Kulturportal
Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Artige Kunst

14.07.2017 – 29.10.2017
Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Dr.-Johann-Maier-Straße 5, 93049 Regensburg

Ausstellung über Kunst und Politik im Nationalsozialismus

Bildausschnitte. links: Sepp Happ: <i>Über allem aber steht unsere Infanterie</i> (linker Teil eines Triptychons), 1943 Öl auf Leinwand, ca. 200 x 100 cm | rechts: Alexej von Jawlensky: <i>Mädchenbildnis</i>, 1909 Öl auf Leinwand, 92 x 67,2 cm

Bildausschnitte. links: Sepp Happ: Über allem aber steht unsere Infanterie (linker Teil eines Triptychons), 1943 Öl auf Leinwand, ca. 200 x 100 cm | rechts: Alexej von Jawlensky: Mädchenbildnis, 1909 Öl auf Leinwand, 92 x 67,2 cm

Die Ausstellung setzt sich in kritisch-analytischer Weise mit der Kunstpolitik im Nationalsozialismus auseinander, die für das Selbstbild des Regimes wesentlich war. Der Titel „Artige Kunst“ versteht sich als Gegenbegriff zur diffamierenden NS-Terminologie der »entarteten Kunst«. Er soll dazu anregen, über das Verhältnis von Kunst und Politik sowie von Widerständigkeit und Gehorsam nachzudenken.

Gezeigt werden exemplarische Werke der offiziell geduldeten und geförderten Kunst der NS-Zeit, wie z.B. Arno Breker, dazu in konfrontativer Gegenüberstellung Werke von verfolgten und verfemten Künstlern, wie Otto Freundlich und Karl Schmidt-Rottluff.

In thematischen Kapiteln gegliedert führt die Ausstellung vor Augen, dass dem größten Teil der hier versammelten »artigen« Kunst ein kritisch hinterfragendes Potenzial ebenso fehlt wie ein humanistischer Anspruch.

Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie übernimmt die von Alexander und Silke von Berswordt-Wallrabe konzipierte Ausstellung von der Stiftung Situation Kunst (für Max Imdahl), Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum.