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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Alfred Döblin als Katholik. 
Von ›Berlin Alexanderplatz‹ zur ›Pilgerin Aetheria‹

14.03.2018, 18:30 – 20:30

Maxhaus
Schulstraße 11
Düsseldorf

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder zum 140. Geburtstag von Alfred Döblin

Am 30. November 1941 ließ sich Alfred Döblin (1878–1957) in der Blessed Sacrament Church im kalifornischen Hollywood taufen. Von seinem damit vollzogenen Übertritt zum katholischen Christentum erfuhren jedoch einstweilen nur seine engsten Freunde. Döblin befürchtete Ressentiments, wenn dieser Schritt bekannt würde – nicht zu Unrecht, wie sich später zeigen sollte. Denn seit seinem Durchbruch als literarischer Autor in den 1920er-Jahren galt der aus einem jüdischen Elternhaus stammende Döblin vielen nicht nur als entschiedener »Linker« im politischen Sinn, sondern auch als rigider Kirchenkritiker und Atheist. Und nun war er gar Katholik! Tatsächlich ist der Konvertit Döblin seit dem Bekanntwerden seiner religiösen Wendung auf viel Unverständnis gestoßen, nicht selten auch scharf angegriffen worden. Sein umfangreiches, auch religiös inspiriertes Spätwerk ist zu Lebzeiten Döblins weitgehend ignoriert oder abgelehnt worden. Zu Unrecht! Und: Die Konversion war keineswegs ein »Bruch« in Döblins Biographie, vielmehr wurde schon der junge Mediziner von metaphysischen Fragen umgetrieben.
In Kooperation mit der Katholischen Kirche Düsseldorf und der VHS Düsseldorf im Rahmen der »Mittwochsgespräche«

Weitere Infos unter: http://www.g-h-h.de