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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Dr. Beata Mache: Posener Heimat in Publizistik und Literatur der deutschen Juden 1919-1938

13.09.2018, 19:00 – 20:30
Martin-Opitz-Bibliothek
Berliner Platz 5
44623 Herne

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Das Forschungsprojekt „Posener Heimat in Publizistik und Literatur der deutschen Juden 1919-1938“

Mit dem Ende des 1. Weltkrieges 1918 und der Wiedererstehung des unabhängigen polnischen Staates verließen die Posener Juden ihr Zuhause.
Ihre alte, preußische Posener Heimat ging jedoch nicht verloren – sie pflegten Ihre Identität, Kultur und Traditionen weiter. Die Gründung derHeimatvereine und landsmannschaftlicher Verbände mündete in der der Publizierung heimatlicher Presse – wie der von 1926 bis 1938 herausgegebenen “Posener Heimatblätter“, die ab 1935 “Blätter des Verbandes Jüdischer Heimatvereine“ hießen.

Die Wissenschaftlerin hat sich als Ziel gesetzt, den bisher unerforschten Versuch der Traditionskultivierung der deutschen Juden aus Posen nachzuvollziehen und den Fragen nach der Identität der Posener Juden von 1918 bis 1938, ihrer Zurechtfindung in dem Wirrwarr politischer Verwicklungen und kriegerischer Konfrontationen, ihrer Beziehung zu den Polen und den Deutschen sowie den Möglichkeiten der Integration und Traditionsbewahrung nachzugehen. Als Quellen dieser Forschungsarbeit dienen die ,,Posener Heimatblätter‘‘ sowie anderes Kulturgut aus deutschen und polnischen Archivbeständen.

In Kooperation mit dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut und der Universität Poznań/Posen (PL)
Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Weitere Infos unter: http://martin-opitz-bibliothek.de