Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1374

Danziger Goldwasser aus Gdansk

Freitag, 25. November 2016

Und Königsberger Klopse aus Kaliningrad – das sind keine kulinarischen, sondern sprachliche Verwirrungen

„Ja, wunderbar war’s auf Usedom! Und zum Abschluss sind wir am Donnerstag von Ahlbeck mit den Fahrrädern rüber nach Swinemünde gefahren und haben …“ – Das Gesprächsgegenüber, ein Ostdeutscher, der bis dato freudig interessiert zuhörte, zieht Stirnfalten und wirft pfeilschnell und inquisitorisch ein: „Sie meinen, Sie waren in Schwienouschtschje?“ (Als Ostdeutscher spricht er Swinoujscie natürlich perfekt aus.) Die Stimmung sinkt und kippt. Und jetzt? Um Nachsicht und Gnade bitten?

Martin Hollender (KK)

 

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Der deutsche Schlager machte es sich noch etwas einfacher – ohne diakritische Zeichen
Bild: Wikimedia

„Wenn wir hineinschauen, schwindelt es uns“

Freitag, 25. November 2016

Geschichte und Erinnerung an dem kaum bekannten Vernichtungsort Malyi Trostenez

Wer kennt ihn nicht, den Beifall heischenden Stoßseufzer aus der Mitte der schweigenden Mehrheit der sogenannten Zivilgesellschaft: „Wann hört das endlich auf?!“ Gemeint sind nicht die gegenwärtigen Elendsnachrichten über millionenfache Flüchtlingsschicksale und Christenverfolgungen oder die täglich eintreffenden Berichte über Terror und Gewalt. Nein, es geht um das öffentliche und veröffentlichte Erinnern an die Verbrechen von Deutschen, die 2016/17 nach dem Beginn des Vernichtungskrieges der deutschen Wehrmacht gegen die Sowjetunion am 22. Juni 1941 fünfundsiebzig Jahre zurückliegen. 

Klaus Weigelt (KK)

 

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Der Schnee nimmt dem Ort nichts von seiner Schwärze: Gedenkstätte Malyi Trostenez
Bild aus der Ausstellung

Einen „seines nationalen Lebens frohen Staat“

Freitag, 25. November 2016

Vor 100 Jahren proklamierten die Mittelmächte ein „Königreich Polen“ auf bis dahin russischen Territorien

Die Einstellung zur „polnischen Frage“ war 1915 in Berlin nicht ungünstig, soweit sich dies auf Russisch-Polen bezog. Es sei hier nur an die Rede des Reichskanzlers Theobald von Bethmann-Hollweg vor dem Reichstag (19. August 1915) und an die Proklamation „An die Einwohner von Wilno“ nach Einnahme der Stadt Wilna durch deutsche Truppen im September 1915 unter Traugott Graf von Pfeil und Klein Ellguth erinnert, in der es u. a. hieß: „Wilno – eine Perle in dem ruhmreichen Königreich Polen“. Allerdings folgte daraus politisch zunächst nichts, weil Berlin und Wien Bedenken hatten, dass mit Zugeständnissen an die Polen im bisherigen Russisch-Polen sich auch die Frage der anderen Teilungsgebiete stellen konnte. 

Peter Wörster (KK)

 

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Die Proklamation des Königreichs Polen:
„An die Bewohner des General-Gouvernements Warschau“, 5. Nov. 1916, Ausfertigung in dt. Sprache (Archivsign.: DSHI_170_Altplakate_80)
Bild: der Autor

Aus der Stube in die Welt

Freitag, 25. November 2016

Auf diesem Weg wollen die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen und Haus Schlesien bedrohten Heimatsammlungen helfen

Beim Durchblättern des Gästebuches im Haus Schlesien fällt auf, dass es anlässlich der jüngsten Tagung für Heimatstubenbetreuer mehrere Einträge gab, die die zweitägige Veranstaltung von Anfang November als informativ, hilfreich und ermutigend bezeichneten. In der Tat wurde den rund 30 Teilnehmern erneut ein interessantes Vortragsprogramm mit praxisbezogenen Referaten und Möglichkeiten zum regen Erfahrungsaustausch geboten. Ermutigend waren allemal die Berichte von Häusern, die gut aufgestellt sind und optimistisch in die Zukunft blicken können.

Dieter Göllner (KK)

 

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Stählerne Träger stützen die Decke im Haus Schlesien, sodass dessen Leiterin Nicola Remig (am Mikrophon) mit Fug und Recht Solidität zu beschwören vermag, die gerade angesichts der Schwierigkeiten vieler Heimatstuben vonnöten ist
Bild: der Autor

Im baltischen Licht sieht man – sich – besser

Freitag, 25. November 2016

Domus Revaliensis-Tage an der Akademie der Wissenschaften in Reval/Tallinn

Die Akademie der Wissenschaften in Reval/Tallinn ist nach wie vor der richtige Ort für die Domus Revaliensis-Tage. In diesem Haus (ehemals von Ungern-Sternberg) befand sich in der Zwischenkriegszeit von 1918 bis 1939 die Deutsche Kulturselbstverwaltung und die letzte amtliche Stelle zur Registrierung (1939) aller Deutschen für die Umsiedlung. Der Schreibtisch steht noch heute dort. Im Vorhof des Hauses befindet sich der Gedenkstein für das Baltenregiment, den die Deutschbalten gespendet haben.

Babette Baronin von Sass (KK)

 

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Selbst im Schmuck des ersten Schnees bewahrt Reval seine heimelige Ausstrahlung – für den, der sie zu schätzen weiß
Bild: Wikimedia

Schöne Normalität

Freitag, 25. November 2016

Und andere Gründe, Südmähren zu besuchen, vorgestellt in München

Wie üblich lud der tschechische Generalkonsul in München, Milan Coupek, zum Nationalfeiertag ins Hotel Maritim ein. Erstaunlich war diesmal: Angekündigt wurde eine Ausstellung über den Kreis Südmähren. Es gab keinen Querstrich mit dem tschechischen Namen
Norbert Matern (KK)

 

„Insel in einer Zeit der Gleichgültigkeit“

Freitag, 25. November 2016

Vertriebenenwallfahrt nach Vierzehnheiligen

Trachtenabordnungen von Pommern, Oberschlesiern, Banater Schwaben und Sudetendeutschen (mit ihren Untergruppierungen) nahmen am ersten September-Sonntag an der 71. Vertriebenenwallfahrt nach Vierzehnheiligen teil. Höhepunkt war der vom emeritierten Freiburger Erzbischof Dr. Robert Zollitsch zelebrierte Festgottesdienst. Bei der Marienandacht trug der Bundesgeschäftsführer der Sudetendeutschen Landsmannschaft Christoph Lippert die theologischen Gedanken vor.

In einer kleinen Prozession, angeführt von der Ackermann-Gemeinde Bamberg und weiteren sudetendeutschen Teilnehmern, zogen die Heimatvertriebenen in die Basilika.

Markus Bauer (KK)

 

Auch Gedenken und Andacht können bunt sein: Die Abordnungen der Landsmannschaften und Verbände zusammen mit Erzbischof em. Robert Zollitsch und Vertriebenenseelsorger Herbert Hautmann Bild: der Autor

Auch Gedenken und Andacht können bunt sein: Die Abordnungen der Landsmannschaften und Verbände zusammen mit Erzbischof em. Robert Zollitsch und Vertriebenenseelsorger Herbert Hautmann
Bild: der Autor

Luthers Saat ging im Osten auf

Freitag, 25. November 2016

Potsdamer Ausstellungsprojekt zur Reformation macht Station in Görlitz

Die deutsch- und polnischsprachige Wanderausstellung „Kirchfahrer, Buschprediger, betende Kinder – 500 Jahre evangelisches Leben in Schlesien“ wird am 9. Dezember 2016 um 19 Uhr im Schlesischen Museum zu Görlitz eröffnet. Zur Vernissage werden hochrangige Vertreter der evangelischen Kirche erwartet.
(KK)

 

Flucht vor Luthers Frucht

Freitag, 25. November 2016

Ausstellung zu religiösen Wanderungsbewegungen in Stuttgart

Ende Oktober eröffnete das Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart eine Ausstellung anlässlich des Reformationsjubiläums: Täufer, Schwenckfelder und Pietisten können bis zum 8. Juni 2017 in ihrer unsteten Entwicklung zwischen dem deutschen Südwesten und dem östlichen Europa verfolgt werden.

Ehe sich die neue Glaubenslehre endgültig etablierte, tobten heftige Auseinandersetzungen zwischen den Vertretern unterschiedlicher theologischer Richtungen.

(KK)

 

Beileibe nicht immer und nicht alle waren und sind sich einig im Zeichen des Kreuzes Bild: Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg

Beileibe nicht immer und nicht alle waren und sind sich einig im Zeichen des Kreuzes
Bild: Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg

Nachbarn, schafft Nachbarschaft

Freitag, 25. November 2016

Bayerischer Kreativwettbewerb für Schüler

Es geht auch 2016/17 wieder um „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn – Wir in Europa“, allerdings mit dem diesjährigen Jahresthema „Karl IV.“
(KK)

 
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