Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1358

Waldesruh und ruheloses Erinnern

Samstag, 25. Juli 2015

In Minsk gedenken neben den Bürgern zahlreicher deutscher Städte jetzt auch Ostpreußen ihrer hier ermordeten jüdischen Landsleute

Das Ausmaß des Grauens und der Schmerz des Erinnerns erschließen sich erst in der Anschauung und in der Beantwortung der Frage, warum die SS im Jahre 1942 Hunderte jüdischer Bürger Königsbergs und Ostpreußens aus Königsberg nach Minsk verschleppt hat, um sie ostwärts der Stadt bei Blagowtschina in Malyj Trostenez zu ermorden, teilweise durch Erschießen, teilweise durch Vergasen in Lastkraftwagen.

Von: Klaus Weigelt (KK)
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Grau in Grau und doch ein Licht in die finstere Vergangenheit: der Gedenkstein der Ostpreußen
Bilder: der Autor

Heimatliebe als Aufgabe

Samstag, 25. Juli 2015

Deren Last und Lust hat Herbert Hupka auf sich genommen ein Leben lang, das nun sein 100. Jahr erfüllt hätte

Herbert Hupkas Geburt 1915 auf der Insel Ceylon war denkbar ungewöhnlich. Dass er weit weg von seiner schlesischen Heimat, die er ein Leben lang im Herzen trug, am 15. August 1915 geboren wurde, lag daran, dass seine Eltern, Erich und Therese Hupka, mit dem Schiff unterwegs waren nach Tsingtau in China, wo der Vater eine Professur für Physik angenommen hatte.

Von: Jörg Bernhard Bilke (KK)
Heimatliebe

Aufrecht, nachdenklich, zupackend:
Für Herbert Hupka gab es keinen Unterschied zwischen Reden und Tun
Bild: Archiv

Ein jeder erinnere sich – für alle

Samstag, 25. Juli 2015
Von November 2015 bis Juni 2016 ist im Schlesischen Museum zu Görlitz eine neue Ausstellung geplant, für die Erinnerungsstücke und Erzählungen von Bürgern aus Görlitz und Zgorzelec aus den Jahren 1945 bis 1948 gesucht werden. Im Jahr des Gedenkens an das Ende des Zweiten Weltkrieges lädt das SMG zu einem öffentlichen Ausstellungsvorhaben ein.

Von: (KK)

Moderne jenseits der Metropolen

Samstag, 25. Juli 2015

Auch im ostpreußischen Allenstein nahm manche Weltveränderung ihren Anfang, zeigt das dortige Museum der Moderne

Das neu eröffnete „Museum der Moderne“ der Stadt Allenstein zeigt auf zwei Etagen die technische Entwicklung der letzten beiden Jahrhunderte innerhalb des Stadtgebietes und über dessen Grenzen hinaus. „Die Sprache der Ausstellungstafeln ist Polnisch, aber die beschriebene Geschichte ist deutsch.“ Diese Feststellung traf Wolfgang Freyberg, der Direktor des Kulturzentrums Ostpreußen Ellingen, als er jüngst das 2014 eröffnete Museum der Moderne (Muzeum Nowoczesnosci) am neu gestalteten Stadtpark der Stadt Allenstein besuchte.

Von: Manfred E. Fritsche (KK)
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In dem Sägewerk von Louis und Rudolf Rafaelsohn wird nicht mehr gesägt, sondern zusammengefügt und unterschieden: deutsche Geschichte und deutsch-polnische Moderne
Bilder: der Autor

Preußen wider Willen?

Samstag, 25. Juli 2015

Das Rheinland als Preußens Provinz – vom gegenseitigen Beäugen zum gegenseitigen Befruchten

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL) und seine Kooperationspartner stellten ihre gemeinsamen Veranstaltungen des Jahres 2015 unter das Leitthema „Preußen“. Die Programme des großangelegten Projektes „Danke Berlin“ erinnern an eine 200-jährige Beziehung mit Folgen. In Zusammenarbeit mit den Kulturpartnern der Region lud Haus Schlesien, als Initiator und Gastgeber, Ende Mai zur Auftaktveranstaltung der Aktivitäten rund um den „Preußensommer im Siebengebirge“ ein.

Von: Dieter Göllner (KK)
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Eine preußische Prinzessin feiert malerisch das malerische Siebengebirge am Rhein: Wilhelmine von Preußen, Blick auf den Petersberg, um 1840
Bild: Haus Schlesien

„O Gottes Engel, wehre und rede du darein“

Samstag, 25. Juli 2015

Im Oberschlesischen Landesmuseum wird der Krieg als nachgerade „apolitische“ menschliche Katastrophe dargestellt

Im vergangenen Jahr gab es zahlreiche Projekte und Publikationen rund um das 100-jährige Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkrieges.

Das Oberschlesische Landesmuseum (OSLM) von Ratingen Hösel geht einen Schritt weiter und erinnert in seiner vor kurzem eröffneten Sonderausstellung „Heimat.Front – Oberschlesien und der Erste Weltkrieg“ an Erfahrungen und Erlebnisse aus der Zeit ab 1915.

Von: D. G. (KK)
Oh-Gottes-Engel

Auf dieser Karte steht alles, ja noch mehr
Bild: Oberschlesisches Landesmuseum

Wer sanktioniert wen?

Samstag, 25. Juli 2015

Russland steht mit dem Rücken zu Europa – aber auch zur Wand

Nachdem sich schon die Teilnehmer am „G-7-Gipfel“ in Garmisch-Elmau selbst und gegenseitig auch noch auf die Schultern geklopft haben, wie konsequent doch ihre Russlandpolitik sei, hat jetzt auch der EU-Ministerrat in großer Selbstzufriedenheit die Verlängerung der Wirtschaftssanktionen „gegen Rußland“ – richtig müßte es heißen: „gegen die russische Bevölkerung“ – bis zum Januar 2016 beschlossen, offenbar weil man sie immer noch für eine gute Idee hält. Damit ist klar, dass auch Russland sein Lebensmittel-Embargo vom 7. August 2014 auf unbestimmte Zeit verlängert, weil man das auch für eine gute Idee hält. Ja die Kremlherren haben inzwischen auch ein sehr argwöhnisches Auge auf die kleinen „slawischen Bruderländer“ und Albanien geworfen und beschlossen, ihnen nicht mehr über den Weg zu trauen.

Von: Dietmar Stutzer (KK)
Wer-sanktioniert

Pipeline, ein englisches, aber auch russisches und deutsches, europäisches, globales Wort. Als der OKR dieses Bild 1988 in seinem Band „Tausend Jahre Nachbarschaft. Russland und die Deutschen“ veröffentlichte, sollte es Zusammenhalt signalisieren, denn die Rohre kamen aus deutscher Produktion, und weder die politische noch die energetische Wende waren in Sicht. Und heute?

Differenzierungen statt Differenzen

Samstag, 25. Juli 2015

Heimatvertriebene als Menschenrechtsexperten

Das Jahr 2015 ist nicht nur ein Jahr des Gedenkens an 70 Jahre Kriegsende und 70 Jahre Beginn der Vertreibung von 15 Millionen Deutschen, es ist auch ein Jahr weiterer trauriger Rekorde an Flucht und Vertreibungen weltweit.

Unter dem Motto „Menschenrechte ohne Grenzen“ galten zahlreiche Veranstaltungen des diesjährigen Sudetendeutschen Pfingsttreffens in Augsburg den Erfahrungen von Heimatverlust und neuem Sesshaftwerden damals und heute.

Von: Ute Flögel (KK)
Differenzierungen

Allgemein gültig ist die Empathie für alle Opfer von Vertreibungen überall und jederzeit: Professor Dr. Manfred Kittel, Träger des Menschenrechtspreises der Sudetendeutschen Landsmannschaft
Bild: die Autorin

Auch Flüsse haben ihre Schicksale

Samstag, 25. Juli 2015

Jenes der Oder ist bewegt wie jenes von Schlesien, dessen „Lebensader“ sie ist

Ein jüngstes Beispiel für die gute Zusammenarbeit des Oberschlesischen Landesmuseums von Ratingen-Hösel mit Partnermuseen aus Polen ist im Rahmen einer Sonderausstellung zu sehen. Unter dem Titel „Die Bändigung der Oder“ hat das Museum des Oppelner Schlesien (Muzeum Slaska Opolskiego) gemeinsam mit Partnern eine interessante Sonderschau zusammengestellt. In der Ausstellung werden Daten und Fakten rund um die „Lebensader“ Schlesiens vermittelt.

Von: (KK)
Auch-Fluesse

Nie reguliert man denselben Fluss. Auch die Oder hat zahlreiche Verwandlungen durchgemacht, bei denen es manchmal auch sichtlich gewalttätig zuging
Bild aus der Ausstellung

Poeten als Paten

Samstag, 25. Juli 2015

Treffen der Ostpreußen und Schlesier mit Miegel und Eichendorff

Wie in jedem Jahr fand im Juli das „Kleine“ Ostpreußentreffen auf Schloss Burg bei Solingen statt. Neu war diesmal, dass die Kulturveranstaltung von den Landsmannschaften Ostpreußen und Schlesien gemeinsam bestritten wurde. An dem von Vertretern der Landesgruppen Nordrhein-Westfalen vorbereiteten Programm auf dem Plateau vor der Gedenkstätte der deutschen Heimatvertriebenen beteiligten sich mehrere Kulturgruppen.

Von: Klaus Weigelt (KK)
Poeten-als-Paten

Bollwerk der Heimattreue: Schloß Burg
Bild: Dieter Göllner

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