Kulturportal
Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausstellung: »Fromme und tüchtige Leute …«

22.08.2017 , 15:00
Kultur:Haus Dacheröden
Anger 37, 99084 Erfurt

Die deutschen Siedlungen in Bessarabien (1814–1940) • Ausstellungseröffnung mit Buchvorstellung und Einführung in die Ausstellung

Im Jahr 1812 lud Zar Alexander I. deutsche Siedler ein, sich in Bessarabien niederzulassen, und versprach ihnen Land und Freiheitsrechte. Die Einwanderer stammten überwiegend aus Südwestdeutschland und aus Preußen. Im Laufe ihrer 125-jährigen Siedlungsgeschichte entwickelten die Deutschen hier ein prosperierendes Gemeinwesen, das durch lokale Autonomie und eine religios-pietistisch grundierte Ethik geprägt war.

Als kleine Minderheit in einer bunten Vielfalt ethnischer und religioser Gemeinschaften lebten sie mit Moldauern, Russen, Ukrainern, Bulgaren, Juden und anderen Gruppen in friedlicher Nachbarschaft. Während des Ersten Weltkrieges entgingen sie nur knapp der Deportation nach Sibirien. 1918 kam Bessarabien unter rumänische Oberhoheit.

1940 wurden, als Folge des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes (»Molotow-Ribbentrop-Pakt« 1939), 93.500 Deutsche aus Bessarabien ausgesiedelt und 1941/42 größtenteils im besetzten Polen angesiedelt. Anfang 1945 mussten sie flüchten und sich im geteilten Deutschland eine neue Existenz schaffen.

Programm

Begrüßung
Lena Walter, Erfurter Herbstlese e.V.

Grußworte

  • Andreas Bausewein, Oberbürgermeister der Stadt Erfurt
  • Erika Wiener, stellvertretende Vorsitzende des Bessarabiendeutschen Vereins e.V.

Buchvorstellung und Einführung in die Ausstellung

PD Dr. Ute Schmidt, Freie Universität Berlin

Dauer der Ausstellung

22. August bis 30. September 2017

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa, des Bessarabiendeutschen Verein e.V. und des Kultur:Haus Dacheröden