Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1357

Expedition ins Hintergründige

Donnerstag, 25. Juni 2015

Mitten in Europa, abseits der Hauptstraßen, geht einem all das auf, was es war, nicht ist, sein oder werden könnte

Reisen bildet, sagt man, und Bildungsreisen sind beliebt. Vergnügungsreisen sind noch beliebter. Der Fußballclub Darmstadt 98 feiert seinen Aufstieg in die Bundesliga eine Woche auf Mallorca: Da fließt der Alkohol, die Kondition schwindet, aber Vergnügen muss sein. Man kann seine Kondition auch stärken auf Wanderungen, Rad- oder Bergtouren, beim Überlebenstraining in Wäldern oder Wüsten. Auch heute noch kann man in zivilisationsferne Reservate entfliehen und die Natur oder sich selbst finden.

Von: Klaus Weigelt (KK)
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Dürfen wir angesichts solch weiter Naturschönheit von Kultur träumen? Wir müssen. Blick in die Hohe Tatra
Bilder: der Autor

Der Griff nach einem Apfel, um der Vitamine willen

Donnerstag, 25. Juni 2015

In Polen wird der Verlust jüdischen Lebens seit einigen Jahren wahrgenommen – und damit die Chance auf einen Neugewinn

Im Nachbarland Polen lebt seit einigen Jahren das jüdische Leben auf. Viele junge Polen entdecken ihre jüdischen Wurzeln und wollen ihr Judentum ausleben. Das 2014 eröffnete, neu errichtete Museum der Geschichte der polnischen Juden in Warschau bildet einen zentralen Bezugspunkt dafür. Es soll die jüdische Identität in Polen fördern.

Der architektonische Quader, der das Museum POLIN umschließt, ist als ein Gegensatz konstruiert: Außen schlichte gläserne Fassaden, innen – dramatische Wellen aus Beton, die jedoch visuell leicht wie helles Holz wirken. Oder aber aufgewühlt wie Meereswasser. An das Letztere dachte der finnische Architekt Rainer Mahlamäki, erklärtermaßen an das Rote Meer, das sich geteilt hat, um den Israeliten die Flucht aus Ägypten und ein neues Leben in Kanaan zu ermöglichen.

Von: Arkadiusz Łuba (KK)
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In Beton mit der leichten Anmutung von hellem Holz beschworen: die Wasser des Roten Meeres, die sich geteilt haben, um den Israeliten die Flucht aus Ägypten und ein neues Leben in Kanaan zu ermöglichen. Blick in das Museum der Geschichte der polnischen Juden, erbaut von Rainer
Mahlamäki
Bild: der Autor

Unwahrscheinlich wahr

Donnerstag, 25. Juni 2015

In Zahlen und Bildern offenbaren die Archive des sowjetischen Imperiums die Dimension des Großen Terrors 1937/38

Diese Zahlen muss man sich durch den Kopf gehen lassen: 16 Monate lang täglich etwa 1600 Hinrichtungen, das sind rund  750 000 Tote – erledigt durch einen Schuss in den Hinterkopf. Weitere etwa 800 000 Menschen wurden durch dieselben Standgerichte, die die Todesurteile aussprachen, zu mindestens zehn Jahren Gulag verurteilt. Von diesen Verurteilten überlebten vermutlich nicht mehr als 100 000. Und die kamen erst zwischen 1954 und 1956 frei. Die Haftverlängerung wurde in der Regel ohne Urteil ausgesprochen.

Von: Ulrich Schmidt (KK)
Unwahrscheinlich-wahr

Rot! Der Wald ist russisch, die Jahreszeit herbstlich, der Befund abgründig: Bei Woronesch wurden die sterblichen Überreste von etwa 8000 Erschossenen exhumiert
Bild aus dem Ausstellungskatalog von Tomasz Kizny

Kant, Kollwitz, Königsberg

Montag, 25. Mai 2015

Die Gesellschaft der Freunde des Philiosophen und seiner Heimatstadt tagt „daheim“

Am 22. April 1805 trafen sich die Freunde Kants zu einem „Gedächtnismahl“, um den Geburtstag ihres am 12. Februar 1804 verstorbenen Gastgebers und Tischgenossen zu begehen. So entstand die „Gesellschaft der Freunde Kants“ und die Tradition des „Bohnenmahls“, denn der Astronom Friedrich Bessel machte den Vorschlag, in die Torte zum Nachtisch eine silberne Bohne einzubacken. Wer sie fand, wurde „Bohnenkönig“ und musste im Jahr darauf eine „Bohnenrede“ auf Kant halten. Am 12. Februar 2011, an Kants Todestag, wurde in Berlin die „Gesellschaft der Freunde Kants und Königsbergs e. V.“ gegründet.

Von: Bärbel Beutner (KK) 
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Panne oder Geistesblitz? Weil Immanuel Kant so viele Freunde hat, kann es passieren, dass sein Gastmahl überbelichtet wird, wie hier bei der Ausstellungseröffnung im Königsberger Kant-Museum
Bilder: die Autorin

Was nicht bei Friedrich Schiller steht

Donnerstag, 25. Juni 2015

Münchengrätz als Tagungsort der Heiligen Allianz

Als der königliche Kämmerer Markwart um 1177 an der Stelle eines Burgwalles ein Kloster mit Mönchen aus Plaß gründete, konnte er die wechselvolle Geschichte des Klosters und Schlosses nicht ahnen. Diese kann man dem Buch „Panorama der österreichischen Monarchie“ von 1846 oder dem Band „Böhmen und Mähren“ von 1998 entnehmen.

Von: Rüdiger Goldmann (KK)
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Was sind schon böhmische Dörfer gegen böhmische Burgen! Wenzel Hablik hat sie mehrfach geheimnisvoll surrealistisch inszeniert
Bild: die KünstlerGilde

Neustart nach 25 Jahren?

Donnerstag, 25. Juni 2015

Anneli Ute Gabanyi versucht das aktuelle Rumänien zu enträtseln

Das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München, in Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat von Rumänien in München und dem Kulturreferat des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, laden ein zum öffentlichen Vortrag von Dr. Anneli Ute Gabanyi (Berlin) zum Thema „Präsidentschaftswahlen in Rumänien – Neustart nach fünfundzwanzig Jahren?“

Von: (KK)

Fürsprecher der Ukraine aus Siebenbürgen

Donnerstag, 25. Juni 2015

Konrad Schuller erhält den Konrad-Wolff-Preis

Konrad Schuller, geboren 1961 im siebenbürgischen Kronstadt, Rumänien, Ukraine- und Polen-Korrespondent der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, wird mit dem Konrad-Wolff-Preis 2015 in der Kategorie Reportage/Essay/Analyse ausgezeichnet.

Von: (KK)
Fuehrsprecher-Ausschnitt

Foto: Konrad Klein

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Donnerstag, 25. Juni 2015

Mündiger Bürger im Schlafrock

Zur Schadenfreude braucht man immer mindestens einen Anderen. Was aber ist, wenn man selbst den Schaden und ansonsten nur noch sich selbst hat, auf Freude aber nicht ganz verzichten will?

Von: Georg Aescht (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Donnerstag, 25. Juni 2015

Documenta Liechtensteiniana

Die Wiederentdeckung des regionalen Adels oder vielmehr ein neuer Zugang zu dieser Thematik ist seit Anfang des neuen Jahrhunderts in der Öffentlichkeit wahrzunehmen. Insbesondere die Kulturräume des europäischen Ostens haben durch Guts- und Grundherrschaft viele bauliche Zeugnisse der Vergangenheit aufzuweisen.

Von: Stephan Kaiser (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Donnerstag, 25. Juni 2015

Sagenhaftes Pommern

Die Sage gehört zu den literarischen Gattungen, die sich auf mündliche Überlieferungen historischer Fakten stützt und diese mit der Phantasie des Erzählers verbindet. In diesen Geschichten, die weitererzählt wurden, äußert sich häufig der Traum der Menschen nach Geborgenheit, sodass sie bis in unsere Zeiten ein breites Leserpublikum finden.

Von: (KK)
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