Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1370.

Gedenken kann fröhlich sein und machen

Alljährlich feiern die Ostpreußen auf Schloss Burg bei Solingen, mittlerweile feiern Schlesier und Pommern mit

Das Oberschlesische Blasorchester Ratingen unter der Leitung seines Dirigenten Andreas Bartylla sorgte mit einem Platzkonzert für gute Stimmung beim diesjährigen Treffen der Ostpreußen und Schlesier an der Gedenkstätte der deutschen Heimatvertriebenen auf Schloss Burg.

Die nunmehr 20. Kulturveranstaltung der Landsmannschaft Ostpreußen, Landesgruppe Nordrhein-Westfalen, war erneut ein gelungenes Heimattreffen. Bereits zum zweiten Mal waren auch Vertreter der Landsmannschaft Schlesien dabei. Hinzu kommt, dass diesmal auch die nordrhein-westfälischen Pommern aus Wuppertal mit einem Informationsstand präsent waren.

Auf dem Platz vor Schloss Burg wurden an mehreren Ständen Bücher, Bildbände, Zeitschriften, historische Land- und Postkarten aus ost- und westpreußischen sowie schlesischen Regionen angeboten. Am Stand der Landsmannschaft Ostpreußen, Landesgruppe Nordrhein-Westfalen, waren neben Landkarten, Publikationen und DVDs auch Wappen zu entdecken. Eine gute Idee für die Tisch-Dekoration bei landsmannschaftlichen Veranstaltungen sind die mit Wappen und kurzen Informationstexten versehenen Karten, darunter auch die neue Goldaper Tischkarte.

Die Besucher wurden darüber informiert, dass die Videokanal-Berichte von seite-16-kk1370Ostpreußen-TV seit kurzem auch als DVDs erhältlich sind. Zu den jüngsten Beiträgen gehören die Vorträge von Willy Wimmer, Hans Eifler und Walter T. Rix zum Thema „Deutschland und Russland“. Letzterer konnte übrigens als Hauptredner für den offiziellen Teil der Veranstaltung gewonnen werden.

Vertreter vom Bund Junger Ostpreußen (BJO) stellten interessante Neuheiten rund um ihre vielfältigen Aktivitäten vor. Bei der Kundgebung sprach Tobias Link, der neue BJO-Vorsitzende des Regionalverbandes West, im Namen der jungen Generation. Der Student will gemeinsam mit seinen Mitstreitern dafür sorgen, dass die Attraktivität der regionalen Veranstaltungen größer wird, so dass auch der Kreis der Interessenten und Bekenner für Ostpreußen wächst.

Den „Bunten Reigen“ eröffnete Bärbel Beutner mit einem Gedicht von Simon Dach über die Freundschaft und den Versen aus „Danzig“ von Joseph von Eichendorff. Letzteres endet mit den Worten: „Wolle Gott den Schiffer wahren, / Der bei Nacht vorüberzieht.“ Bärbel Beutner fügte eine Passage mit Bezug auf das Herkunftsgebiet der Vertriebenen hinzu und sagte: „Gott möge alle Schiffer wahren, die heute in die Häfen unserer alten Heimat einfahren, und alle Menschen bewahren, die heute dort leben, ob polnische, deutsche, russische oder litauische.“ Zur Freude des Publikums trug sie zusammen mit Bruno Romeiks aus der Unnaer Gruppe „Gespräche“ von Alfred Lau in ostpreußischer Mundart vor.

Ein Höhepunkt war der Auftritt der 1966 von Barbara Schoch gegründeten Sing- und Spielschar „Klingende Windrose“. Unter der Leitung von Andreas Schillings wurden deutsche Lieder und Tänze aus Westfalen, Siebenbürgen, Ostpreußen und Schlesien gesungen bzw. aufgeführt. Das Oberschlesische Blasorchester Ratingen begleitete auch das gemeinsame Singen u. a. mit dem Deutschland-, Ostpreußen- und Schlesierlied.

(KK)

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