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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Architektur des Wiederausbaus in Ostpreußen ab 1915

18.04.2018
Ostpreußisches Landesmuseum | Neubau
Heiligengeiststraße 38,
21335 Lüneburg

Ein Vortrag von Dr. Nils Aschenbeck

Gerdauen/Schelesnodoroschny: Portal

Gerdauen/Schelesnodoroschny: Portal

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Architektur auf dem Kopf gestellt: Die Architektur des 19. Jahrhunderts mit ihren üppigen Formen wurde als falsch und krankmachend betrachtet, die neue sachliche Architektur hingegen, abgeleitet aus einfachsten Grundformen, sollte den Menschen gesunden. Der Umbruch begann mit der Reformarchitektur ab 1900 und mündete dann in das Neue Bauen der 1920er Jahre.

Der Wiederaufbau der kriegszerstörten Ortschaften in Ostpreußen ab Ende 1914 wurde zu einem der wichtigsten Projekte der architektonischen Neuordnung. Nirgendwo sonst arbeiteten damals so viele Architekten gleichzeitig an einem gemeinsamen Vorhaben. Dennoch ist dieses Kapitel der Architekturgeschichte heute nahezu vergessen. Der Architekturhistoriker Nils Aschenbeck (Universität Vechta) ordnet die Wiederaufbautätigkeit während des Ersten Weltkriegs in die Kunstgeschichte ein und weist nach, dass in Ostpreußen weit mehr entstand als nur eine Wiederherstellung des Alten.

Der Referent

Dr. Nils Aschenbeck lehrt Architektur- und Designgeschichte in Vechta. Autor zahlreicher Bücher zur Architekturgeschichte, darunter Reformarchitektur – die Konstituierung der Ästhetik der Moderne (Basel 2016). 1993 bekam er den Deutschen Preis für Denkmalschutz.

Kartenreservierung
T. +49 (0)4131759950
E-Mail: info@ol-lg.de

Eine Veranstaltung des Ostpreußischen Landesmuseums