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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausstellung: Flucht vor der Reformation

27. Oktober 2016 bis 8. Juni 2017, Bibliothek, 4. OG
Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg
Schlossstr. 92
70176 Stuttgart

20161026_schwenckfeldAusstellung

Flucht vor der Reformation

Täufer, Schwenckfelder und Pietisten zwischen dem deutschen Südwesten und dem östlichen Europa

Anpassung, Ketzertod – oder Emigration? Seit Beginn der Reformation blieben nur diese Alternativen, wenn der eigene Glaube nicht mit der vorherrschenden Lehre konform ging. Religiöse Grundsätze bedingen Einstellungen zu Sozialordnung, Verständnis von Eigentum, Haltungen gegenüber Regierenden. Damit war (und ist noch heute) der Konflikt mit den Obrigkeiten vorprogrammiert. Zur Flucht aus Glaubensgründen wurden in Südwestdeutschland über die Jahrhunderte hinweg etliche Gruppierungen getrieben. Umgekehrt war das evangelische Württemberg sicherer Hafen und neue Heimat für verfolgte Flüchtlinge aus anderen Regionen.

Zeitgleich mit der Reformation verbreitete sich vor 500 Jahren eine revolutionäre Idee: Religion kann unterschiedlich ausgelegt und individuell praktiziert werden. Diese Forderung nach Freiheit stieß an ihre Grenzen, als der Glaube zur Staatsangelegenheit wurde. Erst in langen, kontroversen Aushandlungsprozessen entwickelten sich mehrheitlich anerkannte Konfessionen. Abweichler wurden ausgegrenzt, Querdenker ausgebremst. Die Ausstellung konzentriert sich auf drei Beispiele.

Weitere Infos unter:
http://www.hdhbw.de/?20161026_Aus