Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1372

Eine Feinsinnende

Sonntag, 25. September 2016

Eine Feinsinnende

Roswitha Wisniewski zum 90. Geburtstag

Natürlich ist herzlich zu gratulieren, Glück und Segen zu wünschen, auch Gesundheit und Wohlergehen, Anerkennung zu zollen und großen Dank zu sagen. Auch wenn es schon vielfältig geschehen ist, darf alles noch einmal, noch viele Male gesagt werden, ja es kann gar nicht oft genug gesagt werden, dass Roswitha Wisniewski sich verdient gemacht hat um so Vieles in ihrem langen Leben, gerade auch um den Ostdeutschen Kulturrat, der ihr mit diesem Gruß eine kleine Ovation darbringen möchte.

Klaus Weigelt (KK)

 

seite_3_kk1372Als könnte der Hintergrund gar nicht anders als so blau sein: Frauenkopf, vorgebeugt, von Margarete Depner
Bild: siehe Seite 19

Ordentliches Stück Orden

Sonntag, 25. September 2016

Ordentliches Stück Orden

Das Deutschordensmuseum Ellingen bietet Blicke auf 800 Jahre streitbarer bis klerikaler Geschichte – und einiges mehr

Dass man 800 Jahre auf rund 3000 Quadratmetern unterbringen kann, demonstriert auf beeindruckende Weise das Deutschordensmuseum im fränkischen Wein- und Kulturstädtchen Bad Mergentheim.

Dieter Göllner (KK)

 

seite_6_kk1372Würde, nicht Bürde: Kreuzesträger des Deutschen Ordens
Bilder: der Autor

„Wälder und Menschen“ auf Russisch

Sonntag, 25. September 2016

„Wälder und Menschen“ auf Russisch

Das entbehrt nicht einer unterschwelligen Stringenz, wird aber auch realiter realisiert: Wiechert-Initiativen in Königsberg

Es war eigentlich Zufall, bedingt durch Terminprobleme, dass am 1. Juni 2016 im Deutsch-Russischen Haus (DRH) in Königsberg/Kaliningrad ein Abend über den ostpreußischen Dichter Ernst Wiechert (1887–1950) stattfand. Geplant gewesen war ein solcher Abend für den Spätherbst 2016, doch dann ergaben sich Termin-
überschneidungen, und man entschied sich spontan für den Sommeranfang.

Bärbel Beutner (KK)

 

seite_9_kk1372Es hat nichts vom Forsthaus Kleinort, das Deutsch-Russische Haus in Königsberg/Kaliningrad, und doch ist es ein „schicklicher Ort“ für das Andenken des in jenem Haus geborenen Dichters
Bild: DRH

Memelländischer Märtyrer

Sonntag, 25. September 2016

Memelländischer Märtyrer

In der DDR war nicht einmal seine Herkunft genehm, geschweige denn sein Weg christlicher Überzeugung: Oskar Brüsewitz

Als Oskar Brüsewitz am 30. Mai 1929 in Willkischken geboren wurde, gehörte das Dorf, das über die Luisenbrücke in Tilsit zu erreichen war, zum Memelland, das 1923 der Republik Litauen zugeschlagen und 1939 wieder dem Deutschen Reich eingegliedert worden war. Die größten Städte dort waren Memel und Heydekrug. In dieser unruhigen Grenzregion wuchs Oskar Brüsewitz als drittes Kind eines verarmten Handwerkers auf und begann 1943, als er mit 14 Jahren die Volksschule verlassen hatte, eine kaufmännische Lehre, die er freilich schon 1944 wegen der Kriegsereignisse abbrechen musste.

Jörg Bernhard Bilke (KK)

 

Gedenkstein für Oskar Brüsewitz vor der Michaeliskirche in Zeitz Bild: H. Schmidt

Gedenkstein für Oskar Brüsewitz vor der Michaeliskirche in Zeitz
Bild: H. Schmidt

Experten der Not

Sonntag, 25. September 2016

Experten der Not

Brieffreundschaften junger Flüchtlinge mit deutschen Vertriebenen

Von Dominik Breuer, dem künstlerischen Leiter des Brachland-Ensembles, eines Netzwerks professioneller Künstlerinnen und Künstler, erreicht uns die Nachricht über eine Initiative, die auch unsere Leser ansprechen dürfte.

Aktuell bereitet das Brachland-Ensemble gemeinsam mit dem Westdeutschen Tourneetheater Remscheid unter der Intendanz von Claudia Sowa, dem Jungen Theater Leverkusen und mit Unterstützung der Caritas-Verbände Remscheid und Leverkusen die Produktion „Lebensläufer“ vor.

(KK)

 

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. September 2016

Mühen der Ebene

Gerhard Albert / Stefan Vesper (Hrsg.): Zwischen Isolation und Integration – Polen in Europa. Ost–West 3. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2016, 79 S., 6,50 Euro

Beunruhigende Veränderungen in Polen, einem „Land im Aufruhr“, sehen in unterschiedlicher Wertung die zehn deutschen, polnischen, schwedischen und französischen Autoren im neuen Heft „Ost–West“, das gemeinsam von Renovabis und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken herausgegeben wird. Es fällt auf, dass es nur einen Beitrag zum 25. Jahrestag des deutsch-polnischen Vertrages gibt – das Editorial erwähnt ihn gar nicht. Dieter Bingen, der Direktor des Deutschen Polen-Instituts, nennt den Nachbarschaftsvertrag einen Glücksfall.

Norbert Matern (KK)

 

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. September 2016

Reichsfriedens(blüten)träumer

Wallenstein aus früher österreichischer Sicht

Man möchte fast wetten, dass der bedeutende Historiker Heinrich Ritter von Srbik (1878–1951) und seine tiefschürfenden Werke zur österreichischen und deutschen Geschichte vielen deutschen Geschichtsstudenten und Geschichtsfreunden weitgehend unbekannt sind. Das hat unter anderem mit dem Auseinanderfallen der europäischen Großmacht Österreich-Ungarn nach 1918 und der wechselvollen Geschichte der Republik Österreich danach zu tun. Unsere deutschen Medien berichten über den Wiener Opernball und die politischen Parteienkämpfe, vor allem den Aufstieg der FPÖ, aber nur sporadisch über die reiche Geschichte und Kultur des Alpenlandes, die mit der deutschen Geschichte über Jahrhunderte eng verbunden war. So ist es auch kein Wunder, dass Heinrich Ritter von Srbik neben seinen Hauptwerken auch Wallenstein 1920 ein gründliches Buch gewidmet hat.

Rüdiger Goldmann (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. September 2016

Reflexiv

Spiegelungen. Zeitschrift für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas. Heft 1/2016, Jg. 11 (65). „Rumäniendeutsche und Nationalsozialismus“. Herausgegeben von Florian Kührer-Wielach unter Mitwirkung von Juliane Brandt, Enikö Dácz und Angela Ilic im Auftrag des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 17 Euro

(KK)

 

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. September 2016

Starre Zeugen bewegter Geschichte

Deutsch-polnisches Heft zur Wehrarchitektur

Zu der neuen Ausstellung „Geschichte aus Stein und Beton. Befestigungen zwischen Weichsel und Memel 1700–1945“ des Kulturzentrums Ostpreußen in Ellingen erschien nun ein 64-seitiges mehrfarbiges deutsch-polnisches Begleitheft, das die Wehrarchitektur Preußens beschreibt.

M. Fritsche (KK)

 

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. September 2016

Als Licht aus dem Westen kam

Wanderausstellung zur Reformation

Die Reformation in der Folge des sogenannten Thesenanschlags Martin Luthers an der Wittenberger Schlosskirche 1517 bildet unbestritten einen der wichtigsten Einschnitte der europäischen Geschichte. Vor allem erfasste diese Entwicklung rasch alle Landstriche östlich Kursachsens, in denen deutsch gesprochen wurde, und strahlte von dort auf die Nachbarländer aus. Dieser Teil Europas war ausgesprochen empfänglich für die Ideen einer Erneuerung der Kirche und einer Intensivierung des Glaubens. Polen und Ungarn etwa wurden Länder großer konfessioneller Vielfalt, Böhmen war durch die hussitische Glaubensbewegung ein Jahrhundert vorher bereits reformatorisch eingestellt. Während sich die deutschen Länder bald am Glaubensbekenntnis des jeweiligen Landesherrn zu orientieren hatten, wurde Ostmitteleuropa für geraume Zeit zu einer von Glaubensdiversität geprägten Sphäre – und dadurch auch zum Ziel vieler Glaubensflüchtlinge aus Mittel- und Westeuropa.

(KK)

 

 

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