Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1389

Für die vielen Wenigen, wider die Heimatamputation

Sonntag, 25. Februar 2018

Hartmut Koschyk neigt sich in einem Buch über menschliche Gebrechen, von Menschen gemacht und leider immer von Neuem

Die Zahl der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge vieler Völker allein im Europa des 20. Jahrhunderts ist unübersehbar; in Deutschland sind es etwa zwölf Millionen Menschen. Dazu kommen viele Millionen von deutschen Aussiedlern, die vor allem aus osteuropäischen Ländern und der Russischen Föderation vor und nach 1989/1990 nach Deutschland gekommen sind. Schließlich gibt es aufgrund der politischen Katastrophen des letzten Jahrhunderts und der mit ihnen vollzogenen, oft willkürlichen staatlichen Grenzziehungen nach Angaben der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) europaweit etwa 100 Millionen Angehörige von Minderheiten.

Klaus Weigelt (KK)

 

Ein skeptischer Optimist, dessen Name in vielen Ländern einen guten Klang hat und sich selbst in kiryllischer Schrift keineswegs fremdartig ausnimmt: Hartmut Koschyk
Bild: Wikimedia Commons

Die Heimat, die man verloren hat, erschreiben

Sonntag, 25. Februar 2018

Schriftsteller in Exil und Innerer Emigration als Gegenstand eines internationalen Germanistenkongresses in Polen

Bereits zum zweiten Mal fand ein internationaler Germanistenkongress zum Thema „Exilliteratur und Innere Emigration“ in Polen statt. 2014 war der Veranstaltungsort die Universität Posen, 2017 war es die Universität Lodz. Veranstalter waren die Universitäten Lodz, Posen, Königsberg/Kaliningrad, Gießen und Vechta und die Internationale Ernst-Wiechert-Gesellschaft (IEWG).

Bärbel Beutner (KK)

 

Die Maschine, deren Bedienung die höchste Anstrengung erfordert, produziert keinen Marktwert, sondern Werte: Hermann Broch
Bilder: Archiv

Ein Museum hat nicht museal zu sein

Sonntag, 25. Februar 2018

Deutsch-polnisches Kuratorentreffen im Haus Schlesien

Das Tagungsformat des intensiven Fach-Austausches zwischen Vertretern verschiedener Museen aus Deutschland und Polen hat sich – so der Tenor der Teilnehmer – als „sehr inspirierend und ertragreich“ erwiesen. Das Dokumentations- und Informationszentrum in Königswinter hat vor kurzem die nunmehr dritte Kuratoren-Tagung abgehalten, sie stieß ebenfalls auf gute Resonanz.

Dieter Göllner (KK)

 

Der Tisch ist eckig, die Säule rund – und so waren auch die Gespräche an dem Tisch
Bild: der Autor

„Ganz echte Deutsche“

Sonntag, 25. Februar 2018

Das Donauschwäbische Zentralmuseum horcht Martin Opitz nach

Als der Barockdichter Martin Opitz auf der Flucht vor dem Dreißigjährigen Krieg an den Fuß der Karpaten gelangte, wunderte er sich, fern der Heimat „ganz echte Deutsche“ anzutreffen: Es war die gut organisierte deutschsprachige Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen. Fakt ist: So mancher, der heute durch das Land um den Karpatenbogen reist, könnte ähnlich überrascht sein. Der Grund: Hier leben immer noch Siebenbürger Sachsen, Banater und Sathmarer Schwaben, Landler, Zipser, Buchenland-, Bergland- und Dobrudschadeutsche. Ihre Vorfahren kamen zu unterschiedlichen Zeiten aus verschiedenen Gebieten in das heutige Rumänien.

D. G. (KK)

 

Die Sonne bringt es an den Tag – und ins Bild: Dorflandschaft von Georg Haller
Bild: Museum, aus der Ausstellung

Im Glas sieht man die ganze Stadt

Sonntag, 25. Februar 2018

Rheinbach feiert seine Glasfachschule, sein Glasmuseum und sich

Die „Glasstadt“ Rheinbach rüstet sich für zwei bedeutende Jubiläen: Im April wird die Glasfachschule 70, im September das Glasmuseum 50 Jahre alt.

Das ist ein guter Anlass dafür, dass die beiden Institutionen die Höhepunkte ihrer Entwicklung Revue passieren lassen und auch in die Gegenwart und Zukunft blicken.

(KK)

 

Wenn man wählen könnte: ein Glas von 50
Bild: Dieter Göllner

Karls-Kardinal

Sonntag, 25. Februar 2018

Europäischer Karlspreis der Sudetendeutschen für Christoph Schönborn

Der Europäische Karlspreis der Sudetendeutschen wird dieses Jahr am Pfingstsamstag, dem 19. Mai, in Augsburg an den Wiener Kardinal Christoph Schönborn verliehen, der 1945 mit seiner Mutter und zwei älteren Brüdern aus dem nordböhmischen Skalken bei Leitmeritz nach Österreich vertrieben wurde. Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, der der böhmischen Linie eines Adelsgeschlechtes entstammt, das im Heiligen Römischen Reich mehrere bedeutende Bischöfe stellte, hat gemeinsam mit dem späteren Papst Benedikt XVI. den aktuellen Weltkatechismus der Katholischen Kirche erarbeitet und zählt zu den bedeutendsten Theologen der Gegenwart.

(KK)

 

Christ sein bedeutet Freude und Freundlichkeit: Kardinal Christoph Schönborn
Bild: Wikimedia Commons

Einige Gründe, Deutsch zu mögen

Sonntag, 25. Februar 2018

Tagung zur Karwoche auf dem Heiligenhof

Kulturelle, historische, politische Bildung und persönliche Begegnung sind Aufgaben und Anliegen der Akademie Mitteleuropa im Heiligenhof in Bad Kissingen. Zielgruppe einer Veranstaltung in der Karwoche vom 25. bis zum 29. März sind Jugendliche ab 16 Jahren und Studierende verschiedener Fachrichtungen mit guten Deutschkenntnissen aus Ungarn, Rumänien, Tschechien und anderen Ländern sowie deutsche Teilnehmer. Die Vortragssprache ist Deutsch.

(KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. Februar 2018

Gulasch- und andere Kanonen

György Dalos: 1968: „Stimmung durchschnittlich“. Eine Montage. Wieser Verlag, Klagenfurt/Celovec 2017, 14,95 Euro

Von den ehemals aktiven Achtundsechzigern weiß man, dass sie in die Jahre gekommen sind.

Ulrich Schmidt (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. Februar 2018

Ein erster schlesischer Aderlass

Marek Derwich (Hg.): Die Auflösung der Klöster in Preußisch-Schlesien 1810 / Wrocławskie Towarzystwo Miłosników Historii. Wroclaw 2016, 523 S., Ill. – Das Kulturerbe der aufgehobenen Klöster; 6

Stephan Kaiser (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. Februar 2018

Liebesentrümpelung

Ilse Hehn: Sandhimmel. Lyrik & Übermalungen. edition textfluss, danubebooks, Ulm 2017, 103 S.

Ausgegangen sei alles von übermalten Fotografien, erzählt Ilse Hehn. Sie wurden in Ausstellungen in Deutschland und in Rumänien gezeigt.

Edith Ottschofski (KK)

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