Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1377

Wie bleibt man Christ in einer solchen Welt?

Samstag, 25. Februar 2017

Gemeinde und kirchliches Leben im Todeslager Königsberg von 1945 bis 1947

Eine gigantische Flucht- und Vertreibungsbewegung von etwa 14 Millionen Menschen, davon zweieinhalb Millionen Ostpreußen, evakuierte am Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg die meisten Teile der früheren deutschen Ostgebiete jenseits von Oder und Neiße Richtung Westen. Über diese historischen Ereignisse gibt es eine schier unüberschaubare Vertreibungsliteratur. Sie umfasst vor allem Berichte von Zeitzeugen über Ereignisse während Flucht und Vertreibung. Die Autoren haben ihre Erlebnisse teilweise in Tagebüchern festgehalten oder nachträglich aufgeschrieben. Diese Berichte sind geprägt von unmittelbarer persönlicher Betroffenheit und existentiellen Gefühlen, vielfach Todesängsten, in sich ständig überschlagenden, zuvor nie erfahrenen, neuen Ausnahmesituationen.

Klaus Weigelt (KK)

 

Die ostpreußischen Fischer, deren Votivinschrift noch 1991 fotografiert wurde, hatten es mit der Natur zu tun. Es sollten noch ganz andere Gefahren über sie kommen
Bilder aus Hartmut Boockmanns „Ostpreußen und Westpreußen“ in der Siedler-Reihe „Deutsche Geschichte im Osten Europas“

Klösterlicher Wagemut

Samstag, 25. Februar 2017

Im Bistum Görlitz wird das Klosters Neuzelle wiederbelebt

1817 wurde das Kloster Neuzelle säkularisiert und das Klosterleben erlosch, doch nach knapp 200 Jahren Abwesenheit kehren nun die Mönche in das ehemalige Zisterzienserkloster  zurück, das heute zum schlesischen Bistum Görlitz gehört. „Ich freue mich, dass Neuzelle nach 199 Jahren wieder Heimat für eine geistliche Gemeinschaft von Zisterziensern sein wird“, sagte der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt in seiner ersten Reaktion auf die positive Entscheidung der Mönche vom Stift Heiligenkreuz bei Wien, die bei ihrem Konvent am 10. November 2016 entschieden, eine Wiederbesiedlung des Klosters Neuzelle zu wagen.

Johannes Rasim (KK)

 

Portal des Klosters Neuzelle
Bilder: der Autor

Ein Bau wie ein offenes Buch

Samstag, 25. Februar 2017

Bei der Sanierung des Schlosses Fürstenstein in Schlesien kann man darin lesen

In den kalten Novembertagen letzten Jahres konnte der Besucher von Schloss Fürstenstein in Schlesien eine weitere Instandsetzung beobachten, denn sichtbar schreitet die Sanierung der Dachspitze des Weißen Turmes voran. In schwindelnder Höhe von ca. 40 Metern über der Westterrasse wurde am Weißen Turm gearbeitet.

Nachdem im Frühjahr die Südseite des Schlosses neu eingedeckt worden war, folgte im Herbst die Westseite des Schlosses.

Michael Ferber (KK)

 

Die größte Schlossanlage Schlesiens ist auch die größte renovatorische Herausforderung: Fürstenstein
Foto: Stempowski

Von Büchern umgeben

Samstag, 25. Februar 2017

Und nicht von Grenzen: Zum 70. Geburtstag von Wolfgang Kessler

Am 22. Dezember 2016 feierte der ehemalige Direktor der Martin-Opitz-Bibliothek Herne, Dr. Wolfgang Kessler, seinen 70. Geburtstag. Auf diesen verantwortungsvollen Posten war der in Mönchengladbach wohnende Jubilar über Stationen gelangt, die fast alle im Rhein-Ruhr-Gebiet liegen: Nach dem Studium der osteuropäischen Geschichte und Slawistik legte er 1973 an der Ruhr-Universität Bochum die Magisterprüfung ab, auf die später in Düsseldorf die Promotion folgte.

Helmut Neubach (KK)

 

Wissen macht froh und gibt Gelassenheit – hinter und vor jeder Tür: Dieter Kessler
Bild: privat

Mäzenatentum, australisch-ungarisch

Samstag, 25. Februar 2017

In Regensburg ward es Ereignis

Im Jahre 1986 schrieb ein Mann namens Györy im fernen australischen Victoria ein Testament. Er war damals nach allen Recherchen wohl gerade pensioniert worden. Dann lebte dieser Györy noch 22 Jahre und starb 2008, sicher fast 90-jährig.

(KK)

Der ungarndeutsche Teddybär

Samstag, 25. Februar 2017

Gedenktag in München

Ein leicht ramponierter Teddybär war das Wahrzeichen der Ausstellung „Mitgenommen – Heimat in Dingen“ im Münchner Haus des Deutschen Ostens. Nun kam er auf die Bühne in der Allerheiligen Hofkirche der Residenz München.

Norbert Matern (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. Februar 2017

Auch Hoffnung kann man fotografieren

Blanka Lamrová: Zlom epochy Praha 1989. Zeitenwende Prag 1989. The End of an Era Prague 1989. KANT, Prag 2016, 115 Seiten, 450 tschechische Kronen

Der vorliegende Band enthält außer einem Vorwort, das in tschechischer, deutscher und englischer Sprache abgedruckt ist, ausschließlich Fotos.

Klaus Weigelt (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. Februar 2017

Einmalig jung und zweisprachig

Das deutschsprachige Prag. Hrsg. von Radek Aubrecht und Wolfgang Schwarz, Adalbert Stifter Verein, München 2016. 76 S., zahlreiche Abbildungen. 5 Euro

Das von Radek Aubrecht, Lehrer am Prager Gymnázium Na Zatlance, geleitete Schulprojekt Nemecky mluvící Praha dauerte knapp vier Jahre (2008–2011). Mehr als 50 Schüler mehrerer Jahrgänge nahmen daran teil und suchten nach Spuren der einstigen deutschen Bevölkerung in Prag.

Klaus Weigelt (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. Februar 2017

Zeitgeschichte als Krimifundus

Elisabeth Hermann: Versunkene Gräber. Goldmann, München 2014. TB, 447 S. 9,99 Euro

Elisabeth Herrmann hat sich in den letzten Jahren (nicht nur) mit ihren Krimis über die jüngere deutsche Geschichte einen Namen gemacht.

Barbara Kämpfert  (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. Februar 2017

Kardinal-Bertram-Stipendium

Themen für das Jahr 2017

Die Kardinal-Bertram-Stiftung fördert in Verbindung mit dem Institut für Kirchen- und Kulturgeschichte der Deutschen in Ostmittel- und Südosteuropa e. V. die Erforschung der schlesischen Kirchengeschichte.
(KK)

 
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