Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Jahrg. 2017

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Montag, 25. Dezember 2017

Sieben Burgen in fünf Filmen

Dokumentarfilme in Berlin

Die Dokumentarfilmreihe „Blick zurück – Blick nach vorn“ widmet sich Siebenbürgen, einer multiethnischen Region in der Mitte Rumäniens, und der dort ansässigen deutschen Minderheit, den Siebenbürger Sachsen.

(KK)

 

Literatur und Kunst

Montag, 25. Dezember 2017

Zauberwort, nicht heimelig, sondern überzeugend

Bei den Wangener Gessprächen werden unter den Auspizien Eichendorffs Monika Taubitz und Michael Krüger geehrt

Die diesjährigen Wangener Gespräche, die vom 21. bis zum 24. September in Wangen stattfanden, wurden mit der Ausstellung „Zwischen Himmel und Erde“ des Künstlerehepaares Christof Heyduck und Hilde Heyduck-Huth (beide Bad Orb) im Giebelsaal der Badstube eröffnet. Die Tagung, die der Wangener Kreis – Gesellschaft für Literatur und Kunst „Der Osten“ e. V. (www.wangener-kreis.de) alljährlich organisiert, wurde in den nächsten Tagen mit Vorträgen und Lesungen im Weberzunfthaus und in der Stadtbücherei im Kornhaus fortgesetzt.

Johannes Rasim (KK)

 

Eichendorff kam nicht nach Siebenbürgen, doch die Kastanienallee, wie sie Ferenc Ácz gemalt hat, wäre nach seinem Sinn gewesen
Bild: Siebenbürgisches Museum, s. S. 29

Literatur und Kunst

Montag, 25. Dezember 2017

„Es kommt nur so die Natur“

Sagt Büchners Woyzeck, Jakub Nepraš aber lässt sie kommen und macht damit und daraus Kunst, die ihr so fern wie nah ist

„Wer sich darauf einlässt, wird visuell, akustisch und emotional mitgenommen.“ So drückte es Dr. Wolfgang Schörnig, der Vorstandsvorsitzende des Kunstforums Ostdeutsche Galerie, bei der Pressekonferenz zur Ausstellung „Invisible outer space“ mit Videoskulpturen des tschechischen Künstlers Jakub Nepraš aus. Dass der 36-Jährige in Tschechien im Bereich der modernen Kunst die Nummer eins ist, verdeutlichen eindrucksvoll die zehn Videocollagen und -skulpturen sowie die 14 Zeichnungen und Drucke von Zeichnungen, die bis Ende Februar 2018 im Kunstforum Ostdeutsche Galerie zu sehen sind.

Markus Bauer (KK)

 

Auf dem schmalen Grat zwischen organischer und anorganischer Materie kann man gleichwohl ganz gelassen stehen: Jakub Nepraš vor einer seiner Skulpturen
Bild: der Autor

Literatur und Kunst

Montag, 25. Dezember 2017

Ein Schloss für die verlassenen Burgen

Begegnungszentrum der Siebenbürger Sachsen in Gundelsheim

Nach dem Umbau von Schloss Horneck in Gundelsheim/Neckar zum „Kultur- und Begegnungszentrum der Siebenbürger Sachsen in Deutschland soll“ das Museum voraussichtlich 2019 durch eine Gemäldegalerie ergänzt werden. Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss sollen die hochwertige, im Laufe der Jahre gewachsene Sammlung beherbergen. In der Jubiläumsausstellung „50 Jahre & 50 Gemälde. Glanzlichter der Gemäldesammlung“ kann das Museumsteam aus Platzmangel nur eine Auswahl, knapp 20 Prozent des Bestandes, zeigen.

Dieter Göllner (KK)

 

Die Glanzlicher der Gemäldesammlung glänzen zwar nur im übertragenen, dafür aber leuchten sie im ganz eigentlichen Sinn: Hans Hermann, Der Marktplatz von Mediasch
Bild: Siebenbürgisches Museum Gundelsheim

Literatur und Kunst

Montag, 25. Dezember 2017

Kaum einem war die Nehrung näher

Carl Knauf im Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg

Das besondere Licht der Kurischen Nehrung zog von überall her die Maler an. Um die Jahrhundertwende entstand so die berühmte Künstlerkolonie Nidden, die für Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff oder Ernst Mollenhauer prägend werden sollte. Carl Knauf, heute weniger bekannt, war seinerzeit einer der populärsten Maler in Nidden. Der aus Godesberg stammende Künstler hatte seine Ausbildung auf der Düsseldorfer Kunstakademie absolviert.

(KK)

 

Carl Knauf, Dorfstraße in Nidden
Bild: Ostpreußisches Landesmuseum

„Brrr – aha“

Samstag, 25. November 2017

Wie der Name schon sagt, sagt man gerne, ohne zu bedenken, wie oft man recht hat: tragikomische Namenskultur in Tschechien

„Auf Tschechisch heißt Prag: Brrr – aha. Und nicht mit Unrecht“, lästerte Gustav Meyrink vor rund 100 Jahren. Der weltberühmte Verfasser phantastischer Romane und Geschichten, der anfänglich Bankier werden wollte, liebte die böhmische Metropole, obwohl er 1902 ohne eigene Schuld dort eine satte Bankenpleite erlebte. Die verzieh er der Stadt nie, spickte vielmehr seine Werke mit boshaften Sottisen gegen Prag und Prager: Seine Haustore seien „aufgerissene schwarze Mäuler, aus denen die Zungen ausgefault waren“, „die Bewohner Prags hatten von jeher triftigen Grund, das Tageslicht zu scheuen“ etc.

Ernst genommen hat das gewiss niemand, höchstens wurde er dadurch auf die besondere Natur von Prager Toponymen aufmerksam gemacht. Das beginnt beim Stadtnamen selber, seit dem Jahre 723 aktenkundig und laut dem große Historiker Frantisek Palacky von „práh“ abgeleitet, also von Schwelle oder Stromschnelle, wie sie die Moldau unter Prags Hausberg Bila hora zieht.

Wolf Oschlies (KK)

 

In der Großstadt sind nicht allein Menschen einsam, sondern alles andere auch, blicklos, namenlos, bis auf eine Numnmer. So hat Alois Watznauer die Straßenbahn in Prag1925 gemalt
Bild: Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg. © Rudolf Alois Watznauer/ Rechtsnachfolger. Foto: Wolfram Schmidt, Regensburg (siehe Seite 21)

„Auswanderungsharmonie der Kinder Gottes“

Samstag, 25. November 2017

Ein Studientag zur schwäbischen Auswanderung in den Kaukasus

Anlässlich der Auswanderung von Schwaben nach Georgien vor 200 Jahren fand im Evangelischen Oberkirchenrat in Stuttgart ein deutsch-georgischer Studientag statt. Angelehnt an das Motto des deutsch-georgischen Kulturjahres 2017/2018, „Zukunft erben“, lautete der Titel des Studientages „Vergangenheit erinnern – Zukunft erben. 200 Jahre schwäbische Auswanderung in den Kaukasus und ihre Bedeutung bis heute“. Die Evangelische Landeskirche in Württemberg unterhält seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Georgien. Diese geht in ihren Ursprüngen zurück auf schwäbische Einwanderer, die sich ab dem Jahr 1817 im Kaukasus ansiedelten.

Carsten Eichenberger (KK)

 

Die Siedler mögen sich die Zukunft in helleren Farben ausgemalt haben, als der Maler sie für seine Darstellung gewählt hat: Viktor Hurr, Beim Bau der Helenendorfer Kirche St. Johannis
Bild: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

Heimat ist nicht nur ein Ort

Samstag, 25. November 2017

Ernst-Wiechert-Gesellschaft mit neuem Domizil

Seit ihrer Gründung 1989 hatte die Internationale Ernst-Wiechert-Gesellschaft (IEWG) ein Domizil im Museum Königsberg in Duisburg. Als das Museum 2015 in das Ostpreußische Landesmuseum nach Lüneburg zog, musste für das Wiechert-Archiv ein neuer Standort gesucht werden. Bücher, Akten, Nachlässe, Dokumente benötigen eine feste Bleibe.

Zwischen Ulm und Sigmaringen (Hohenzollernburg!) liegt der malerische Erholungsort Zwiefalten. Dort gibt es einen traditionsreichen und kulturell sehr aktiven Geschichtsverein, der von einem Mitglied der IEWG geleitet wird.

Bärbel Beutner (KK)

 

Die zwei Türme von Zwiefalten, einem Ort für die nicht nur zwie-, sondern vielfältigsten Gespräche auch über Wiechert
Bild: Klaus Weigelt

„Wir sahen seine Herrlichkeit“

Samstag, 25. November 2017

Hans von Lehndorff suchte zu begreifen, was Gott von ihm fordert

Wenige Wochen nach dem Tode seiner Frau Margarethe starb der ostpreußische Arzt und Schriftsteller Hans Graf von Lehndorff am 4. September 1987 in Bad Godesberg. Die Zeitungsanzeige trägt ein letztes Bekenntnis dieses begnadeten Christen, den Lehrtext der Herrnhuter Brüdergemeine für den Todestag: „Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.“ (Phil. 1,21)

Seit Graf Lehndorff in seinen Insterburger Jahren zur Bekennenden Kirche gefunden hatte, waren die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für ihn zum täglichen Brot geworden.

Klaus Weigelt (KK)

 

Zeugen und bezeugen, ohne Zorn und Hass: Hans von Lehndorff
Bilder. der Autor

Reformation hat man nie ausgelernt

Samstag, 25. November 2017

„Bönhasen, Störer und arme Prediger“ sowie „Mehr als Luther“ zeigt das Westpreußische Landesmuseum Warendorf

Am 31. Oktober 2017 jährte sich bekanntlich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen, die Martin Luther, der Überlieferung nach, an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug. Mit der eigenen Sonderschau „Bönhasen, Störer und arme Prediger – die städtische Reformation in Westpreußen“ erinnert das Westpreußische Landesmuseum in Warendorf an die Entwicklung der Reformation vor allem in den großen westpreußischen Städten Danzig, Elbing und Thorn.

D. G. (KK)

 

War damals etwa alles Gold, was glänzte? Danziger Abendmahlskrug
Bild: Museum

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