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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Licht über Sand und Haff

24.11.2017 – 06.04.2018
Ostpreußisches Landesmuseum
Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg

Ausstellung. Maler der Kurischen Nehrung – Carl Knauf (1893–1944)

 

Carl Knauf: <i>Dünenzug auf der Nehrung</i>

Carl Knauf: Dünenzug auf der Nehrung

Das besondere Licht der Kurischen Nehrung zog von überall her die Maler ihrer Zeit an. Um die Jahrhundertwende entstand so die berühmte Künstlerkolonie Nidden, die für Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff oder Ernst Mollenhauer prägend werden sollte.

Carl Knauf, heute weniger bekannt, war seinerzeit einer der populärsten Maler in Nidden. Der aus Godesberg stammende Künstler hatte seine Ausbildung auf der Düsseldorfer Kunstakademie absolviert. Während seiner Militärzeit im ersten Weltkrieg entdeckte er das Memelland und die Kurische Nehrung für sich und blieb fortan in der Region sesshaft.

Seine Landschaftsdarstellungen waren für Einheimische und Besucher der Gegend offenbar der gültige Ausdruck dessen, was sie selbst auch gesehen und erlebt hatten. Kaum ein Maler hat in jener Zeit die Kurische Nehrung und das Memelland wohl so oft und in so vielfältigen Motiven gemalt wie Knauf. Von Reisen in den Süden, in die Alpen und nach Nordafrika, brachte er jedoch auch andere Bildeindrücke mit.

 

Carl Knauf: <i>Dorfstraße Nidden</i>

Carl Knauf: Dorfstraße Nidden

 

Der Maler hatte sich 1930 in Nidden, ganz in der Nähe des Sommersitzes von Thomas Mann, ein Haus erbaut, dass er bis zu seinem Tod im April 1944 bewohnte. Er fand seine letzte Ruhe auf dem Fischerfriedhof in Nidden.

Die Ausstellung bietet einen repräsentativen Einblick in die Themen und den Malstil des Künstlers.

Ausstellungseröffnung

24. November 2017 bis 6. April 2018
weitere Informationen

Eine Ausstellung des Ostpreußischen Landesmuseums