Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
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OKR

Der Ostdeutsche Kulturrat (OKR) wurde 1950 gegründet. In den ersten Jahren sah er seine Aufgaben in Ausstellungen und ostdeutschen Buchwochen, in der Beratung der Kultusministerien bei der Herausgabe von Geschichts- und Geographiebüchern, der Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen, der Beratung von Zeitungsredaktionen und Rundfunkanstalten bis hin zur Bereitstellung von kulturpolitischen Informationen und Kulturfilmen.

Seit 1968 wurde der OKR vom Bundesvertriebenenministerium gefördert und 1975 in eine Stiftung bürgerlichen Rechts umgewandelt. Auf dieser Grundlage erhielt der OKR eine Vermögensbasis aus der Westvermögens-Zuführungsverordnung des Bundesministers des Innern und wurde bis zum Juni 2000 aufgrund des § 96 BVFG institutionell durch die Bundesregierung gefördert.

Diese Förderung erlaubte eine breite Öffentlichkeitsarbeit über die Periodika „Kulturpolitische Korrespondenz“ und „Der Gemeinsame Weg“ sowie die Herausgabe der Buchreihen „Tausend Jahre Nachbarschaft“ (vier Teilbände), „Vertreibungsgebiete und vertriebene Deutsche“ (12 Bände) und zahlreicher „Städtebilder“. Zur im In- und Ausland gezeigten Wanderausstellung „Große Deutsche aus dem Osten“, die angeboten wird, erschien ein Illustrierter Begleitband unter dem neuen Titel „Im Dienste der Menschheit“.

Das reichhaltige Tagungsprogramm wurde ergänzt durch die Ausschreibung von Wettbewerben, von denen der Erzählerwettbewerb (Kurzgeschichten), der Wissenschaftspreis (Dissertationen) und der Medienpreis die wichtigsten sind.

Nach der Öffnung der Grenzen in Ostmitteleuropa erweiterte der OKR sein Programm durch multinationale Veranstaltungen, die u.a. der gemeinsamen Verantwortung für die Kulturdenkmäler östlich von Oder und Neiße und der nachgeholten Wiedergutmachung für verfolgte Künstler und Schriftsteller gewidmet waren.

Im Jahre 2008 wurde der Ostdeutsche Kulturrat in „Stiftung Deutsche Kultur im östlichen Europa – OKR“ umbenannt. Seine Gremien sind der Vorstand, der Stiftungsrat und das Kuratorium.