Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1380.

Ein reiches Leben zur Bereicherung anderer

In memoriam Dr. Sieghard Rost (1921–2017)

Vor einem halben Jahr hatten sich etwa 200 Personen im Nürnberger Willstätter-Gymnasium versammelt, um in froher Runde den 95. Geburtstag des hochverdienten Pommern Dr. Sieghard Rost zu feiern (vgl. KK 1374).

Am 2. Mai 2017 fanden sich ebenso viele Menschen in der Nürnberger St. Sebalduskirche ein, um sich von Sieghard Rost zu verabschieden, der am 24. April 2017 verstorben war. Ein reiches und für viele Freunde bereicherndes, langes Leben war zu Ende gegangen.

Der Abschied in seiner Gemeindekirche entsprach der richtungweisenden und exemplarischen Lebensführung des Verstorbenen. Der Gottesdienst wurde von einem Streichquartett der Nürnberger Symphoniker begleitet, die Sieghard Rost zeitlebens unterstützt und die er noch im Sommer 2016 für ein Konzert in seiner Heimatstadt Köslin gewonnen hatte – zum 750. Stadtjubiläum.

Die Liturgie gestaltete Pfarrerin Annette Lichtenfeld, Einführung und Predigt hielt Pfarrer Jonas Schiller, dessen Worte von tiefer Zuneigung und Wertschätzung für den Verstorbenen zeugten.

Verabschiedet wurde der in seinem Leben unermüdlich engagierte Sieghard Rost von Barbara Stamm, der Präsidentin des Bayerischen Landtages, die für zwei Jahrzehnte fruchtbarer Zusammenarbeit zum Wohle des Freistaates Dank sagte. Der Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly erinnerte an die über Parteigrenzen hinweg wirkende Liebenswürdigkeit Sieghard Rosts und erwähnte, dass er ihm 2002 die Nürnberger Bürgermedaille verleihen konnte. Die Nürnberger Kulturreferentin Professor Dr. Julia Lehner berichtete ausführlich über die großen Verdienste des Verstorbenen in den Bereichen Kultur, ostdeutsche Kultur und Medien.

Der Ostdeutsche Kulturrat behält Sieghard Rost in dankbarer Erinnerung für seine Zeit als Präsident des Hauses des Deutschen Ostens in München, als Gründer des Hauses der Heimat in Nürnberg und als langjähriges Mitglied der Leitungsgremien des OKR.

(KK)

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