Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1376

Menschenwürde, ins Blatt gerückt

Mittwoch, 25. Januar 2017

Dem langjährigen Chefredakteur Jörg Bernhard Bilke zum 80.

Sein Leben lang hat sich Jörg Bernhard Bilke mit den braunen und roten Irrwegen beschäftigt, die nicht nur das Geschichtsbild der Deutschen verunstalten, sondern die deutsche Geschichte insgesamt bis heute mit unheilbaren Wunden und Narben übersäen. Die Nachwirkungen des Nationalsozialismus, des Judenhasses und des Rassismus sind heute ebenso spürbar wie die bleibende Verherrlichung des menschenverachtenden kommunistischen Regimes der DDR durch Unbelehrbare als der „bessere der beiden deutschen Staaten“ in der Zeit von 1949 bis 1989, dem man verklärend bis heute vielerorts anhängt.

Klaus Weigelt (KK)

 

Nie weise, stets weisend seine Rede, nie aufdringlich, stets dringlich sein Text:
Jörg Bernhard Bilke
Bild: Archiv

Ein Lehrer über die Schule hinaus

Mittwoch, 25. Januar 2017

Rüdiger Goldmann läßt auch mit 75 nicht nach in der Aufklärungsarbeit

Rüdiger Goldmann wurde am 28. Dezember 1941 im böhmischen Gablonz an der Neiße, im Isergebirge, geboren. Das Ende des Zweiten Weltkrieges – untrennbar mit dem Ende der Verbrechen der Nationalsozialisten, aber auch mit Flucht und Vertreibung von 14 Millionen Deutschen verbunden – verschlug seine Familie zunächst nach Österreich, wo er die Volksschule besuchte. Erst später kam er ins Nachkriegsdeutschland, ins neu gegründete Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Nachdem er 1962 die Gymnasialausbildung mit dem Abitur abgeschlossen hatte, studierte er an der Universität zu Köln und an der Freien Universität Berlin Geschichte und Deutsch.

Helmut Sauer (KK)

 

Es genügt nicht, überzeugter Europäer zu sein, man muss auch überzeugen:
Rüdiger Goldmann
Bild: Ost- und Mittedeutsche Vereinigung

Pränukleare Kettenreaktionen

Mittwoch, 25. Januar 2017

Tagung der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen und der Studiengruppe Politik und Völkerrecht zum Ersten Weltkrieg und den Folgen

Der Erste Weltkrieg, der oft als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet wird, hat die weitere Geschichte Europas und der Welt und insbesondere das Zusammenleben der Völker in Mittel- und Ostmitteleuropa in entscheidendem Maße geprägt. Mit einer Tagungstrilogie unternimmt es die Bonner Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen gemeinsam mit der Studiengruppe Politik und Völkerrecht, dieses Thema vor allem aus völkerrechtlichem Blickwinkel zu betrachten. Bei der ersten Tagung in Haus Schlesien, Königswinter-Heisterbacherrott, standen im Herbst 2016 neben der Kriegsschuldfrage die Friedensverträge und deren Auswirkungen auf die Staaten Mittel- und Ostmitteleuropas im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Vorträge und der engagierten Diskussionsbeiträge der etwa 70 Teilnehmer.

Ernst Gierlich (KK)

 

Zwar erlangt der Krieg mit modernen Waffensystemen eine ungeahnte Dimension, und doch bleibt er brutal einfach, stets Tod durch Feuer und Schwert, in welcher Gestalt auch immer: Max Rabes, Straßenkampf in Hohenstein, Ostpreußen
Bild: Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Über Grenzen hinaus, auch die der Disziplinen

Mittwoch, 25. Januar 2017

Die Museen ostmitteleuropäischer Observanz fächern ihr Angebot nicht nur thematisch breit auf

Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm
In der Sonderausstellung des Donauschwäbischen Zentralmuseums, Ulm, sind fotografische Momentaufnahmen von Dragoljub Zamurovic zu sehen. Der serbische Fotograf zeigt eine Auswahl seiner Bilder, die er während seiner Reisen durch Rumänien, Ungarn, Kroatien und Serbien in den Jahren 2015 und 2016 geschossen hat. Er begab sich auf Spurensuche, um festzustellen, wie die dort verbliebenen Donauschwaben heute leben.

Dieter Göllner (KK)

 

Trautes Heim in untrauter Heimat: Stjepan Seder aus Karlowitz in seinem Museum, fotografiert von Dragoljub Zamurovic
Bilder: Museen/Autor

Lang unterdrückte bedrückende Aktualität

Mittwoch, 25. Januar 2017

Auch an der Orla sind Flucht und Vertreibung Thema

Im Stadtmuseum von Neustadt … Neustadt? Das liegt doch bei uns gleich um die Ecke. Denkste, die Ortsliste in meinem Atlas nennt rund sechzig solche Orte. Das muss ich also genauer beschreiben. Die Stadt liegt an der Orla. Sagt Ihnen nichts? Na denn: ein Nebenfluss der Saale. In Thüringen, kennen Sie sich da aus? – Etwas. – Jena? – Ja! – Schleiz? – Wo der Duden …? – Na also, und genau dazwischen liegt unser Neustadt. Wenn Sie mit dem Zug hinfahren wollen: Der ICE hält in Jena. Gegenüber dem Hauptbahnhof steht der Bus nach Schleiz. Da kommen Sie richtig an.

Bernhard Fisch (KK)

 

Ein Leitmotiv unserer unseligen Epoche in drei Stufen auf schmalem Raum – und dennoch Raum genug für das traurig Wesentliche und Unver-
gangene

 

Um des lieben Friedens willen

Mittwoch, 25. Januar 2017

Schweidnitz und Jauer in Gersfeld

Die djo – Deutsche Jugend in Europa und die Stadt Gersfeld präsentieren bis zum 5. März die von dem Deutschen Kulturforum östliches Europa mit Sitz in Potsdam konzipierte Ausstellung „Die schlesischen Friedenskirchen in Schweidnitz und Jauer“ in der Stadthalle Gersfeld.

Im 17. Jahrhundert unterstand das überwiegend evangelische Schlesien dem katholischen Habsburgerreich. Die Friedenskirchen entstanden in der Folge des Westfälischen Friedens 1648.

 (KK)

 

Herrlichkeit in Holz und Lehm: Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Schweidnitz
Bild: Deutsches Kulturforum östliches Europa

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Januar 2017

Mit der Geschichte ändert sich ihr Bild

Europa – Unsere Geschichte. Band 1: Von der Ur- und Frühgeschichte bis zum Mittelalter. Herausgegeben von der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission in Zusammenarbeit mit dem Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung Braunschweig und dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Eduversum Verlag, Wiesbaden 2016, 256 S., 24,80 Euro

Karlheinz Lau (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Januar 2017

Aus dem Osten der Christenheit

Thomas Bremer/Asaad Elias Kattan/Reinhard Thöle (Hrsg.): Orthodoxie in Deutschland. Aschendorff Verlag, Münster 2016, 275 S., geb. 22,80 Euro

Norbert Matern (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Januar 2017

Zwei Freunde und kein Ende

Hans Bergel/Manfred Winkler: Die Verweigerung der Negativität. Gespräch über Hiob und Apollon. Edition Noack & Block, Berlin 2016, 201 Seiten, 18 Euro

Ingeborg Szöllösi (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Januar 2017

Wo Heimat daheim ist

Hilfestellung für die Betreiber ostdeutscher Sammlungen

„Die Ostdeutschen Heimatsammlungen und -stuben stellen ein unverzichtbares deutsches und gemeinsames europäisches Kulturerbe dar, das zu erhalten und weiter zu entwickeln Aufgabe sowohl der öffentlichen Hand (Bund, Länder, Kommunen) als auch der Heimatvertriebenen und ihrer Nachkommen ist.

Dieter Göllner (KK)

 
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