Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1360

Ort der inneren westpreußischen Einkehr

Freitag, 25. September 2015

Das Westpreußische Landesmuseum, neu eröffnet in dem ehemaligen Franziskanerkloster Warendorf

Im Eingangsbereich mit Foyer und Garderobe erinnert die Klosterpforte daran, dass die Kulturstiftung Westpreußen eine Symbiose mit einem ehemaligen Franziskanerkloster eingegangen ist, dessen Geschichte bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht und die mit Zugang zur Kirche in das Museumskonzept eingegliedert wurde. Der Kloster- und Museumskomplex liegt wenige Minuten vom Altstadtzentrum der bekannten westfälischen Pferdestadt Warendorf entfernt und ist gut erreichbar.

Klaus Weigelt (KK)

Weigelt-WarendorfJPG

Kein Paradox: nicht abweisende, sondern einladende – ehemalige – Klostermauern, das neue Heim des Westpreußischen Landesmuseums in Warendorf
Bilder: der Autor

Es gibt sie doch

Freitag, 25. September 2015

Evangelische Christen stellen in Polen nur noch eine kleine Gruppe, aber eine sichtbare

Polen gilt als das katholischste Land Europas. Dass es hier auch evangelische Christen geben könnte, liegt nicht gerade auf der Hand. Doch es gibt sie, wenn auch in einer kleinen Minderheit, aber durchaus wahrnehmbar zwischen Weichsel und der Oder und westlichen Neiße. Und das 70 Jahre nach der Flucht und Vertreibung der Deutschen aus den ehemaligen Reichsprovinzen Schlesien, Ost-Brandenburg, Pommern sowie Ost- und Westpreußen. Aber die heute in Polen lebenden Protestanten haben nur zu einem Teil etwas mit dem preußisch-deutschen Erbe zu tun.

Joachim Sobotta (Rheinische Post, KK)

Elisabethirche

Die einst evangelische deutsche Hauptkirche St. Elisabeth in Breslau, heute katholische Garnisonkirche
Bilder: der Autor

Christentum: Sein und Tun

Freitag, 25. September 2015

Bundestreffen der Ackermann-Gemeinde mit mehr als
400 Teilnehmern in Budweis

„Engagierte Christen braucht das Land!“ Der Schlusssatz aus der Festrede von Alois Glück, dem Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, kann als Appell an die weit über 400 deutschen und tschechischen Teilnehmer des Bundestreffens der Ackermann-Gemeinde und ihrer tschechischen Schwesterorganisation Sdružení Ackermann-Gemeinde in Budweis gelten.

Markus Bauer (KK)

AG-Budweis-(219)

Der Bundesvorsitzende der Ackermann-Gemeinde MdEP a. D. Martin Kastler, Christa Ullmann, Laudator Dr. Walter Rzepka

Fremder Blick schärft den eigenen

Freitag, 25. September 2015

Eine französische Biographie: Antoine Marès: Edvard Beneš. De la gloire à l’abime. Entre Hitler et Staline / Epilog. Pervin, Paris 2015, 502 S.

In seiner Biographie präsentiert der Historiker Antoine Marès Eduard Beneš als Politiker, der stark polarisiert: Von etlichen Historikern gibt es für ihn nur Lob, von anderen wird er regelrecht verteufelt. Die Herausforderung für den Historiker bestand darin, diese beiden Extreme zu vermeiden, indem der Akzent auf die enge Beziehung zwischen dem Menschen Beneš und den Zwängen seiner Zeit gelegt wird. Dabei konzentriert sich die Auseinandersetzung von Marès mit dieser Persönlichkeit der Zeitgeschichte auf zwei Themen: die Sudetenfrage und die Kontroverse um die Rolle des Politikers in der Zeit von 1938 bis 1948.

Christelle Goarnisson (KK)

22.-Oct.-45

Titelseite vom 22. Oktober 1945
Quelle: Wikimedia Commons

Als Menschen zu „Material“ wurden

Freitag, 25. September 2015

Eine Ausstellung über die Bessarabiendeutschen wurde durch eine Berliner Konferenz historisch vertieft

Nach 20 Stationen in der Ukraine, der Republik Moldau, Rumänien, in verschiedenen Städten in Deutschland und auch in den USA ist die Ausstellung „Fromme und tüchtige Leute …“ über die Deutschen aus Bessarabien nun auch in Berlin angekommen. Die Wanderausstellung, die seit 2010 unterwegs ist, war diesmal erweitert um den Ausstellungsteil, der die Leistungen deutschstämmiger Persönlichkeiten im 19. Jahrhundert für die Entwicklung der Hauptstadt Bessarabiens, Kischinew, zu einer modernen Regionalmetropole darstellt und der 2014 bereits mit großem Erfolg in Chisinau gezeigt worden ist.

Ortfried Kotzian, Ute Schmidt (KK)

kirchgaenger

Es bedarf weder der Farben noch des Sonnenscheins, damit eine Aufnahme vom Dorfanger strahlt:
Kirchgänger
Bilder aus der Ausstellung

Die Donau mag schön und blau sein

Freitag, 25. September 2015

Das Donauschwäbische Zentralmuseum Ulm sorgt dafür, dass viele anderen Farben hinzukommen

Das im Sommer des Jahres 2000 eröffnete Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm präsentiert auf 1500 Quadratmetern die Geschichte der deutschen Bauern und Handwerker, die von der Habsburgermonarchie im 18. und 19. Jahrhundert in Ungarn angesiedelt wurden. Das DZM versteht sich als Vermittlungsinstanz zwischen wissenschaftlichem Anspruch, dem Erfahrungsschatz der Erlebnisgeneration und den Bedürfnissen des Publikums.

(KK)

DZM[1]

Diese Skulptur von Ingo Glass vor dem Haus setzt schon einen ersten Akzent: gelb
Bild: DZM

Mitten im Heute

Freitag, 25. September 2015

Das Oberschlesische Landesmuseum Ratingen und die CDU NRW bewahren Vergangenheit und beleben die Gegenwart

Mit einer Feierstunde, einer Diskussionsrunde und einem Empfang beging die CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen in der Stiftung Haus Oberschlesien von Ratingen-Hösel den Tag der Heimat 2015. Unter dem Motto „Vertreibungen sind Unrecht – gestern wie heute“ wurde die Veranstaltung zum Anlass genommen, historische Fakten in Erinnerung zu bringen sowie ein Zeichen der Versöhnung zu setzen und nicht zuletzt auch eine Mahnung gegen weltweites Unrecht von Vertreibung, Deportation, Willkür und Gewalt auszusprechen.

(KK)

Oberschlesisches-Landesmuseum-Ratingen

Haus der offenen Tür und der offenen Worte: Oberschlesisches Landesmuseum Ratingen
Bild: Dieter Göllner

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. September 2015

Diener Gottes auf „schwierigem Handlungsfeld“

Thomas Scharf-Wrede (Hg.): Adolf Kardinal Bertram (1859–1945). Leben und Wirken. Verlag Schnell u. Steiner, Regensburg 2015, 239 S., 29,95 Euro

Eine umfassende wissenschaftliche Biographie des Bischofs von Hildesheim (in den Jahren 1906 bis 1914), Fürstbischofs von Breslau (1914 bis 1945) und seit 1920 Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenz Adolf Kardinal Bertram fehlt bis heute.

Norbert Matern (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. September 2015

Denken und Nach-Denken

Arno Herzig: Geschichte Schlesiens. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. C. H. Beck, München 2015, 128 S., 8,95 Euro

Arno Herzig ist in den letzten Jahren mit zahlreichen Darstellungen zur schlesischen Geschichte hervorgetreten. Das ist wichtig, zumal seine Publikationen in verschiedenen Verlagen ein breiteres deutsches Publikum erreichen können. Nun hat er in der Reihe C. H. Beck Wissen einen Überblick oder, sagen wir, Einblick in die schlesische Geschichte vorgelegt.

Stephan Kaiser (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. September 2015

Sine ira et cum studio

Dieter Roth: Der müde Lord. Roman. Rhein-Neckar-Zeitung, o. O. 2013, 484 S.

In Siebenbürgen war Müdigkeit ein Laster, sie musste es sein, denn man hatte ja zu tun und keine Zeit für Befindlichkeiten. Jene, die sich die Zeit nahmen, müde zu sein und erst recht etwas zu tun, sie sind es, die dieses Siebenbürgen, überhaupt die deutsche Kultur in und aus Rumänien wach hielten und halten. Namen gibt es viele, Namhaftigkeit wenig, darum freut man sich, dass einer auftaucht, der einst in diversen rumäniendeutschen Publikationen stand, aber nie hervortrat. Dieter Roth tritt nun hervor mit einem Buch, in dem sein Alter ego Christian Rosenow, der „müde Lord“, ein halbes Jahrhundert deutsche Minderheitenkultur in Rumänien Revue passieren lässt. Halten zu Gnaden, Euer Lordschaft, es ist wohl gelungen, ja wohlgelungen.

Georg Aescht (KK)

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