Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1385

Eine Initiative, die weiterer bedarf

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Die neue Konfiguration des Bundestags stellt die Fortführung der Kulturarbeit nach Paragraph 96 BVFG in Frage

Hier sind zunächst die Namen derer, von denen im Themenkreis Deutsche Kultur im östlichen Europa oft die Rede war – und die nun nicht mehr so vernehmlich zu diesen Themen sprechen werden. Hartmut Koschyk, der ausnehmend engagierte Aussiedler- und Minderheitenbeauftragte der Bundesregierung (siehe auch „Kulturpolitische Korrespondenz“ 1384 vom 25. September 2017), hat nicht mehr für den Deutschen Bundestag kandidiert.

Klaus Weigelt (KK)

 

Das Schlesische Musuem zu Görlitz im Schönhof, eine Neugründung, die so neu nicht mehr ist …
Bild: Museum

Verloren geglaubter Glaube

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Das Christentum hat in den osteuropäischen Ländern und Völkern überwintert und erlebt einen neuen Frühling

Am 12. Juli 2017 harrten anderthalb Millionen Petersburger in strömendem Regen aus, um die Heimkehr der sterblichen Überreste des „Wundertäters“ Nikolaj zu erleben. Der Byzantiner Nikolaj (um 260 bis 342) war Russlands beliebtester Heiliger, auch der Liebling aller Kinder, die von ihm Geschenke erwarten. Seine größten Verehrer waren die Seeleute, die im Mai 1087 seine Gebeine aus dem kleinasiatischen Myra (Demre) ins italienische Bari überführten, wo sie 930 Jahre lang in einer von Russen erbauten Kathedrale ruhten.

Wolf Oschlies (KK)

 

Zages Zeichen, im böhmischen Herbstwald fotografiert von Monika Fischer. Mittlerweile zeigt die Kirche im östlichen Europa prägnante Präsenz
Bild: KünstlerGilde

Reformation schlesischen Formats

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Beitrag zum Gedenkjahr aus Görlitz

Mit der Wanderausstellung „Kirchfahrer, Buschprediger, betende Kinder. 500 Jahre evangelisches Leben in Schlesien“ und mit der Beteiligung an verschiedenen Programmen leistet das Schlesische Museum zu Görlitz einen Beitrag zum Reformations-Gedenkjahr.

(KK)

 

Von der heilsamen (Un-)Ruhe des Gemüts

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Die Martin-Opitz-Bibliothek wird ihrem Namenspatron gerecht

Auch wenn es infolge von Umbaumaßnahmen voraussichtlich in der Martin-Opitz-Bibliothek Herne zu vorübergehenden Einschränkungen in der Benutzung und Ausleihe kam, fand das Veranstaltungsprogramm mit Lesungen und Vorträgen weiterhin statt. „Bücher bauen Brücken“ lautet das Motto, unter dem die Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek den Dialog zwischen Ost und West zu fördern sucht. Mit ihrem breiten Literaturangebot stellt sie der Öffentlichkeit Informationen über Geschichte und Gegenwart bereit.

(KK)

 

Der ehemalige Leiter der Bibliothek und umso engagiertere Referent Wolfgang Kessler
Bild: Dieter Göllner

Dome sind niemals fertig

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Tagung der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen über zwei unfertige Kleinode in Ost und West

Passend zur Thematik beherbergte die Domstadt Köln ein für Kunsthistoriker, Architekten, Denkmalpfleger und Restaurateure höchst interessantes Treffen unter dem Motto „Die Marienburg und der Kölner Dom – Denkmalpflege und Architekturvollendung in der Romantik“. Mitveranstalter war das Deutsch-Polnische Forschungsinstitut am Collegium Polonicum Slubice, gefördert wurde die Tagung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Dieter Göllner (KK)

 

Nicht allein Gotteshaus, sondern Hort des preußisch-deutschen Patriotismus im 19. Jahrhundertdie Marienburg an der Nogat
Bilder: Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Typen und Topoi

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Sonderausstellung „Typisch schlesisch!?“ in Königswinter

„Typisch schlesisch!?“ Der Titel der neuen Sonderausstellung im Haus Schlesien von Königswinter-Heisterbacherrott hat es in sich. Wie Helmut Herles, Chefredakteur a. D. des Bonner „General-Anzeigers“, bei der Vernissage betonte, passen das Ausrufezeichen und das Fragezeichen bestens zum Inhalt der Präsentation.

D. G. (KK)

 

 

Kultur fördert Geselligkeit

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Und umgekehrt: Deutschbaltisch-Estnische Tage Domus Revaliensis

Wie in jedem Jahr begannen auch die 13. Deutschbaltisch-Estnischen Kulturtage mit der Festveranstaltung am Freitag im Spiegelsaal der Wissenschaftlichen Akademie auf dem Domberg (es ist das ehemalige Haus der Familie von Ungern-Sternberg, Sitz der Deutschen Kulturselbstverwaltung in der Zwischenkriegszeit). Zwei hervorragende Vorträge über August von Kotzebue erfreuten die Zuhörer. Den ersten hielt Dr. Otto-Heinrich Elias, Vaihingen, Deutschland, über seine Stellung in der estnischen und deutschen Literaturgeschichte.

Babette von Sass (KK)

 

Die Schrift an der Wand weist in die Vergangenheit, die Stadtlandschaft Revals und zwei seiner Bewohner aber aufs Freundlichste in die Zukunft
Bild: Wikimedia Commons

Würden doch alle Gebote so eingehalten

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Ellinger Ausstellung in Allenstein: 500 Jahre Reinheitsgebot – Bier und Brauereien in Ostpreußen

In den Räumen der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit im Haus Kopernikus hat das Kulturzentrum Ostpreußen aus Ellingen die Ausstellung „500 Jahre Reinheitsgebot – Bier und Brauereien in Ostpreußen damals und heute“ eröffnet. Die zahlreichen Gäste konnten bei der Vernissage regionale Bierspezialitäten verkosten.

Dazu begrüßte Krystyna Płocharska, die Vorsitzende der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit, Wolfgang Freyberg, den Direktor des Kulturzentrums Ellingen, der für die zweisprachige Ausstellung verantwortlich zeichnet.

M. Fritsche (KK)

 

Wovon das Plakat kündet, das ist weitaus griffiger, sobald es auf Flaschen gezogen wird – und schmackhafter erst recht: Wolfgang Freyberg aus Ellingen (rechts) und Otto Tuschinski aus Allenstein
Bild: der Autor

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Meistgehasst und hochgeachtet

Rechtzeitig zum 70. Todestag von Maximilian Kaller, dem letzten deutschen katholischen Bischof der ostpreußischen Diözese Ermland, erschien seine Biographie. Autoren sind Professor Rainer Bendel (Tübingen), der schon die Geschichte von Hochschule und Priesterseminar in Königstein geschrieben hat, und Hans Jürgen Karp, der frühere stellvertretende Direktor des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung (Marburg) sowie langjährige Vorsitzende des Historischen Vereins für Ermland. Beide konnten auf eigene und andere Vorarbeiten zurückgreifen.

Norbert Matern (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Sie haben die Soutane nicht nach dem Wind gedreht

Dieses Jahrbuch trat 1936 in Breslau unter der Ägide von Kardinal Bertram an die Öffentlichkeit, erstand nach dem Zweiten Weltkrieg im Westen neu und besaß immer qualifizierte Leiter. Der jetzige Herausgeber arbeitet als Professor an der Universität in Tübingen und ist – anders als seine Vorgänger – nicht katholischer Geistlicher.

Hans-Ludwig Abmeier (KK)

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