Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
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Preise und Wettbewerbe des OKR

Erzählerwettbewerb

Der Ostdeutsche Kulturrat hat sich kontinuierlich auch der Förderung aus dem deutschen Osten stammender Autoren und der ostdeutschen Thematik in der Literatur angenommen. Damit verbindet sich nicht zuletzt das Anliegen, der ostdeutschen Heimat in der Literatur einen bleibenden Stellenwert zu sichern, also Arbeiten anzuregen, die literarische Stoffe aus den alten Heimatgebieten und Siedlungsräumen im Osten und Südosten – oder über sie – aufgreifen.
Die Erzählerwettbewerbe (ursprünglich Hörspiel- und Erzählerwettbewerbe) der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat ermöglichten die Einsendung auch bereits novellistisch gestalte¬ter Texte, durch die Veröffentlichung der über eine Jury ermittelten besten Arbeiten in einer Anthologie aber boten sie vor allem jüngeren Autoren die willkommene Gelegenheit, in Buchform zu erscheinen. Fünf stattliche Preise waren jeweils zu vergeben, darüber hinaus wurden je Wettbewerb bis zu zehn Manuskripte zur Veröffentlichung in einem Sam¬melband oder in der „Kulturpolitischen Korrespondenz“ angekauft. Zusammengenommen also ein recht stattliches Förderungspa¬ket, ganz abgesehen von der allgemeinen Motivation, die ostdeutsche Pro¬blematik aufzuarbeiten.

Seit der Einführung eines Medienwettbewerbs kann, bei nicht aufgestockter Finanzierung, der Erzählerwettbewerb alternativ nur jedes zweite Jahr aus¬geschrieben werden. Dennoch hat er als ältestes Preisausschreiben des OKR nichts an Attraktivität eingebüßt. Was ihn von allen anderen literarischen Wettbewerben abhebt, ist die spezifische Thematik. So ist das Ergebnis der Wettbewerbe auch nicht allein im Ästhetischen zu suchen, sondern gleichermaßen im Dokumentarischen und in einer unverschütteten oder auch neuentdeckten Zugehörigkeit.

1969: In unserer Zeit – Zwischen den Grenzen
1. Preis: Gertrud Hanke-Maiwald (Tonda Machas Weg in die Freiheit)
1. Preis: Theodor Weißenborn (Das Haus der Hänflinge)
2. Preis: Dr. Ilse Tielsch-Felzmann (Begräbnis eines alten Mannes)
3. Preis: Bertil F. Sahlstaedt (Eishonig)
3. Preis: Caroline F. Strobach (Schön war er nicht)
3. Preis: Dr. Wolfgang Schwarz (Lied auf Odessa)

1970: Der kleine und der große Grenzverkehr
2. Preis: Annemarie in der Au (Für uns und andere)
2. Preis: Prof. Oskar Matulla (Wo ist Alexandra)
3. Preis: Jochen Hoffbauer (Die Frage des Novalis)
4. Preis: Georg Hermanowski (Friedenstauben vom Grill)
4. Preis: Karin Voigt (Aufbruch)

1971: Deutsche Auswanderer heute
1. Preis: Klaus Granzow (Estrada Pommeranos – die Straße der Pommern)
2. Preis: Hans Bergel (Am Todestag meines Vaters)
3. Preis: Dr. Ludwig Lienhard (Rio Abajo)
4. Preis: Karin Voigt (Entfremdung)
4. Preis: Hans-Joachim Friederici (Ein deutscher Auswanderer)

1972: Fremd in Deutschland?
1. Preis: Esther Knorr-Anders (Take)
2. Preis: Hans Lipinsky-Gottersdorf (Die unsichtbare Grenze)
3. Preis: Gerda Leber-Hagenau (Intercity)
3. Preis: Bernhard Ohsam (Tulpenblüte in Tadschikistan)
3. Preis: Heinz Piontek (Goldregen)
3. Preis: Egon H. Rakette (Calluna Heide)

1973: Daheim in einer anderen Welt?
2. Preis: Herbert Berger (Pätzold unzustellbar)
2. Preis: Dr. Wolfdietrich Kopelke (Äneische Rhapsodie)
2. Preis: Theodor Weißenborn (Unerwartete Rückkehr)
3. Preis: Dagmar von Mutius (Wahrsagerin)
3. Preis: Klaus Granzow (Und Revecollus hilft)
3. Preis: Hans Erich Bleich (Zwiegespräch)
3. Preis: Dr. Josef Mühlberger (Heimat in der Fremde)

1974: Lachen, das nie verweht – Humor zwischen Menschen und Völkern
1. Preis: Hans Lipinsky-Gottersdorf (Die Stettnitzhochzeit)
1. Preis: Prof. Oskar Kreibich (Groteske in sieben Sätzen)
2. Preis: Peter Lotar (Theatergeschichte)
2. Preis: Barbara Strehblow (Die Knoblauchschmiede)
3. Preis: Herbert Berger (Die Arche)
3. Preis: Boleslaw Lessmann (Der Honigkuchen)
3. Preis: Dr. Arnold Weingärtner (Der Esel von Kleindorf)

1975: Die bewahrende Kraft – Frauen und Mütter in Zeiten des Umbruchs
2. Preis: Eva Zeller (Das Mensch)
2. Preis: Herbert Berger (In meinem Alter, wieso?)
2. Preis: Dr. Wolfdietrich Kopelke (Danksagung – Briefe aus Florenz)
2. Preis: Dr. Hellmut Walters (Das Mutterkreuz)
3. Preis: Esther Knorr-Anders (Die Mahlzeit)
3. Preis: Wolfgang Durben (Stehauf-Frauchen)
3. Preis: Klaus Granzow (Der Tanz auf dem Gardasee)
Sonderpreis zum Jahr der Frau: Gertrud von den Brincken (Tomaten)

1976: Gefordert ist Liebe – Wie fremd bleiben uns die Spätaussiedler?
1. Preis: Erich Scholz (Das Bild der Schwarzen Mutter Gottes)
2. Preis: Margarete Kubelka (Der Bilderschänder)
3. Preis: Kriemhild Magyari-Hildebrandt (Das geschenkte Lächeln)
3. Preis: Marie-Luise Lenz (Zugewinn)
3. Preis: Bernd B. Wördehoff (Hana oder eine ganz einfache Geschichte)

1977: Dank an Deutschland
Dr. Irmfried Benesch/Pseud. Fridolin Aichner (Mein fremder Bruder)
Bernhard Brommer (Ein Stück meiner Geschichte)
Gerold Effert (Bäume)
Barbara Strehblow (Der Sommer der Eidechse)

1978: Was bleibt – Wirkliche und unwirkliche Welt von einst und jetzt
2. Preis: Hellmut Walters (Vierhändig – oder … )
2. Preis: Ingrid Würtenberger (Begegnung/Unheimliche Reise)
3. Preis: Alfred Csallner (Der Baruch)
3. Preis: Grete Fischer (Und das Leuchten blieb)
3. Preis: Ruth Storm (Das Klavier der Anna Petruschka)

1979: Begegnung mit der Heimat der Eltern
2. Preis: Robert F. Hammerstiel (Ein Nachlaß)
2. Preis: Margot Litten (Eine Reise-Reportage über Masuren)
3. Preis: Margarete Kubelka (Rückfahrkarte nach Wernersgrün)
3. Preis: Gabriele Grützbach-Hornig (Die Heimfahrt)
3. Preis: Hanni W. Huet (Die große Sehnsucht)
Sonderpreis für Schüler:
Katrin-Bianca Suchner (Überall und täglich begegne ich Schlesien)
Mechthild Scheller (Neveline)

1980: Fahr mit dem Komödien-Karren!
(Kein erster Preis)
Christian Eckart (Commedia dell’oste)
Hellmut Walters (Friedenstauben)
Peter Huckauf (Schnepfenstrich)
Dr. Günther H. Ruddies (Das Preisganterchen)

1981: In einer Stunde mußten wir fort
(Kein erster Preis)
2. Preis: Monika Taubitz (Gestörte Befragung)
2. Preis: Gerold Effert (Schmutzige Stiefel)
3. Preis: Erika Rekewitz (Wozu brauchst die noch?)
3. Preis: Peter Lotar (Ein kleines Welttheater)
3. Preis: Ingo Cesaro (Wenzels Flucht)

1982: Wurzeln – Herkunft, Bindungen, Wechselbeziehungen
1. Preis: Dr. Hans Georg Bulla (Schönbrunn ist eine Erfindung)
2. Preis: Gisela Schalk (Die Reise)
2. Preis: Anke Siehoff (Schwalbentage)
3. Preis: Christian Eckart (U-Bahn-Fahrt)
3. Preis: Heidelore Kluge (Stückweise Ostpreußen)
3. Preis: Dr. Karl Hochmuth (Ehe möglich … )

1983: Farben, Töne und Gerüche – Spuren der Heimat
(Kein erster Preis)
2. Preis: Siegmar Faust (Sächsische Spuren)
2. Preis: Prof. Oskar Kreibich (Pfingsten in Zibridice)
2. Preis: Ulrich Pietsch (Verdammte Heimat)
3. Preis: Robert Schiff (Zither Elegie)
3. Preis: Helga Lippelt (Das Blau)
3. Preis: Hans Stilett (Seine letzten Jahre, meine ersten)

1984: Immer gibt es Hoffnung – Erinnerungen, Träume, Begegnungen
(Kein erster Preis)
2. Preis: Utz Rachowski (Der letzte Tag der Kindheit)
2. Preis: Linde Rotta (Ganz London liegt im Sonnenschein)
3. Preis: Frederike Frei (Gedichte im Angebot)
3. Preis: Dr. Johanna Baronin Herzogenberg (Adam – Wer bin ich?)
3. Preis: Brita Nasarski (Niri kam abends)

1985: Wir standen vor dem Nichts – Vertreibung und Neubeginn
(Kein erster Preis)
Josef Budek (Die Frau mit der Reisetasche)
Klaus Goehrke (Nie mehr Frösche zerquetschen)
Roland Mischke (Mein Großvater ist gestorben)
Linde Rotta (Das Katzennest)
Renata Schumann-Rotscheidt (Das Porträt der Großmutter)
Horst-Ulrich Semmler (Ausflug zu den Toten)

1986: Ostdeutsches Erbe im Westen
1. Preis: Inge Methfessel (Mein Schulweg)
2. Preis: Renata Schumann-Rotscheidt (Der Maler)
3. Preis: Heinrich Kroll (Geschichte eines ostpreußischen Lehrplans)
3. Preis: Erich Pawlu (Eine Freundschaft zwischen Himmel und Erde)
3. Preis: Hellmuth von Ulmann (Alle Orgeln von Reval)

1988: Schmerzende Grenzen
1. Preis: Erich Pawlu (Kolumbus scheitert bei Finisterre)
2. Preis: Eva Zeller (Das Sprungtuch)
2. Preis: Johannes Reuter (Die Legende Maria)
3. Preis: Karin Schaefer-Schultz (Frau Blume)
3. Preis: Max Ruben Guttmann (Oberschlesier unterwegs)
3. Preis: Hans Zengeler (Die Grenze im Kopf)

1990: Offene Grenzen – Die Freiheit hat gesiegt
1. Preis: Margret Steckel-Morsh (Wachen oder träumen)
2. Preis: Henriette Hartl (Nächstes Frühjahr auf Rügen)
3. Preis: Inge Methfessel (Liegt Böhmen noch am Meer?)
3. Preis: Elisabeth Göbel (Gerade deshalb)
3. Preis: Dr. Godehard Schramm (Polnische Bernsteinkette)

1992: Grenzen überschreiten – zueinander finden
Hauptpreis: Johannes Birringer (Grenzland)
Hauptpreis: Edith Hartmann (Heimkehr nach Sirmio)
Hauptpreis: Günter Hein (Die Nacht)
Preis: Rita E. Langel (Wer kennt schon den Augenblick)
Preis: Eva Zeller (Potsdamer Platz)

1994: Auf dem Wege zu guter Nachbarschaft – Zwischen Hoffnung und Ernüchterung
1. Preis: Dieter Schlesak (Siebenbürgen, durch den Tod hindurch)
2. Preis: Heidelore Kluge (Polen ist nicht verloren)
3. Preis: Margarete Kubelka (Wiedersehen in Jaroslaw)
3. Preis: Elfriede Neumann (Unterwegs)
3. Preis: Günther H. Ruddies (Der Gumbinner Elch ist wieder da)

1997: Gegenwart lebt aus der Vergangenheit. In Geschichten geht man zurück, um den Weg nach vorn zu suchen
2. Preis: Ludwig Roman Fleischer (Hinterglasbild)
3. Preis: Dieter Grau (Mazurka)
3. Preis: Irma Hildebrandt (Das Holzpferdchen)
3. Preis: Inga Sawade (Der Schlüssel hängt in einem Glaskasten)

1999: Erinnerung. Bestätigung und Herausforderung
1. Preis: Eckhard Schmidt-Dubro (Waten im Meer)
2. Preis: Julia Schiff (Donauflimmern)
3. Preis: Margot Ehrich (Schritte ins Zimmer)
3. Preis: Lothar Gitzel (Schläft ein Lied in allen Dingen)
3. Preis: Hans Pichler (Bericht vom Baltischen Ufer)

2004: Leben nach dem Überleben. Not und Armut als Folgen von Flucht und Vertreibung
1. Preis: Eva Filip (Die Quelle der Wahrheit)
2. Preis: Monika Brands (Leben nach dem Überleben)
3. Preis: Dieter Grau (Blindes Vertrauen)

Die anderen Wettbewerbe

Neben dem seit 1968 bestehenden Erzählerwettbewerb hat die Stiftung Ostdeutscher Kulturrat der Öffentlichkeit in der Bun¬desrepublik Deutschland und im Ausland vier weitere Wettbewerbe ange-boten, um auf Geschichte und Kultur Ostdeutschlands aufmerksam zu machen.

Die zweitälteste Ausschreibung der Stiftung war seit 1981 der Kompositionswettbewerb. Im Ausschreibungstext wurde jeweils darauf aufmerk¬sam gemacht, dass Kompositionen oder Liedtexte einen Bezug zu Ost¬deutschland aufweisen sollen. Auch Kompositionspreise wurden immer während einer Feierstunde in einer Rundfunkanstalt überreicht, wobei die ausgezeichneten Musikstücke uraufgeführt und für Hörfunksendungen mitgeschnitten werden.

Um den Nachwuchs zu fördern, wurde 1986 der Wissenschaftspreis des Ostdeutschen Kulturrats geschaffen. Er zeichnete Dissertationen aus, die sich „mit den Vertreibungsgebieten im Osten, ihrer deutschen Bevölkerung oder den aus diesen Gebieten vertriebenen deutschen Bevölkerungsgruppen befassen“. Gleichzeitig sollte der Preis Professoren anregen, Doktorarbeiten mit ostdeutscher Thematik zu vergeben. Dass oftmals Schwierigkeiten bestanden, Gutachter zu finden, die mit der Materie vertraut sind, zeigt nur, wie wichtig es ist, eine Generation heranzubilden, für welche die Kenntnis der ostdeutschen Kultur und Geschichte wieder selbstverständlich ist.

Der Medienpreis, mit dem Journalisten und Redakteure in Presse, Rundfunk und Fernsehen angesprochen wurden, wurde seit 1987 ausgeschrieben. Dieser Wettbewerb, bei dem von den Mitgliedern der Jury auch nicht eingereichte Arbeiten zur Auszeichnung empfohlen werden konnten, sollte, wie es im Ausschreibungstext heißt, „geleistete Arbeit anerkennen und neue anregen“. Schließlich wurde 1998 einmalig ein Preis für publizistische und sonst öffentlichkeitswirksame Initiativen im Bereich der ostdeutschen Kulturarbeit ausgeschrieben.

Kompositionswettbewerb

1981: Kammermusik in Quintett-Besetzung (Streichquartett + Blasinstrument)
1. Preis: Joachim Blume (Klarinettenquintett 1981)
2. Preis: Manfred Stahnke (Klarinettenquintett „Requiem für S.“)
2. Preis: Dieter Rößler (Werk für Oboe und Streichquartett)
3. Preis: Adriana Hölzky (Arkaten für Streichquartett und Flöte)
3. Preis: Heinrich Konietzny (Klarinettenquintett)

1983: Werke für gemischten Chor
1. Preis: Hermann Große-Schware (Chorzyklus „Stimme des Herzens“)
1. Preis: Klaus Hochmann (Chorwerk „Mein Bruder Tod“)
2. Preis: Christian Ridil („Fünf Gesänge vom Herbst“)
3. Preis: Rudolf Halaczinsky (Chorwerk „Gott ist das Licht“)
3. Preis: Hans-Joachim Tiedemann (Fünf ostpreußische Miniaturen „Anjukaln“)

1984: Solostimme mit Instrumentalbegleitung
1. Preis: Christian Ridil („Poeterey“)
2. Preis: Dr. Manfred Stahnke („Zeitsprünge“)
3. Preis: Susanne Erding („Spuren im Spiegellicht“)
3. Preis: Prof. Dr. Norbert Linke („Unsere Jahre“)
Es wurden noch 4 Zusatzpreise vergeben:
Fritz Jeßler (Ziegenhals), Erich Margenburg (Brandenburg), Karl Zeman-Zachar (Orion), Joachim Linke (Christa)

1986: Gemischter Chor und Orgel
1. Preis: Dr. Alfred Goodman (Drei Gesänge für A-capella-Chor nach Gedichten von Johannes Bobrowski)
2. Preis: Hans-Joachim Tiedemann („Beherzigung“ – Vier Chorlieder für vier gemischte Stimmen)
2. Preis: Wolfgang Nicklaus („Güstrower Legende“)
2. Preis: Christian Ridil („Erntelied“ für dreistimmigen Chor und Orgel)
3. Preis: Joachim Denhoff (Fünf Eichendorff-Chorlieder für gleiche Stimmen)
3. Preis: Fritz Jeßler („Singe, meine liebe Seele“)

1988: Chormusik
1. Preis: Christian Ridil („Ballade vom ungetreuen Knecht“, nach einem masurischen Volkslied)
2. Preis: Hans-Joachim Tiedemann („Es dunkelt“, nach Volksliedern aus Ostpreußen und Pommern)
2. Preis: Johannes H. E. Koch („Es lag ein Schloß in Österreich“. Liedkantate nach drei Balladen aus Siebenbürgen und der Schwäbischen Türkei)
3. Preis: Fritz Jeßler („Glück auf, Glück auf“. Kantate über ein Lied aus der Grafschaft Glatz/Schlesien)
3. Preis: Anton Enders (Liedkantate auf drei Volkslieder aus Nordmähren, Nordböhmen und dem Kuhländchen)

1991: Werke für Klavier
Günther Wiesemann (Sechs Abendsonnenstücke)
Rudolf Halacsinsky (Reflexionen über Gedichte von Autoren aus den ostdeutschen Gebieten)
Berthold Paul (Drei Klavierstücke nach Gedichten von Georgh Heym)
Günter Thim („Was geschah“)
Dietmar Hippler (Klavier-Paraphrase zu „Brandmauern“ von Günter Grass)

1996: Hornbearbeitungen nach vorgegebenen Volksliedern
1. Preis: Ortwin Benninghoff („Ach Blümlein blau, verdorre nicht“, Hornquartett)
2. Preis: Christian Ridil („Mein Herz hat sich gesellet“, Hornquartett)
2. Preis: Shigeru Kann-no (Variationenfolge, Hornquartett)
3. Preis: Joachim Schmeißer („Af Matzlbach bin i gfahrn“, Horntrio)
3. Preis: Matthias Wichmann („Mein Herz hat sich gesellet“, Horntrio)

Wissenschaftspreis

1986
1. Preis: Dr. Klaus Neitmann, Die Staatsverträge des Deutschen Ordens in Preußen 1230 bis 1449. Studien zur Diplomatie eines spätmittelalterlichen deutschen Territorialstaates
2. Preis: Dr. Dirk Jachomowski, Die Umsiedlung der Bessarabien-, Bukowina- und Dobrudschadeutschen
3. Preis: Dr. Rudolf Benl, Die Gestaltung der Bodenrechtsverhältnisse im hochmittelalterlichen Pommern

1988
1. Preis: Dr. Sebastian Siebel-Achenbach, The Social and Political Transformation of Lower Silesia, 1943–1948
2. Preis: Dr. Mario Lanczik, Der Breslauer Psychiater Carl Wernicke
3. Preis: Dr. Edith Konradt, Grenzen einer Inselliteratur. Kunst und Heimat im Werk Adolf Meschendörfers (1877–1963)

1991
1. Preis: Dr. Matthias Weber, Das Verhältnis Schlesiens zum Alten Reich in der frühen Neuzeit
3. Preis: Dr. Günther Hrabe de Angelis, Winterberg im Böhmerwald. Sozialstruktur und Volksleben – Tradition und neuer Weg
3. Preis: Dr. Harry Stossun, Umsiedlung der Deutschen aus Litauen während des Zweiten Weltkrieges
3. Preis: Dr. Alexander Zuber, Verartrin – Zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Bezold-Jarisch-Reflexes

1993
1. Preis: Dr. Ulrich Nieß, Hochmeister Karl von Trier (1311–1324), Stationen einer Karriere im Deutschen Orden
2. Preis: Dr. Erich Kendi, Die rechtliche Normierung des Schutzes der Minderheiten in Rumänien
3. Preis: Dr. Beata Ociepka, Niemcy na Dolnym Slasku w latach 1945–1970 / Die Deutschen in Niederschlesien in den Jahren 1945–1970

1996
1. Preis: Dr. Joachim Bahlcke, Regionalismus und Staatsintegration im Widerstreit. Die Länder der Böhmischen Krone im ersten Jahrhundert der Habsburgerherrschaft (1526–1619)
2. Preis: Dr. Peter Mainka, Karl Abraham von Zedlitz und Leipe (1731–1793)
3. Preis: Dr. Margarete Busch, Deutsche in St. Petersburg 1865–1914. Identität und Integration
3. Preis: Dr. René Kegelmann, Zur Situation rumäniendeutscher Literatur der achtziger Jahre in der Bundesrepublik Deutschland

1998
1. Preis: Dr. Katalin Gönci, Ungarisches Stadtrecht aus europäischer Sicht
2. Preis: Dr. Sophia Kemlein, Die Posener Juden 1815–1848. Zur Genese einer preußischen Judenheit
3. Preis: Dr. Julius Graw, Arnoldsdorf / Kreis Neisse
3. Preis: Dr. Claus Nordbruch, Der Pflichtbegriff im Werk von Siegfried Lenz

2000
1. Preis: Dr. Christian Gahlbeck, Zisterzienser und Zisterzienserinnen in der Neumark
2. Preis: Dr. Carsten Rabe, Alma Mater Leopoldina
3. Preis: Dr. Thomas Berg, Landesordnungen in Preußen vom 16. bis zum 18. Jahrhundert
3. Preis: Dr. Arnd Wöhler, Die handschriftliche Kantionale des Franziskus Valentin Ruthen

Medienpreis

1987
1. Preis: Dr. Max Gleissl, Barbara Mai, Die Deutschen im Osten (Fernsehfilm in drei Teilen)
2. Preis: Ulla Lachauer, „Zogen einst fünf wilde Schwäne“ … Auf der Suche nach der verschwundenen Welt des Memellandes (Rundfunk-Feature)
3. Preis: Dr. Helmut Herles (zur Hälfte), Dr. Ortfried Kotzian (zur Hälfte), Flucht und Vertreibung (Zeitungsveröffentlichungen)

1989
Drei gleiche Preise:
Irmgard von zur Mühlen, Prof. Dr. Bernhard von Gersdorff, Reichsstraße 1. Eine europäische Fernstraße in Krieg und Frieden (dreiteiliger Fernsehfilm)
Dr. Wolf Oschlies, Ein Land droht zu ersticken. Die Umweltkatastrophe in Oberschlesien (Hörfunk)
Dr. Olaf Ihlau, Die bittere Not der süßen Heimat. Überwucherte deutsche Vergangenheit (Zeitungsveröffentlichungen)

1992
Barbara Mai, Fernsehfilme über Rußlanddeutsche, das Memelland und Moskau
Wolfgang Matthias Schwiedrzik, Die jungen Leute sind alle fort. Bei der deutschen Minderheit in Oberschlesien (Rundfunk)
Ulla Lachauer, Auf der hellen Lichtung (Presse)
Felix Seebauer, Gründer des „Prager Wochenblatts“ (Presse)

1994
Josef Cyrus, Oberschlesien und die Karwoche (Fernsehen)
Ulla Lachauer, Nemmersdorf, 21. Oktober 1944 (Rundfunk)
Werner Söllner, Land des Segens, Land jenseits der Wälder: Siebenbürgen (Presse)
Ehrenpreise: Horst Wiesner, Sebastian Fikus

1995
Dr. Per Landin, Unterm Pflaster die Stadt (Presse)
Ursula Schmidt-Goertz, Reportage über eine rußlanddeutsche Lehrerin (Presse)
Helmut Kopetzky, Auch ich war ein Bittschön (Rundfunk)
Doris Liebermann, Von goldenen Schlössern und rostigen Trompeten (Rundfunk)
Helge Cramer, Hopgarten (Fernsehen)

1997
Günter Krause, Fremde Heimat Westen (Fernsehen)
Michael Augustin, Holger Janssen, Willkischken, wo die Kleinbahn hielt (Rundfunk)
Erika Kip, Halbes Rad und halber Adler. Ratibor (Rundfunk)
Henning von Löwis of Menar, Königsberg am Kreuzweg (Rundfunk)
Thomas Rietzschel, Wie die Deutschen Abschied nehmen von Rumänien (Presse)
Gudrun Schmidt, Sonderpreis für Sendereihe „Alte und neue Heimat“

1999
Irena Brezna, Transsilvanien (Presse)
Jens Nissen, Das Trauma der Rosel Koberg (Presse)
Eugen Miller, Wir sind kein Volk mehr (Presse)
Hans Lützkendorf, Deutschsprachige Medien in Osteuropa (Rundfunk)
Ernst Meinhard, Titos Vernichtungslager (Rundfunk)
Stefan Fischer, Auf deutschen Spuren in Siebenbürgen (Fernsehen)
Redaktion „Die deutsche Stimme aus Ratibor“

2007
Helga Hirsch, Die Steine des Elternhauses (Presse)
Erika Kip, Monographische Darstellungen (Presse)
Winfried Lachauer, Fernsehfilm zu Vertriebenen in Ellwangen
Christian Schulz, Fernsehfilm über Tollmingkehmen heute

Buch-, Zeitschriften- und Ausstellungspreis

1998
Vitalis-Verlag Prag, Verleger Harald Salfellner
Ostakademie Lüneburg, Dokumentationsausstellung über Kirchen des 13. bis 20. Jahrhunderts in der heutigen Oblast Kaliningrad
Institut Nordostdeutsches Kulturwerk, Zeitschrift „Nordost-Archiv“, Monographie über baltisches Silber, Postkartenausstellung über Posen

Seit dem Jahr 2000 können all diese Wettbewerbe und Preise nur noch nach Maßgabe öffentlicher Projektförderung ausgeschrieben werden, so dass der Bekanntheitsgrad und die sehr wünschenswerte Kontinuität nicht mehr gewährleistet sind.