Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Jahrg. 2017

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Montag, 25. September 2017

Nicht gleichgültige Frau

Begleitschrift zur Wanderausstellung über „Mutter Eva“

Das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen zeigte im vergangenen Jahr eine Ausstellung über die sozialkaritativ tätige Industriellentochter Eva von Tiele-Winckler. Mit großem Engagement erarbeitete die Kuratorin Izabella Kühnel die Präsentation über das Leben und Werk von „Mutter Eva“.

(KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Montag, 25. September 2017

Stadtschreiber-Ausschreibung

Kulturforumsstipendium in Lemberg

Deutschsprachige oder deutsch schreibende Autorinnen und Autoren, die bereits schriftstellerische oder publizistische Veröffentlichungen vorweisen können, sind eingeladen, sich um das Stipendium zu bewerben. Insbesondere werden solche Autorinnen und Autoren angesprochen, die sich auf die Wechselseitigkeiten von Literatur und historischem Kulturerbe der Stadt und der Region einlassen wollen.

(KK)

Literatur und Kunst

Montag, 25. September 2017

Wortmächtiges Vermächtnis

Ernst Wiechert: „… und es ist keiner Dichtung das Recht gegeben, über dieses Grauen den Schimmer der Verklärung zu legen“

Die Aufarbeitung des „Fluchttraumas“ hat eine Aktualität bekommen, die man vor wenigen Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Psychologen forschen nach den Spätfolgen von Flucht und Vertreibung, die über die Erlebnisgeneration an Kinder und Enkel weitergegeben werden. Wissenschaftliche Analysen werden erstellt, Seminare finden statt, und die Literatur zu diesem Thema füllt inzwischen Regale.

Bärbel Beutner (KK)

 

Verwaiste Landschaft Ostpreußen. Die Waisen aber sind anderswo
Bild: Arturas Valiauga, Ostpreußisches Landesmuseum

Literatur und Kunst

Montag, 25. September 2017

Als bauten sie selbst immer noch

Gedenkstätte für Langhans Vater und Sohn in Berlin

Historische Friedhöfe sind naturgemäß geschichtsträchtige Orte. Jahrzehntelang waren viele dieser Friedhöfe vernachlässigt.

Dass sie auch Orte der aktiven Erinnerung an Ereignisse, an Persönlichkeiten und deren Werke sowie der Dokumentation und Begegnung werden können, zeigt die Eröffnung der Langhans-Gedenkstätte auf dem Friedhof Jerusalems- und Neue Kirche III in Berlin-Kreuzberg, die als Umnutzung eines ehemals abbruchreifen Mausoleums gerade fertiggestellt wurde.

(KK)

 

Berliner Ehrengrab des Sohnes Carl Ferdinand Langhans auf dem Friedhof Jerusalems- und Neue Kirche III
Bilder: Langhans-Gesellschaft

Literatur und Kunst

Montag, 25. September 2017

Gloria, mehrfach und mehrteilig

Bachs „Luthersche Messe“ beim Rohrer Sommer

Bei 27 Veranstaltungen kann man mit Fug und Recht von Tradition sprechen. Dies gilt in diesem Fall für den Rohrer Sommer, die inzwischen deutsch-tschechische Begegnungswoche im Benediktinerkloster Rohr. Dahinter steht seit Beginn die Ackermann-Gemeinde mit ihrem Kultur- und Bildungswerk, dem Institutum Bohemicum. Vom 30. Juli bis zum 6. August zeigten 121 Teilnehmer daran Interesse.

Diese kamen zu einem Drittel aus Tschechien, zu zwei Dritteln aus Deutschland – einige sogar aus den neuen Bundesländern. Erfreut wies Wolfgang Tobisch, einer der ehrenamtlich tätigen Teamleiter, darauf hin, dass 50 Teilnehmer Kinder und Jugendliche, keine 18 Jahre alt, also vom Säugling bis zum Senior alle Generationen vertreten waren.

Markus Bauer (KK)

 

Es bedarf keiner großen Bühne und vollen Säle, sondern der Einkehr, wie sie die Kapelle des Benediktinerklosters Rohr bietet: Chor und Orchester unter der Leitung von Stefanie Kocher bei der „Lutherischen Messe“
Bild: der Autor

Literatur und Kunst

Montag, 25. September 2017

Buchgewordene Zentripetalität

„Mitte“ und „Europa“, inständig intoniert

„Reisen in die ferne Nähe“ unternimmt Laimonas Briedis in seinem Buch über Vilnius. Ausgangspunkt ist die geografische Mitte Europas, die etwa 25 km nördlich von Vilnius liegt, die litauische Hauptstadt liegt also im geografischen Zentrum Europas.

Ulrich Schmidt (KK)

 

Lemberg
Bild: Deutsches Kulturforum östliches Europa

Auch Denkmale kann man teilen

Freitag, 25. August 2017

Erst so und so erst recht wird man ihrer teilhaftig: aus der Arbeit der Deutsch-Polnischen Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz

Der Aufgabe, durch Engagement im Denkmalschutz zur Stärkung der deutsch-polnischen Beziehungen beizutragen, hat sich die Deutsch-Polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz (DPS) verschrieben. Die in Görlitz ansässige Stiftung feiert dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Sie ist ein Beispiel dafür, wie sich unabhängig vom politischen Regierungsalltag deutsch-polnische Zusammenarbeit an der Basis fortentwickelt.

Der DPS ist es zuletzt gelungen, in enger Abstimmung mit den Eigentümern und Restauratoren sowie den Denkmalämtern in Stettin (Szczecin), Grünberg (Zielona Góra) und Allenstein (Olsztyn) die Restaurierung von drei besonders erhaltenswerten Denkmalen voranzubringen und in einem weiteren Fall erfolgreich abzuschließen.

Peter Schabe (DPS – KK)

 

Der Barockaltar in der Zisterzienser-Klosterkirche Paradies verleitet natürlich zum Wortspiel, wäre da nicht die unübersehbar irdische Tüchtigkeit der DPS und der polnischen
Partner
Bilder: der Autor

„Moralische Unruhe“ und „künstlerischer Herbst“

Freitag, 25. August 2017

Kultureinrichtungen ostdeutscher und osteuropäischer Observanz sind um Vielfalt bemüht

Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf
Das Herbstprogramm des Düsseldorfer Gerhart-Hauptmann-Hauses startet am 1. September mit der Eröffnung der deutsch-polnischen Ausstellung „In der Wahrheit leben – Aus der Geschichte von Widerstand und Opposition in den Diktaturen im 20. Jahrhundert“. Die Wanderausstellung der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung aus dem niederschlesischen Kreisau zeigt am Beispiel ausgewählter Biografien oppositionelles, widerständisches Handeln gegen den Nationalsozialismus und in kommunistischen Diktaturen der ostmitteleuropäischen Länder nach dem Zweiten Weltkrieg – in Polen, der Tschechoslowakei, in der DDR.

D. G. (KK)

 

Der Untergrund leuchtet: der vielseitige tschechische Künstler J. H. Krchovsky (2. v. l.) mit seiner Band
Bild: Gerhart-Hauptmann-Haus

Der Kanzler der Andern

Freitag, 25. August 2017

Auch das war Helmut Kohl, und die Deutschen aus den Ländern des Ostblocks werden es nicht vergessen

Seit dem Ende des letzten Krieges, insbesondere aber in den Jahren 1968 bis 1989, hatte die Bundesrepublik Deutschland daran gearbeitet und Erhebliches dafür getan, den unter dem kommunistischen Regime in Rumänien leidenden Deutschen den Weg in die Freiheit zu bahnen und ihnen zu einer neuen Heimat im freien Teil Deutschlands zu verhelfen. Darüber hinaus war die Bundesrepublik bemüht, die Lebensbedingungen der Deutschen, die in Rumänien verbleiben wollten oder mussten, zu erleichtern. Nach der politischen Wende in Rumänien hielt sie ihre Grenzen für alle offen, die in die Bundesrepublik umsiedeln wollten.
Helmut Kohl hatte an den Bemühungen großen, ja entscheidenden Anteil. Nur wenig ist darüber bekannt geworden, weil die rumänische Regierung strikte Geheimhaltung zur Bedingung gemacht hatte. Einige Fakten kamen erst nach mehr als 30 Jahren an die Öffentlichkeit. Darüber wurde in Filmen, Fernsehsendungen, Zeitungen und Büchern berichtet und geschrieben. Helmut Kohl hat weiterhin geschwiegen. Es lag ihm nicht, sich mit dem zu rühmen, was er für die Banater Schwaben, die Siebenbürger Sachsen, die Sathmarer Schwaben und die Berglanddeutschen politisch geleistet hat.

Heinz Günther Hüsch (Banater Post/KK)

 

Altkanzler Helmut Kohl starb am 16. Juni im Alter von 87 Jahren. Die Deutschen, die den Ostblock zwischen 1968 und 1989 verlassen konnten und in der Bundesrepublik eine neue Heimat fanden, aber auch die Deutschen, die danach auswanderten, sowie diejenigen, die dort verblieben sind, bewahren dem verstorbenen deutschen Bundeskanzler ein ehrendes Gedenken und große Dankbarkeit. Dieser Rückblick aus rumäniendeutscher Sicht hat eine gewisse allgemeine Gültigkeit.

Familiär nicht nur mit polnischen Familiennamen

Freitag, 25. August 2017

Der Ostmitteleuropaforscher Johannes Hoffman wird 80

Wer in den fünfziger Jahren die Aufstellungen von Fußballmannschaften im Ruhrgebiet studierte, war immer wieder erstaunt darüber, dass manche der dort aufgeführten Spieler polnische Nachnamen hatten.

Jörg Bernhard Bilke (KK)

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