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Ausgaben: Ausgabe 1382.

Priesterwerktätige

Aktivitäten des Sudetendeutschen Priesterwerks

Was der Mann Gottes tut, ist wohlgetan und ein Grund zur Zufriedenheit. Diese strahlen die Mitglieder des Priesterwerks auch aus
Bild: der Autor

Einen Generationswechsel vollzog bei seiner jüngsten Mitgliederversammlung im Bamberger Bistumshaus St. Otto das Sudetendeutsche Priesterwerk e. V.: Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Pfarrer Holger Kruschina (46) steht nun an der Vereinsspitze. Auch alle weiteren Vorstandsmitglieder sind neu. Auf Antrag Kruschinas wurde der bisherige Vorsitzende Monsignore Wuchterl zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Doch nicht nur personell befindet sich das Sudetendeutsche Priesterwerk im Umbruch. Auch in der Vereinsarbeit gibt es nach dem Verkauf des Hauses St. Johann in Brannenburg neue Schwerpunkte. Das Sudetendeutsche Priesterwerk hat nun seinen Sitz in den Räumen der Hauptstelle der Ackermann-Gemeinde in München.

Monsignore Wuchterl informierte darüber hinaus über die Gremiumssitzungen und die Abschiedsveranstaltungen vom und im Haus St. Johann, über die Neustrukturierung in der Vertriebenenseelsorge, die künftige Aufgabenverteilung mit der Ackermann-Gemeinde bei Veranstaltungen und den Austausch mit dem österreichischen Priesterwerk. Zum Abschluss dankte er den Vorstandsmitgliedern und dem Geschäftsführer für die gute Zusammenarbeit. Jäger wird weiterhin auf ehrenamtlicher Basis die Geschäftsführung des Priesterwerks übernehmen. Der Bamberger Vertriebenenseelsorger Monsignore Herbert Hautmann dankte Monsignore Wuchterl für seine langjährige Vorstandstätigkeit.

Über weitere Zahlen, Daten und Fakten berichtete Geschäftsführer Jäger. Dem Verein gehören aktuell 84 Priester an. Die eingehenden Geldmittel setzen sich aus Messintentionen, Spenden und Erbschaften zusammen. Der Hauptpunkt der Geschäftstätigkeit war im Jahr 2016 die Abwicklung des Verkaufs des Hauses St. Johann. Außerdem nannte er die Veranstaltungen: tschechisch-deutsches Priestertreffen, sudetendeutscher Schwesternkongress, Urlaubswoche für tschechische Priester, Priesterexerzitien, Infostand beim Sudetendeutschen Tag und Wallfahrten.

Von zentraler Bedeutung für die Zukunft des Priesterwerks wird eine Stiftung sein. Damit können förderwürdige Projekte (wissenschaftliche Arbeiten) unterstützt und ein Kapitalstock für die Vereinsarbeit aufgebaut werden. Bei den Themen sollen besonders pastorale Initiativen und Aspekte der Priesterausbildung in Tschechien im Fokus stehen. Ein siebenköpfiges Team aus Deutschen und Tschechen soll diese inhaltlichen Schwerpunkte koordinieren. Die neue Vorstandschaft erhielt den Auftrag, die Gründung und Konzeption dieser Stiftung einzuleiten und ein „Siebener-Gremium“ zu bestellen.

Am Rande der Versammlung beleuchtete Matthias Dörr, Bundesgeschäftsführer der Ackermann-Gemeinde, einige neue Inhalte der Vertriebenenseelsorge und wies auf die in Deutschland und Tschechien laufende Ausstellung „Zeugen für Menschlichkeit“ hin, zu der auch das Sudetendeutsche Priesterwerk wichtige Vorarbeiten geleistet hat. „Vieles ist aber noch nicht erforscht“, stellte Dörr fest und freute sich, dass sich das Sudetendeutsche Priesterwerk dieses Themenfeldes annehmen möchte, zumal sich solche Zeugen – deutsche oder tschechische Märtyrer – als „Brücken“-Gestalten eignen.

Im Rahmen der Tagung ehrte das Priesterwerk auch seine Jubilare des Jahres 2016. Auch der Bamberger Oberhirte Erzbischof Ludwig Schick besuchte die Tagung, feierte mit den Priestern Eucharistie und würdigte das Wirken des Sudetendeutschen Priesterwerks und der Vorstandschaft. In den Referaten im Studienteil ging es um die Themen „Luther zwischen Mythos und Wahrheit“ (Domkapitular Professor Dr. Wolfgang Klausnitzer) und „Die Übernahme der Wallfahrtsorte Grulich und Philippsdorf durch die Redemptoristen und die verbindende Persönlichkeit von Pater Andreas Hamerle“ (Doc. Ph.Dr. Kristina Kaiserova). Über die Arbeit der Ackermann-Gemeinde im Erzbistum Bamberg informierte der Diözesanvorsitzende Franz Kubin.

Markus Bauer (KK)

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