Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1361

Heimat kann man nicht kaufen

Sonntag, 25. Oktober 2015

Im Düsseldorfer Gerhart-Hauptmann-Haus argumentiert Bernd Fabritius für den Fortbestand des BdV – mit dem Fortbestand seiner Aufgaben

„Bernd Fabritius und der Bund der Vertriebenen auf dem Weg ins 21. Jahrhundert“ war das Thema einer Veranstaltung, zu der das Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf eingeladen hatte. Um es vorweg zu sagen, die Teilnahme war eher mäßig, und es fiel auf, dass gerade die Siebenbürger Sachsen und ebenso die Banater Schwaben, also die unmittelbaren Landsleute des BdV-Präsidenten Dr. Bernd Fabritius, im Saal nur vereinzelt anzutreffen waren. Daraus eilfertig negative Schlüsse ableiten zu wollen ist gewiss nicht angebracht.

Franz Heinz (KK)

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Ein Bundestagsabgeordneter wie Bernd Fabritius hat viel zu klären und zu erklären, unter der Kuppel des Reichstags steht er jedoch nie mit dem Rücken zur Wand
Bild: Site Bernd Fabritius

Gemeinsamkeiten gehen über Gemeinden hinaus

Sonntag, 25. Oktober 2015

14. Kongress der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische
Partnerschaft in Magdeburg

Es war bereits der 14. Kongress, zu dem die von Bernd Hinz (Preußisch-Holland) geleitete Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische Partnerschaft (AKP) eingeladen hatte, diesmal nach Magdeburg. Insgesamt gibt es nicht weniger als 1400 Städte- und Gemeindepartnerschaften zwischen Deutschland und Polen. Mit Recht sagte Reiner Haseloff, der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, in seiner Begrüßung den etwa 60 aus beiden Ländern angereisten Teilnehmern, er bekenne sich zu dieser Konferenz und zur kommunalpolitischen Zusammenarbeit, der er selbst entstamme, denn „sie ist das Herzstück der politischen Arbeit“.

Klaus Weigelt (KK)

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Das Abendlicht kann durchaus etwas morgentlich Erfrischendes haben: Magdeburg entfaltet seine zurückhaltende Pracht
Bilder: Wikimedia Commons

Unsere böhmischen Dörfer

Sonntag, 25. Oktober 2015

Eine Reise dorthin, wo deutsche Identität zu entdecken ist – auch die eigene

Viele deutsche Bürger kennen ihr Land noch nicht, gemeint sind hier zum Beispiel Städte wie Meißen oder Jena. Dresden ist da schon besser bekannt. Aber Ortschaften südlich davon, Pirna, Tetschen oder gar das kleine Reichstadt, bis zur Vertreibung der dort lebenden Sudetendeutschen ein deutsches Städtchen, über Jahrhunderte österreichisch, mit einem riesigen Schloss, das dem österreichischen Kaiser Ferdinand I. als Sommerresidenz diente, das sind die böhmischen Dörfer, die den von dort vertriebenen Landsleuten noch bekannt sind. Just in Reichstadt, heute Zákupy, beging unlängst die Gemeinde mit dem jungen Bürgermeister Radek Lipa die Erstnennung des Ortes vor 700 Jahren: Richinstatt, damals im Besitz eines Fridmann von Richinstatt.

Rüdiger Goldmann (KK)

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Die imperiale Dimension des kaiserlichen Sommersitzes wirkt fast erdrückend in dem eher kleinteiligen Reichstadt, das so, wie es heißt, nicht ist
Bilder: der Autor

Ein Bild, das nicht fotografiert werden konnte

Sonntag, 25. Oktober 2015

Auf dem Siebenbürgischen Kirchentag in Bonn leben die Sachsen von dort und hier ihre Verbundenheit mit gleich zwei Kirchen

Wäre das Bild nicht im unpassenden Moment aufgetaucht, wäre es das Herzstück der Berichterstattung zum 33. Siebenbürgischen Kirchentag in Bonn gewesen. Es hätte nämlich nicht nur illustriert, sondern repräsentiert, was für das Hauptanliegen aller Siebenbürgischen Kirchentage in Deutschland und Österreich programmatisch gewesen ist: Integration der siebenbürgischen Diaspora in die Kirche und die Gesellschaft des neuen Umfeldes. Aber so bleibt der Artikel ohne Bild und der Leser ohne visuelles Erlebnis.

Stefan Cosoroaba (KK)

In der Aura der heiligen Dorothea und Hedwig

Sonntag, 25. Oktober 2015

Kirchen- und Kulturgeschichte in Freising

Ihre 52. Arbeitstagung hielt das Institut für ostdeutsche Kirchen- und Kulturgeschichte im Freisinger Bildungszentrum Kardinal-Döpfner-Haus ab. Im Vorfeld wurde bei der Mitgliederversammlung der bisherige Zweite Vorsitzende Professor Dr. Rainer Bendel zum Ersten Vorsitzenden gewählt, der bisherige, seit Dezember 1983 amtierende Vorsitzende Monsignore Dr. Paul Mai rückte in die Position des Stellvertreters.

Markus Bauer (KK)

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Mehr wissen und wissen wollen – auch voneinander: die Teilnehmer der Tagung
Bild: der Autor

Zwischen Kriegen und zwischen Hell und Dunkel

Sonntag, 25. Oktober 2015

Danzig im Luftbild der Zwischenkriegszeit

Besucher des am Standort Warendorf neu eröffneten Westpreußischen Landesmuseums können „Begegnungen mit einer deutsch-polnischen Kulturlandschaft“ erleben. Neben der neu konzipierten Dauerausstellung ist bis zum 22. November die Sonderausstellung „Danzig im Luftbild der Zwischenkriegszeit“ zu besichtigen. Die hochwertigen Aufnahmen aus der Vogelperspektive dokumentieren die wichtigsten Stadtteile und die Vorstädte von Danzig sowie eingemeindete Ortschaften und neue Siedlungen.

(KK)

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Blick von hoch oben – und zurück, über die Kriegszerstörungen hinweg: Festung Weichselmünde
Bildarchiv Herder-Institut, Marburg

Wie jung ist Ostpreußen?

Sonntag, 25. Oktober 2015

Gemeinsam mit Russen, Polen und Litauern will es die Jugend der Landsmannschaft Ostpreußen herausfinden

Eine 20-köpfige Gruppe vom Bund Junges Ostpreußen (BJO) verband ihr diesjähriges Bundestreffen in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf mit einem Besuch im Duisburger Museum Stadt Königsberg. Lorenz Grimoni, langjähriger Leiter des Museums, bot den Jugendlichen eine Führung durch die aktuelle und zugleich letzte Sonderausstellung des Hauses unter dem Motto „Reformation in Königsberg und im Herzogtum Preußen“.

Dieter Göllner (KK)

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Käthe Kollwitz war auch einmal jung, ihre Kunst ist es immer noch, erklärt Museumsleiter
Lorenz Grimoni den jungen Besuchern im Duisburger
Museum Stadt
Königsberg
Bild: der Autor

Traditionsreiche Neuigkeiten

Sonntag, 25. Oktober 2015

Das Ostpreußische Landesmuseum eröffnet seinen Museumsmarkt

Die Neugierde ist groß: Nach einem Jahr Pause wird der Museumsmarkt im fertiggestellten Neubau des Ostpreußischen Landesmuseums als langjährige Tradition wieder eröffnet.

(KK)

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So klar die Linien, dass selbst der Mensch transparent wirkt – in der Simulation
Bild: Ostpreußisches Landesmuseum Lüneburg

Patrimonium der Patrizier

Sonntag, 25. Oktober 2015
Das Haus des Deutschen Ostens (HDO) in München lädt in Zusammenarbeit mit der Polnischen Historischen Mission an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und dem Lehrstuhl für bayerische und fränkische Landesgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zur 7. HDO-Studienwoche vom 15. bis zum 18. November 2015 an der Bildungsstätte „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen ein.

(KK)

 


Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. Oktober 2015

Hätte er uns geahnt …

Karl Kraus: Heine und die Folgen. Schriften zur Literatur. Herausgegeben und kommentiert von Christian Wagenknecht und Eva Willms. Wallstein Verlag, Göttingen 2014, 464 S.

Einen hat es gegeben, im Wien des vorigen Jahrhunderts, der sich derart an der deutschen Sprache abgerackert und ihr geschmeichelt hat, wie sie es verdient. Karl Kraus, der jüdische Böhme und deutschest Schreibende aller Schreibenden, hat ein Leben lang getan, was man tun kann, um diese Sprache der besinnungslosen Selbstverständlichkeit zu entreißen und der sinnenden Verständlichkeit zuzuführen, sie denen zu entreißen, die sich ihrer bedienen, und aufzurufen zum Dienst an ihr.

Georg Aescht (KK)

 


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