Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1381

Feinstes Gespür für Zeit und Zeitung

Dienstag, 25. Juli 2017

Der schlesische Rheinische Postler Joachim Sobotta ist gestorben

An seinem 85. Geburtstag habe ich ihm telefonisch gratuliert! Da ging es ihm gesundheitlich schon sehr schlecht. Nicht lange danach, am 10. Juni, ist er gestorben.

Einem seiner Söhne konnte ich noch von unserer Schneekoppenbesteigung berichten, das war vor 15 Jahren bei einer schlesisch-böhmischen Reise des Bundes der Vertriebenen. Sobotta war gebürtiger Glatzer und blieb auch nach der Vertreibung durch die neuen polnischen „Verwalter“ stets seiner Heimat und den ostdeutschen Vertriebenen verbunden.

Rüdiger Goldmann (KK)

 

Auch für ernstgemeinten Humor zu haben: Joachim Sobotta wird von Rüdiger Goldmann zum schlesischen Ritter gekürt
Bild: privat

„Von Europa nach Lemberg“

Sonntag, 25. Juni 2017

An solchem Widersinn arbeitete sich eine große Tagung der AdenauerStiftung ab – „vor Ort“, nämlich in Lemberg, Europa

Von allen politischen Stiftungen nehme allein die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) die Literatur als „Reflexionsmedium“ wahr, stellte der Münchner Literaturwissenschaftler Oliver Jahraus in Lemberg anlässlich einer internationalen Konferenz fest, die Anfang Juni 2017 über achtzig Wissenschaftler, Politiker, Schriftsteller, Journalisten und Studenten in der westukrainischen Metropole zusammengeführt hatte.

Diese anerkennende Beobachtung trifft zu, vergibt doch die Stiftung seit 1993 jährlich den inzwischen renommierten Literaturpreis in Weimar, 2017 zum 25. Mal.

Klaus Weigelt (KK)

 

Um zu berühren, braucht Gedenken keiner feierlichen Grandezza und keiner statuarischen Monumentalität, dieser Lemberger „Maidan“ sagt dem alles, der es sehen, lesen und hören will
Bilder: der Autor

Ferien machen die andern

Sonntag, 25. Juni 2017

Die Häuser der Kultur ostdeutscher und osteuropäischer Observanz bieten Begleitprogramme dazu

Ostpreußisches Landesmuseum Lüneburg: 100. Geburtstag von Johannes Bobrowski
„BDA Schaufenster Lüneburg“ ist eine Präsentation, die bis zum 2. Juli im Foyer des Ostpreußischen Landesmuseums zu besichtigen ist. In Lüneburg ansässige Mitglieder des Bundes Deutscher Architekten (BDA) stellen ihre Arbeiten aus und wollen damit unterstreichen, dass sie bestrebt sind, eine Kultur des Planens und Bauens zu fördern. Interessierte haben die Möglichkeit, sich auf den neuesten Stand in Sachen regionaler Architektur zu bringen. Die Ausstellung zeigt zwanzig aktuelle Antworten von BDA-Architekten auf unterschiedliche Anforderungen der modernen Stadtgestaltung.

Dieter Göllner (KK)

 

Kulturerbe will ernsthaft gepflegt sein, hat aber auch etwas mit Freude zu tun, und Fröhlichkeit ist nicht ganz ausgeschlossen: Sommerfest im Haus Schlesien im rheinischen Siebengebirge
Bild: der Autor

„Wie Wege sind und wie der Berge Grenzen“

Sonntag, 25. Juni 2017

So verschieden sind auch die Linien sprachlicher Entwicklungen, die man im Alpenraum noch erleben kann

Es war eine seltsame Idee: Jene Menschen mittels einer Studienreise aufzusuchen, die eine Sprache sprechen, welche hochsprachlich als „Deutsch“ bezeichnet, von den meisten Deutschen aber als völlig unverständlich angesehen wird. Die Leute, von denen die Rede ist, sind im Alpenraum beheimatet, exakter ausgedrückt, in Südtirol, dem Trentino, in Oberitalien und dem Kanaltal. Sie sprechen Mundarten oder Dialekte, die aus dem Mittelalter erhalten geblieben sind, eher mit dem Baierischen oder Kärntner-Deutschen verwandt – und wie in einer „Eiskeller“-Situation oder einer „Isolier“-Station recht unverfälscht.

Ortfried Kotzian (KK)

 

In der Schönheit der Berge kostet es fast Überwindung, das Augenmerk auf sprachliche Korrektheit und ethnische Ausgewogenheit zu richten: Lusern im Trentinischen
Bilder: der Autor

Vergänglichkeit, ein Thema von Dauer

Sonntag, 25. Juni 2017

Laaberer Kulturtage

Ein Markt im Tal der Schwarzen Laber im Landkreis Regensburg wagt den kulturellen Kontakt nach Böhmen bzw. Tschechien. Bereits zum zweiten Mal nach 2015 fanden in Laaber am letzten Wochenende im Mai die „Laaberer Kulturtage“ statt mit 13 Künstlern aus Bayern (vorwiegend der Oberpfalz), sieben aus Tschechien und drei Jugendlichen vom Team Bananenflanke Regensburg (behinderte und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche). Die gemeinsame künstlerische Aufgabenstellung lautete „Vergänglichkeit“.

Dazu gab es in der Pfarrkirche St. Jakobus eine Ausstellung von Kunstwerken aller teilnehmenden Künstler.

Markus Bauer (KK)

 

Das Thema „Vertreibung“ setzte der Laaberer Michael Nigl in seiner Skulptur aus Schwemmholz, Weißblech und Eisen um – rätselhafter fast als die Geschichte
Bild: der Autor

Namen, die – fast – keiner mehr kennt

Sonntag, 25. Juni 2017

Zu ihnen bekennen sich die Bürger von Lötzen/Gizycko

Im Zentrum der Stadt Lötzen/Gizycko erinnert ein Gedenkstein mit Tafel an alle deutschen Namen der Stadt und weist damit auf den deutschen Teil der Stadtgeschichte hin. Die Vielfalt und Mehrsprachigkeit ist den Bewohnern ein Denkmal wert, das am 29. Dezember 2016 eingeweiht wurde. Obwohl es sehr kalt und nass war, nahmen etwa 200 Personen, darunter Pfarrer Krystian Borkowski sowie Bürgermeister Wojciech Iwaszkiewicz, an der Feierstunde teil.

M. Fritsche (KK)

 

Die Geschichte der Namen ins Lot bringt der Maurerpolier
Bild: der Autor

Böhmisch kam ihnen nichts vor

Sonntag, 25. Juni 2017

Sie waren es selbst – und groß auf je eigene Art

Jaroslav Hašeks literarische Figur des „braven Soldaten Schwejk“ hat weltweit Kultstatus und wird bis heute mit dem tschechischen Nationalcharakter in Verbindung gebracht. Die Melodie von Smetanas „Moldau“ taucht unwillkürlich im Kopf auf, denkt man an Prag.

(KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. Juni 2017

Luther auf Gutkatholisch

In seinem neuen Buch „Mit langem Atem“ erwähnt der Mainzer Kardinal Karl Lehmann den aus Luxemburg stammenden Kirchenhistoriker Professor Joseph Lortz, dessen zwei Bände „Die Reformation in Deutschland“ (Freiburg 1939/40) für das neue katholische Lutherbild „bahnbrechend“ gewesen sind.

Norbert Matern (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. Juni 2017

„Das könnte Mut machen“

„Das müssen die Leute heute lesen. Das könnte ihnen Mut machen.“ Mit diesen Worten legte Sabine Dittrich den Gästen in Prag die Autobiografie von Premysl Pitter ans Herz. Im Jahr 1970 erschienen Pitters Erinnerungen mit dem Titel „Unter dem Rad der Geschichte“.

ag (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. Juni 2017

Wegweiser

Soeben erschien ein 60seitiger, reich bebilderter Wegweiser zu Stätten der Reformation im östlichen Europa: Ausgehend von Wittenberg werden wichtige Orte der protestantischen Kirchengeschichte in Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien sowie in der russischen Exklave Kaliningrad vorgestellt.

(KK)

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