krieg von 1914 war mit Jahresanfang 1915 verflogen. Was nun folgte, wird in der Ausstellung in Ratingen mit einem exemplarischen Eingehen auf die preußische Provinz im Osten behandelt.

Von: (KK)
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Im Marschieren wollte man wachsen, aber dort, wo man hinmarschierte, wurde man ganz furchtbar klein: Postkarte aus Hirschberg, 1915
Bild: Oberschlesisches
Landesmuseum Ratingen

Unverwandt

Samstag, 25. April 2015

So blicken Kinder auf ihr Vertreibungsschicksal, und wir sollten ihrem Blick folgen

In Bayern fanden 1945 viele Heimatvertriebene aus den deutschen Ostgebieten eine neue Heimat, auch im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Im Jahr 1950, so Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl, hatten sie in Schwaben einen Anteil von 25 Prozent. Grund genug für den Bezirk, diesen Flüchtlingsströmen genau 70 Jahre danach eine Ausstellung zu widmen, aus einer speziellen Sichtweise allerdings, nämlich der der Flüchtlingskinder. Denn sie sind es, die heute noch Zeugnis über die Geschehnisse ablegen können, wo konkrete Exponate fehlen.

Von: Halrun Reinholz (KK)
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Vermeintlich lächeln alle: die Puppe, die Mutter, das Kind. Nur Freude ist keine in dem Bild – etwas Hoffnung vielleicht
Bild aus der Ausstellung

Es blüht und gedeiht – und heilt

Samstag, 25. April 2015

Das Westpreußische Landesmuseum mit blütenreichem Neustart

Das Ende vergangenen Jahres eröffnete Westpreußische Landesmuseum in Warendorf bietet seinen Besuchern mit der neu konzipierten Dauerausstellung facettenreiche Einblicke in die Geschichte und Kultur des historischen Westpreußen, dessen Gebiet heute Teil der Republik Polen ist. Im ehemaligen Franziskanerkloster aus dem 17. Jahrhundert werden unter dem Motto „Begegnungen mit einer deutsch-polnischen Kulturregion“ sowohl die Historie der Region, die Blüte und der Reichtum aus der Hansezeit dargestellt wie auch die dunklen Kapitel des Massakers im Birkenwald von Piasnitz und der Einrichtung des Konzentrationslagers Stutthof.

Von: (KK)
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Wehrhaft ummauert und doch einladend offen: Paradiesgarten in einer mittelalterlichen Darstellung
Bild: Westpreußisches Landesmuseum Warendorf

Als das Schwarze Meer seine Leuchtkraft verlor

Samstag, 25. April 2015

Nach einem guten Jahrhundert ging die Siedlungsgeschichte der Deutschen in Bessarabien 1940 zu Ende

Über die deutschen Siedlungen in Bessarabien (1814–1940) zeigt das Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-osteuropäisches Forum, Düsseldorf, bis zum 18. Mai die Ausstellung „Fromme und tüchtige Leute“.

Im Jahr 1812 lud Zar Alexander I. deutsche Siedler ein, sich in Bessarabien niederzulassen, und versprach ihnen Land und Freiheitsrechte.

Von: (KK)
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Willkommenskultur in deutscher Fraktur: Donaudampfer mit Rücksiedlern im rumänischen Hafen Galatz/Galati
Bild aus der Ausstellung

Geschichte zukunftstauglich machen

Samstag, 25. April 2015

Der Breslauer Stadtmuseograph Maciej Łagiewski

Die polnisch-deutsche Verständigung ist ohne das jahrzehntelange Wirken des Direktors der Breslauer städtischen Museen, Dr. Maciej Łagiewski, undenkbar. Geboren wurde er am 8. Mai 1955 in Breslau/Wrocław, zu einer Zeit und an einem Ort, da an derlei gar nicht zu denken war. Nach seinem Jurastudium an der Universität Breslau wandte er sich als akademischer Lehrer der Rechts-, Kunst- und Kulturgeschichte sowie der Ethnographie zu. 1983 wurde er Adjunkt und später Kustos im Architekturmuseum Breslau.

Von: Horst Milde (KK)
Geschichte-zukunftstauglich

Auch der ebenmäßigste Torbogen trägt nicht von selbst: Maciej Łagiewski im Einsatz für die Breslauer Kulturgeschichte
Bild: der Autor

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. April 2015

Handreichung für ein kurzes Leben und ein Werk, das „im Dunkeln“ endete

Auf dem „Einreichungsbogen“ für die Teilnahme am Wettbewerb der Kulturabteilung des Landes Salzburg „Ausstellung Georg Trakl 1914–2014“ (letzte Arbeiten von Georg Trakl und/oder seine biographischen Umstände) wird auf die Trakl-Biographie von Hans Weichselbaum „besonders“ hingewiesen.

Von: Hans Gärtner (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. April 2015

Als „Kriegsgefangene ohne militärischen Rang“ in russischen Weiten

„Einen Monat nach dem Kriegsausbruch wurden wir Zivilisten unserer Heimat entrissen und nach dem Orient transportiert. Auf unserer weiten Reise durchquerten wir das europäische Rußland und Sibirien.

Von: (KK)
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