Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1387

Geben war ihr die liebste Gabe

Montag, 25. Dezember 2017

Ein letzter Text von Roswitha Wisniewski

Um es vorab zu sagen: Das Buch beschränkt sich keineswegs auf die Beschreibung oder Analyse von Bauwerken in Hinterpommern, wie man dem Untertitel nach vermuten könnte, es bietet vielmehr in vielen beispielhaften Aspekten und in persönlichen Einzelbetrachtungen eine auf das östliche Hinterpommern bezogene kurze Kulturgeschichte bis 1945.

Am Anfang steht ein knapper historischer Überblick, den Ausführungen in späteren Kapiteln ergänzen.

Roswitha Wisniewski (KK)

 

Übertroffen wurde ihre Gelehrsamkeit nur von ihrer Güte: Roswitha Wisniewski
Bild: privat

Gleichsam verwunschen, doch hilft kein Wünschen

Montag, 25. Dezember 2017

Die Öffnung Königsbergs vor 25 Jahren – Rückblick und heutige Perspektiven

Das Königsberger Gebiet, heute Kaliningradskaja Oblast, ist das einzige früher zum Deutschen Reich gehörige Gebiet in Europa, zu dem es keinen freien Zugang gibt. Auch die Öffnung dieses Gebietes vor 25 Jahren nach 43-jähriger hermetischer Abriegelung erlaubt nur den Zugang für Reisende, die zuvor ein Visum erworben haben. Die Kaliningradskaja Oblast ist eine russische Insel mit beschränktem Zugang innerhalb der von Freizügigkeit geprägten Europäischen Union. Sie ist also bis heute ein politischer Anachronismus.

Nach der Eroberung Königsbergs durch die Rote Armee am 9. April 1945 befanden sich noch etwa 110 000 Deutsche in der Stadt.

Klaus Weigelt (KK)

 

Steinern ödes Auftrumpfen mitsamt rotdrapiertem Triumphator Wladimir, damals noch Lenin, dokumentierte der OKR anhand amtlicher Kaliningrader Ansichtskarten
Bilder: OKR-Bildband „Königsberg“, siehe Seite 10

Warum Russland kein Holland des Ostens wurde

Montag, 25. Dezember 2017

Hundert Jahre seit Lenins Putsch

Darüber sind alle Witze längst gemacht – dass Lenins „Oktober-Revolution“ am 7. November stattfand. Weil Russland noch nach dem alten Julianischen Kalender zählte, sich nach der „Revolution“ aber als Herr über Raum und Zeit fühlte. „Bald wird die ganze Welt uns gehören“, protzte 1919 ein Plakat von Leonid Sajanski, derzeit zu sehen in der Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“ im Berliner Deutschen Historischen Museum. Zu deren Begleitprogramm gehörte genau am 7. November das Podiumsgespräch „Die rote Utopie“, bestritten von der Moskauer Germanistin und Menschenrechtsaktivistin Irina Scherbakowa, der Journalistin Katja Gloger (mit Russland-Erfahrung) und dem wunderbaren Schandmaul Wolf Biermann, dem man seine 81 Jahre nicht anmerkt. Eine Woche zuvor war seine voluminöse Autobiographie als Taschenbuch erschienen, in der er spitzzüngig erwähnt, was er in seiner DDR-Zeit – 1953 bis 1976, als ihm die DDR nach einem Konzert in Köln die Rückkehr verwehrte – war oder nicht sein wollte:

Wolf Oschlies (KK)

 

Damals gab es noch Kommunisten, und wenn die auf Erden nicht von Angesicht zu Angesicht porträtiert werden konnten, höchstens von ferne, dann ließ man den aufgewühlten Himmel von der kämpferischen Entschlossenheit zeugen, wie das Isaak Brodskij in einem seiner Riesenbilder getan hat
Bild: Wikimedie Commons

Noch nicht einmal der Erste Weltkrieg ist vorbei

Montag, 25. Dezember 2017

Seine Folgen für die Völker in Mittel- und Ostmitteleuropa

Im Rahmen der auf drei Jahre ausgelegten Tagungstrilogie „Der Erste Weltkrieg und seine Folgen für das Zusammenleben der Völker in Mittel- und Ostmitteleuropa“ erörtert die Bonner Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen gemeinsam mit der Studiengruppe Politik und Völkerrecht Aspekte des Ersten Weltkriegs und vor allem auch die tiefgreifenden Auswirkungen der Friedensverträge auf die Staatenwelt.
Im Herbst 2016 rückte die erste Tagung Themen wie Gründe, Ursachen und Verlauf des Ersten Weltkriegs an seinen unterschiedlichen Fronten sowie die Kriegsschuldfrage in den Fokus. Berücksichtigt wurden unter anderem Gebiete wie Nord-Schleswig, Elsass-Lothringen und das Memelland sowie die Stadt Danzig.

Bärbel Beutner (KK)

 

Die Teilnehmer der Tagung, darauf angesprochen, „dass das, was hier erarbeitet worden ist, dann auch wirklich nach draußen weitergegeben wird, dann ist das Ziel dieser Veranstaltungsreihe erreicht. Wir alle sind gefordert“
Bild: Dieter Göllner

„Die wahre Heimat ist eigentlich die Sprache“

Montag, 25. Dezember 2017

Renata Zajaczkowska spricht für die deutsche Minderheit in Polen

„Meine Kindheit war zu Ende, als ich vierzehn Jahre alt war und der Krieg nach Gleiwitz kam. Dort spürten wir den Krieg nicht so sehr, weil wir ein sehr gut organisiertes Lebensmittelkartensystem hatten. Wir mussten keinen Hunger leiden, alles funktionierte normal, ab und zu hatten wir nur Verwandte bei uns zu Hause, die aus dem Westen kamen, aus Solingen, einer Stadt an der Grenze zu Belgien. Sie kamen zur Erholung, denn bei ihnen gab es Luftangriffe, bei uns war es ruhig. Gut, dass sie sich schon Ende November auf den Weg nach Hause machten, denn bei uns war die Lage im Januar schon sehr schwer – aus dem Osten rückte die Front heran.“

Bärbel Beutner (KK)

 

Reden gegen den Groll, in Polen wie in Deutschland: Renata Zajaczkowska auf Schloss Burg
Bilder: der Autor

Zerbrechlich und solide

Montag, 25. Dezember 2017

Glasmuseum und Glasfachschule Rheinbach feiern Jubiläum

50 Jahre Glasmuseum und 70 Jahre Glasfachschule sind Jubiläen, die Rheinbach im Jahr 2018 mit verschiedenen Veranstaltungen feiern wird. Grund genug für das Eifelstädtchen, das „Jahr des Glases“ auszurufen. Die Planungen der vom Beirat des Glasmuseums eingerichteten Arbeitsgruppe laufen bereits auf Hochtouren. Das Doppeljubiläum soll u. a. dafür genutzt werden, Glas und Glaskunst in den Mittelpunkt zu rücken und die Tradition Rheinbachs als Glasstadt wieder in den Fokus zu nehmen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Rheinbach durch die Ansiedlung vertriebener sudetendeutscher Glasveredler und Fachschullehrer aus Steinschönau/Kamenicky Senov und Haida/Novy Bor zur Stadt des Glases.

Bärbel Beutner (KK)

 

In der glücklichen Lage, sich zum Jubiläum selber zuzuprosten, sind die Glas- und Museumsfachleute in Rheinbach
Bild: Dieter Göllner

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Montag, 25. Dezember 2017

Woher kommt der Berliner?

„Der Berliner ist meist aus Posen oder Breslau.“ Diese Feststellung Kurt Tucholskys ist auch heute noch im öffentlichen Raum Berlins verifizierbar. Viele Posener haben deutliche Spuren im Stadtbild Berlins hinterlassen und nicht zu unterschätzende Beiträge zur Entwicklung dieser Stadt zur Metropole geleistet.

Karl Bauer (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Montag, 25. Dezember 2017

Kann man Heimat schmecken?

Schlesisch-rheinische Tagung

Als identitätsstiftend für ein Gefühl regionaler Zugehörigkeit werden häufig Merkmale wie Landschaft, Sprache, Geschichte und Kultur wahrgenommen. Das Aufleben traditioneller Feste und die Renaissance des Begriffes Heimat gelten als Zeichen eines wachsenden Stellenwerts der Identifikation einer Volksgruppe mit einer bestimmten Region.

(KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Montag, 25. Dezember 2017

Bühne als Brücke

Vertreibung und Migration auf dem Theater

Mit einem Wiegenlied aus Siebenbürgen, in das alle einstimmten, begann eine Podiumsdiskussion im Münchner Haus des Deutschen Ostens zum neuen Theaterprojekt „Kalte Heimat – Was heißt woher?“.

Norbert Matern (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Montag, 25. Dezember 2017

Monarchie, Eu- und Kakophonie

Ausschreibung zu einer IKGS-Konferenz

Vom 9. bis zum 11. Oktober 2018 veranstaltet das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München gemeinsam mit dem Institut für Deutsch als Fremdsprache (DAF), dem Internationalen Forschungszentrum Chamisso (IFC) und der Internationalen Forschungsstelle für Mehrsprachigkeit (IFM) eine interdisziplinäre Konferenz zur Mehrsprachigkeit in der Donaumonarchie (1848–1918) zu Aspekten von „Wissen – Herrschaft – Soziale Praxis“.

(KK)

 
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